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Freitag, 7. Februar 2014

[Rezension] Die Feuerkrone

http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Carson_RDie_Feuerkrone_138683.jpgTitel: Die Feuerkrone
Originaltitel: The Crown of Embers
Autor/in: Rae Carson
Reihe: #2
Preis: 16,99€
Seiten: 496
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungdatum: 27. Januar 2014
ISBN-13: 978-3453268586
Leseprobe
Eine Heldin wie Prinzessin Elisa gibt es nur alle hundert Jahre

Elisa ist die Trägerin des Feuersteins und dazu auserwählt, Heldentaten zu vollbringen. Und sie hat ihre Aufgabe erfüllt – zumindest glaubt sie das. Doch im Verborgenen rüsten sich ihre Feinde zum Gegenangriff, und sie sind gefährlicher als je zuvor. Als Elisa begreift, dass ihr Abenteuer noch nicht vorüber ist, ist es fast schon zu spät…

Elisa, die Trägerin des Feuersteins, ist eine Heldin: Sie hat die gefährliche Magier-Armee der Inviernos besiegt, ihr Volk vor dem Untergang bewahrt und den Thron von Joya d’Arena bestiegen. Doch ans Königinsein muss Elisa sich erst noch gewöhnen, denn so ein riesiges Wüstenreich zu regieren, ist auch für eine Auserwählte alles andere als einfach. Gott sei Dank weicht ihr ihre alte Weggefährtin Ximena nicht von der Seite – ebenso wenig wie Hector, der Mann, für den Elisa so viel mehr empfindet als Freundschaft. Doch Elisa ahnt nicht, dass ihre Aufgabe als Trägerin des Feuersteins noch lange nicht erfüllt ist, denn an den Grenzen ihres Reiches versammeln sich die Inviernos erneut. Als deren Macht sogar Elisas eigenen Hofstaat erreicht, braucht die tapfere, junge Königin all ihren Mut, ihre Klugheit und ihre Entschlossenheit, um sich ihren Feinden entgegenzustellen. Doch dann gerät Hector in Gefahr, und Elisa muss sich entscheiden – zwischen ihren Untertanen und ihrer großen Liebe…


 

Wie schon beim ersten Band, "Der Feuerstein", fällt der Einstieg leider etwas schwer. Ist er jedoch erst einmal geschafft, gibt es kein Halten mehr und die Story zieht einen vollkommen in ihren Bann. Ein Buch, das von Kapitel zu Kapitel besser wird und trotz so manchem Kritikpunkt positiv im Gedächtnis bleibt. Die Fortsetzung darf mit Spannung erwartet werden!

Und wieder ein umwerfend schönes Cover! Endlich wird einmal nicht nur die Farbe geändert. Hier und da ein paar neue Details, dort etwas verändert und schon hat mein ein tolles Cover vor Augen, das sich sehen lassen kann! Super Kontrast zu Band 1 und doch so ähnlich. Grandios!

Nach meinen Startschwierigkeiten mit Protagonisitn Elisa, die sich dann im Laufe des ersten Bandes gelegt haben, macht sie es mir nun doch wieder oft recht schwer, sie zu mögen. Recht häufig handelt sie absolut kalt, überstürzt und berechnend, was so gar nicht zu ihrem restlichen Wesen zu passen scheint.
Erst gegen Ende wirkt das Verhalten dann stimmiger, die Zerissenheit zwischen Elisa als Person und Elisa der Königin wird deutlicher und sie beginnt, endlich so zu handeln, wie sie es für richtig hält, und nicht so, wie die denkt, dass es richtig wäre.
Deutlich angenehmer sind auch die nun ausbleibenden Fressanfälle, die mich doch sehr gestört haben.
Wie schon zuvor gibt es auch hier keine langweiligen Klischee-Figuren. Die Autorin kreiert ihre ganz eigenen und facettenreichen Charaktere, die mir großteils gut gefallen haben. Manko hierbei ist jedoch, dass die Figuren zwar charakterlich sehr stark sind, aber nicht so wirklich ein Bild von ihnen entstehen will.
Hier fehlen mir doch ein paar markante Gesichtszüge und Besonderheiten, die die Figuren noch mehr voneinander abheben. Besonders nach der doch recht langen Wartezeit auf Band 2, sind einige Figuren eher schwammig im Gedächtnis geblieben, was einer Auffrischung bedarft hätte, die man hier aber nicht anfindet.
Nichts desto trotz finden die Figuren schnell wieder ihren Platz in der Geschichte und die möglicherweise vergessenen Details stören nicht weiter.
Besonders angetan haben es mir die neuen Charaktere, die von der ersten Sekunde an sehr präsent und faszinierend waren. Auch hier hat die Autorin wieder so manche Überraschung vorbereitet, die einen oft in maßloses Erstaunen versetzen.
 
Nach dem kurzzeitigen Sieg über die Inviernos und Animagi denkt Elisa, sie kann sich vorerst ein wenige zurücklehnen und sich ganz ihrer neuen Aufgabe als Königin widmen. Doch so kommt es leider ganz und gar nicht. Kaum ist der Kampf vorbei, geht der Krieg schon wieder weiter, doch diesmal kommt er nicht nur von außen.
Zwar haben die Inviernos es nach wie vor auf die junge Königin abgesehen, doch auch in ihren eigenen Reihen scheint sie gefährliche Feinde zu haben. Nur knapp entkommt sie dem Tod immer wieder und dem ausbrechenden Chaos scheint kein Ende zu setzen zu sein.
Elisa fehlt schlichtweg die Macht, ihr Volk und ihre Untergebenen in den Griff zu bekommen. Die Neuigkeiten über eine sagenhafte Machtquelle irgendwo im Süden, die nur sie als Feuersteinträgerin nutzen kann, kommt also mehr als gelegen.
Mit einigen sorgfältig auserwählten Begleitern macht sie sich auf den Weg, um das sagenumwobene Zafira zu finden, um ihr Reich vor dem Untergang zu bewahren. Doch nicht nur ihre Feinde stellen sich ihr in den Weg. Sie muss zahlreiche Prüfungