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Dienstag, 14. Oktober 2014

[Rezension] Mythos Academy - Frostkiller

http://www.piper.de/fileadmin/import/produkte/produkt-10105.jpgTitel: Frostkiller
Originaltitel: Killer Frost
Autor/in:
Jennifer Estep
Reihe: Mythos Academy #6
Preis: 16,99€
Seiten: 432
Verlag: ivi
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2014
ISBN-13: 978-3492703253
Leseprobe
Mit großer Spannung fiebern die Fans Gwen Frosts letztem Abenteuer entgegen. Ein für alle Mal muss das Gypsymädchen dem Chaosgott Loki die Stirn bieten. Wird sie ihn bezwingen können? Niemand weiß besser als Gwen Frost, wie stark Loki und seine Schnitter des Chaos sind. Sie als Champion der griechischen Göttin Nike soll eine zentrale Rolle bei seiner Vernichtung spielen. Aber niemand weiß auch besser als Gwen Frost, dass sie keine Wunderwaffe ist - nur das komische Gypsymädchen, über das alle heimlich lästern. Zwar hat sie ihre Psychometrie, ihr sprechendes Schwert Vic, ihre Freunde und vor allem den Spartaner Logan Qinn an ihrer Seite, doch Gwen wird von Vorahnungen ereilt, und die verheißen nichts Gutes. Aber für Selbstzweifel bleibt keine Zeit, als einer der ihr wichtigsten Menschen in Lebensgefahr gerät. In Gwen erwacht eine brennende Entschlossenheit - sie ist bereit, alles zu geben. Und wenn es sie das Leben kosten sollte ...




Ein letztes Mal kehren wir zurück an die Mythos Academy. Ein Finale, das noch einmal zeigt, was die Reihe zu bieten hat! Nach einem eher ruhigen Einstieg erwartet uns ein epischer Kampf und ein grandioser Showdown, der vielleicht die ein oder andere bekannte Idee beinhaltet, aber dennoch für Herzklopfen sorgt.

Wie sich Meinungen doch ändern können... Zu Beginn der Reihe haben mir die Cover wirklich gar nicht gefallen. Mittlerweile liebe ich sie! Das Grün des sechsten Bandes hat eine wunderschöne Schattierung, das Cover ist (fast) das beste der Reihe! Lediglich an der Innengestaltung hat sich ein wenig etwas verändert...

Nach wie vor sind die Charaktere dieser Reihe für mich eine schwierige Angelegenheit.
Vorneweg: Gwen hat sich sehr zum Positiven entwickelt, vergleicht man sie mit dem leicht nörglerischen Mädchen, das sie noch zu Beginn der Geschichte war. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen sind ihr deutlich anzumerken und auch ihre Angst, Hoffnung und Wut kauft man ihr sofort ab. So verhält es sich auch mit den übrigen Figuren. Die Auswirkungen des Kampfes gegen Loki und seine Schnitter gehen an niemandem spurlos vorüber. Beziehungen verändern sich, neue Wege werden eingeschlagen,... Alles super, aber ein winziges Aber lässt sich dennoch nicht ignorieren.
Für einen sechsten Band bleiben mir besonders Gwens Freunde nach wie vor zu stark im Hintergrund. Sie sind gut, ja, authentisch auch, aber der letzte Rest Tiefe, wie man ihn zum Beispiel bei den Harry Potter Büchern findet, bleibt leider auf der Strecke.
Wo wir bei Harry Potter sind: Hier lassen sich einige Parallelen finden, manche Szenen rund um Loki wirken fast 1:1 übernommen.
Loki selbst kommt allerdings endlich furchteinflösender und gewaltiger daher, als gewohnt. Endlich merkt man ihm an, dass er ein schier unbesiegbarer Gott ist. Und auch Vivian ist nicht mehr das 100%ige Klischee. Zwar immer noch bei 80%, aber durchaus eine Besserung.
Die Szenen zwischen Vivian und Gwen selbst jedoch gefallen mir nach wie vor nicht. Ihre Dialoge wirken doch sehr kindisch, als wäre alles nur ein Spiel.
Auch die Romantik fehlt mir ein wenig, die Liebesgeschichte könnte besser sein, aber sie steht ja nicht im Mittelpunkt, weshalb es hier genug sonstige Handlung gibt, die diese Lücke wieder wett macht.


Was soll ich sagen, das Finale wurde sehnsüchtig erwartet! Und die Erwartungen wurden auch (fast) alle erfüllt.
Anders als gewohnt beginnt die Geschichte nicht wie üblich mit einem großen Knall. Im Gegenteil, dieses Mal lässt die Autorin es sehr ruhig angehen, was die Spannung und die Angst vor dem herannahenden Krieg nur noch steigert.
In ständiger Erwartung eines Angriffs versuchen Gwen und ihre Freunde so gut es geht ihren Alltag weiterzuführen, doch das ist alles andere als einfach. Der letzte große Kampf steht kur bevor, die Frage ist nur, wann und wo die Schnitter zuschlagen werden. Gwens Angst steigert sich ins Unermessliche, der Druck, dass ausgerechnet sie Loki töten muss, lastet schwer auf ihre. Und dann gerät auch noch eine der wichtigsten Personen in ihrem Leben in die Hände ihrer Feinde... Wie wird Gwen sich entscheiden? Wird sie alles riskieren, um diese Person zu retten?
Und vor allem: Wird sie es schaffen, Loki zu töten?
Wie gesagt ist der Einstieg sehr ruhig, aber die stetige Spannung ist spürbar. Eben aus diesem Grund ist es leider etwas nervig, dass Gwen alle paar Sätze betonen muss, was für ein schlechtes Gefühl sie hat. Im Kontrast dazu geht der bevorstehende Kampf an den anderen Schülern nahezu spurlos vorbei. Wo ist die Angst? Die Panik? Warum sind alle so gelassen?
Als es dann zum ersten großen Knall kommt, beginnt die Geschichte endlich an Fahrt aufzunehmen, und von da an, wird es stetig besser. Spannender denn je, überraschender und packender, steuern wir mit Gwen auf ihren letzten großen Kampf gegen Loki zu. Und der hat es in sich! Herzklopfen pur, jede Menge Dramatik und Action, aber, und hier kommt der größte Haken an dem Buch: Sehr vieles erinnert stark an Harry Potter. Kapitelweise könnte man das Buch direkt kopieren. Etwas mehr Originalität und das Ende würde einen wirklich sprachlos machen. So aber ist man etwas zu oft beschäftigt damit, "Oh, das kenne ich doch" zu denken.
Nichts desto trotz, ein toller Abschluss, vielleicht nicht restlos perfekt, aber dennoch so, dass man die Reihe zufrieden und, ja, auch wehmütig, abschließen kann.

Auch nach nun sechs Bänden gefällt mir das Ein oder Andere am Stil der Autorin nicht. Die Schwertkämpfe bestehen immer noch aus viel zu viel "Kling-Klang-Klong" und die Dialoge sind teilweise sehr kindisch (Gwen-Vivian). Davon abgesehen schafft sie es besser als je zuvor, die Emotionen ihrer Charaktere zu vermitteln, das Setting ist gewohnt umwerfend und auch was Spannung und Überraschungen angeht, hat sich hier einiges getan.



3,8 Punkte

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.

Dienstag, 1. April 2014

[Rezension] Mythos Academy - Frostnacht

http://www.piper.de/fileadmin/import/produkte/produkt-9839.jpg
Titel: Frostnacht
Originaltitel: Midnight Frost
Autor/in: Jennifer Estep
Reihe: Mythos Academy #5
Preis: 14,99€
Seiten: 448
Verlag: ivi
Erscheinungdatum: 10. März 2014
ISBN-13: 978-3492703147
Leseprobe
Jennifer Estep besitzt eine riesige Fangemeinde in Deutschland - jetzt steuert ihre beliebte Götter-Serie auf ihren Höhepunkt zu: In "Frostnacht", dem fünften Teil der Saga, muss Gwen Frost nicht nur den verschollenen Spartaner Logan zurückerobern, sondern die gesamte Mythos Academy vor dem Fall bewahren. Aufregend, mystisch und absolut romantisch! Gerade, als es scheint, das Leben an der Mythos Academy könne nicht mehr gefährlicher werden, schlagen die Schnitter des Chaos erneut zu. Denn während Gwens Schicht in der Bibliothek der Altertümer wird ein Giftattentat auf sie verübt. Sie selbst kommt haarscharf mit dem Leben davon, während der oberste Bibliothekar Nickamedes mit dem Tod ringt. So schnell wie möglich muss Gwen mit Aurora Metis das Gegenmittel finden - doch die Pflanze gedeiht nur in der gefährlichsten Region der Rocky Mountains ... Wird das Gypsymädchen sich selbst und die Mythos Academy retten können? Und noch viel wichtiger: Wird sie den verschwundenen Spartaner Logan Quinn wiedersehen?

Bei "Frostnacht" handelt es sich definitiv nicht um den stärksten Band der Reihe. Man spürt deutlich, dass man aufs Finale zusteuert und noch einige Weichen gelegt werden müssen. Zudem verlässt man zum ersten mal die Mythos Academy, die ich mehr vermisse, als gedacht. Ein neuer Schauplatz, neue Freunde, aber der gewohnte Handlungsverlauf. Eine klare Vorbereitung auf die Zielgeraden.

Vom Cover ist "Frostnacht" mein persönliches Highlight der Reihe. Anfangs war ich nicht wirklich begeistert, da mir die Aussagekraft der Cover etwas fehlt, aber mittlerweile bin ich von den wunderschönen Farben und ausdrucksstarken Augen vollkommen gefesselt. Was hingegen mit der Zeit etwas langweilig wird, sind meiner Meinung nach die Titel. Aber auch das ist Geschmacksache.

Was ich schon in Band vier bemängelt habe, hat sich leider auch jetzt nicht gebessert. Gwens Freunde, die ich alle sehr ins Herz geschlossen habe, treten sehr in den Hintergrund. Auch wenn sie in diesem Band konstant an Gwens Seite sind und somit immer ins Geschehen verstrickt sind, wirken sie nicht wirklich anwesend. Sie treiben sich wie Geister am Rande des Bildes herum, ohne wirklich eine große Rolle einnehmen zu dürfen.
Im Mittelpunkt steht ganz klar Gwen, die merklich in sich gekehrter geworden ist. Ihr Liebeskummer knabbert wieder ganz schön an ihr, doch auch hier konnte mich die Autorin wieder nicht vollends überzeugen. Gwens Gefühle werden zwar häufig beschrieben, aber gehen einem nicht wirklich nahe. Eine starke emotionale Bindung zu den Protagonisten ist mir immer sehr wichtig, weshalb ich das sehr schade finde, zumal man ja besonders in Band drei gesehen hat, dass die Autorin es besser kann.
Was hingegen schön ist, sind die neuen Freundschaften die geschlossen werden. Wie schon erwähnt verlassen Gwen und ihre Freunde kurzzeitig ihre Schule, um in den Rocky Mountains nach einem Gegengift zu suchen. Im Zuge dessen kommen sie in der dortigen Mythos Academy unter, wo sie unter anderem auf Rory stoßen, eine abweisende Spartanerin, hinter der so viel mehr steckt, als man zunächst erwartet.
Rory selbst wird schnell zu einer wahren Sympathieträgerin, nur die Geschichte, die sich rund um sie und Gwen spinnt und der große Zufall, dass sie sich gerade jetzt, gerade dort, über den Weg laufen, war etwas weit geholt.
Auch sonst darf man sich auf einige neue Figuren freuen, die recht gut gelungen sind. Alte, die eher blass bleiben und in den Hintergrund treten und Vivian, das klischeehafteste böse Mädchen aller Zeiten, sagen mir hingegen weniger zu.

Wieder präsentiert die Autorin eine Geschichte, die im Großen und Ganzen wie die bisherigen verläuft. Ein ruhiges Kapitel zum Einstieg, ein Angriff der Schnitter direkt zu Beginn des Buches, ein stetig steigender Spannungsbogen und ein großer Kampf am Ende. Mit dem Schema war ich ja bisher zufrieden, aber langsam ist es doch Zeit, mal wieder einen Knaller zu bringen. Was man wohl vom nächsten und letzten Band erwarten darf. So allerdings war schnell klar, wie die Geschichte sich entwickelt, viele weiteren Verläufe waren vorhersehbar, weil man schlichtweg weiß, wie die Autorin jedes ihrer Bücher aufbaut.
Der Einstieg in die Geschichte ist wieder super gelungen und beginnt fast sofort mit dem Angriff in der Bibliothek. Nickamdes wird vergiftet und Gwen fühlt sich verantwortlich. Das Gegengift ist nur in den Rocky Mountains zu finden, also schnappt sie ihre Freunde und fliegt direkt hin. Eine offensichtliche Falle der Schnitter, doch Nickamedes aufzugeben kommt natürlich nicht in Frage.
Kaum angekommen müssen Gwen und ihre Gefährten sich schon dem ersten Hinterhalt stellen, den sie mal wieder mit Links erledigen. Wann genau sind die einstigen Schüler solche Superhelden geworden? Egal wie viele Schnitter sich ihnen in den Weg stellen, sie gehen immer siegreich aus den Kämpfen hervor und haben währenddessen sogar immer noch Zeit sich zuzunicken und zu winken. Dadurch verlieren jetzt langsam aber sicher auch die Kampfsszenen ihren Reiz.
Im weiteren Verlauf geht es zunächst etwas ruhiger zu, Rory taucht auf und Gwen erfährt so einige Dinge über sich und ihre Vergangenheit, mit denen sie (und wohl auch die Leser) absolut icht gerechnet haben. Für die Tragweite der Informationen werden diese mir aber zu beiläufig eingemischt, als hätte die Autorin bisher keine Gelegenheit gehabt, sie anzuführen und müsste das schnell vor dem Finale erledigen.
Die Suche nach dem Heilmittel ist ebenfalls einfacher als Gedacht und Vivian ist auf dem besten Weg, Voldemort vom Ich-rede-lieber-als-dich-zu-Töten-Thron zu schubsen.  Kämpfe gut und schön, aber wenn, dann doch bitte mit etwas Action, Nervenkitzel und ungewissem Ausgang und nicht ein paar Kratzern, die Daphne sowieso im Handumdrehen heilt. Und wenn es doch einmal zu einer ernsthaften Verletzung kommt, kann man natürlich trotzdem halbtot weiterlaufen und ist plötzlich wieder quietschfröhlich, obwohl man gerade verblutet.
Alles in allem eine Story wie gewohnt, dadurch etwas eintönig und in mancherlei Hinsicht etwas konstruiert. Nicht die beste Leistung der Autorin, aber die Erwartungen liegen auch recht hoch. Man darf gespannt auf das Finale sein!

Wie sehr das tolle Setting die Reihe trägt, wird einem erst in diesem Band bewusst. Obwohl man auch in den Rocky Mountains wieder in einer Mythos Academy lebt, fehlt einem die eigentliche Schule, die zu einem richtigen Zuhause, nicht nur für Gwen, geworden ist. Doch auch hier beweist die Autorin wieder ihr Händchen für tolle Schauplätze und schafft eine zweite umwerfende Schule, sowie eine magische, verträumte aber auch etwas furchteinflösende Ruine.
Was allerdings wieder negativ anzumerken ist, sind die etwas am Rand vergessenen Figuren und die wenigen Wow-Effekte, die hier fast gänzlich fehlen. Was mir zudem negativ aufgefallen ist, ist das ständige "Kling-Kling-Klong" (oder so ähnlich), mit dem die Autorin einen Schwertkampf beschreibt. Das geht dann doch ein bisschen besser.

3,2 Punkte



Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.

Montag, 6. Januar 2014

[Rezension] Spinnenkuss: Elemental Assassin 1

http://www.piper.de/fileadmin/import/produkte/produkt-8930.jpgTitel: Spinnenkuss
Originaltitel: Spider´s Bite
Autor/in: Jennifer Estep
Reihe: Elemental Assassin #1
Preis: 12,99€
Seiten: 448
Verlag: Piper Taschenbuch
Erscheinungdatum: 10. Dezember 2013
ISBN-13: 978-3492269407
Leseprobe
Jennifer Estep hat sich mit der Reihe »Mythos Academy« in die Herzen ihrer deutschen All-Age-Leserinnen geschrieben. Jetzt beginnt die von Fans sehnsüchtig erwartete Erwachsenen-Serie um die Antiheldin Gin Blanco: »Elemental Assassin«. Gin Blanco ist eine Auftragsmörderin, bekannt unter dem Namen »Die Spinne«. Geduldig liegt sie auf der Lauer, nähert sich ihren ahnungslosen Opfern und schlägt im richtigen Augenblick zu. Gnadenlos. Doch als sich ihr neuester Auftrag als Falle entpuppt, stürzt Gins Welt ins Chaos. Welcher ihrer unzähligen Feinde kennt ihre wahre Identität? Um ihren Gegner zu enttarnen, muss die Spinne ihr Netz verlassen und die Seite wechseln. Doch das Letzte, was man im Kampf gegen übermächtige Elementarmagie braucht, ist Ablenkung - besonders in Form des sexy Detectivs Donovan Caine ... Die New-York-Times-Bestsellerreihe endlich auf Deutsch!



Die neue Reihe der "Mythos Academy"- Autorin geht in eine völlig unbekannte Richtung!
Die Geschichte rund um die Auftragsmörderin Gin ist spannend, fesselnd und absolut heiß, aber manchmal hatte ich doch Schwierigkeiten, Gin die eiskalte Killerin abzukaufen.
Trotzdem ein gut gelungener Reihenauftakt, der zwar noch ausbaufähig ist, aber dennoch vielversprechend.

Und mal wieder ein Gesicht. Ja. Schön. Langweilig.
Warum man den Originaltitel "Spider´s Bite" in "SpinnenKUSS" übersetzen musste bleibt mir auch schleierhaft. Anspielung auf Frostkuss vielleicht?

Wie schon kurz angesprochen habe ich Gin nicht wirklich als Auftragsmörderin gesehen. Sie wirkt so lieb und herzlich und einfach gut, dass man immer wieder vergisst, dass sie selbst eigentlich auch die "Böse" ist.
Immer wieder wird man dann daran erinnert, indem beschrieben wird, wie eiskalt Gin handelt, wie sie ihr Herz verschließt und vollkommen rational denkt, aber trotzdem scheint sie immer wieder aus ihrer Rolle zu fallen.
Zudem erinnert sie wirklich sehr an Gwen aus der "Mythos Academy"-Reihe. Auch sie hat eine sehr sarkastische, grüblerische Art an sich. Noch ein wenig verruchten Glamour und boshafte Gedanken dazu und schon hat man Gin vor sich.
Das macht Gin zwar nicht zu einer schwachen Figur, aber ich hätte trotzdem gerne etwas neues gelesen.
Zum Trost beglückt die Autorin ihre Leser aber mit zwei Sahneschnittchen, dem Sohn von Gins Auftragsvermittler und Ersatzvater und natürlich den Kommissar. Beide absolut heiß, zum Anbeißen, (sehr unrealistisch unglaublich toll), aber wirklich super unterhaltsam!
Auch mit den Nebenfiguren landet Jennifer Estep wieder einen Volltreffer. Zwar bleiben manche interessante Figuren noch etwas blass, aber für einen Reihenauftakt sind sie absolut super!
 
Die Kurzbeschreibung fasst im Großen und Ganzen das Wichtigste zusammen.
Gin ist eine Auftragsmörderin. Sie soll einen Mord begehen, für den sie eine unglaubliche Summe kassieren würde. Doch Gin wird in eine Falle gelockt und hat keine Ahnung, aus welcher Richtung ihr Gefahr droht. Sie verstrickt sich in einen verworrenen Betrugsfall und nur ein Waffenstillstand mit dem Kommissar könnte sie der Aufklärung näher bringen. Doch dieser ist alles andere als begeistert von Gins Angebot, denn er hat geschworen sich an ihr zu rächen, denn eines ihrer Opfer war sein Arbeitskollege.
Ein großes Hin und Her beginnt, ein ständiger Wettlauf mit der Zeit, es gibt jede Menge Blut und Action und einen nervenaufreibenden Showdown.
Was jedoch nicht erwähnt wird, ist der Fantasy-Touch, der auch in dieser Reihe wieder zu finden ist. Der Titel "Elemenatl Assassin" gibt jedoch einen kleinen Hinweis darauf. In Gins Welt leben verschiedene Wesen, Vampire, Zwerge, Riesen und eben Elementare. Diese können verschiedene Elemente kontrollieren. Gin beispielsweise ist ein Steinelementar, hat aber auch eine gewisse Affinität zu Eis.
Diese Fantasy-Elemente bringen noch zusätzlich Schwung in die Story und peppen das Ganze ein wenig aus.
Das Buch ist interessant und originell, wer mal etwas Neues probieren will, könnte damit also durchaus richtig liegen.

Trotz der unterschiedlichen Zielgruppen ist die Wortwahl sehr ähnlich wie in "Mythos Academy". Dadurch kommt auch die große Ähnlichkeit zwischen Gin und Gwen, da sie sich fast identisch ausdrücken und beide sehr sarkastisch sind.
Nichts desto trotz ist das Buch gut und flüssig geschrieben.
Bei einigen Dingen hätte ich mir aber mehr Details gewünscht. Gerade im Hinblick auf die Elementare muss man sich viel selbst zusammenreimen und so ganz klar werden die verschiedenen Fähigkeiten und Möglichkeiten dennoch nicht. Aber im Laufe der Reihe bessert sich das garantiert, also kein großes Manko.

3,3 Punkte

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.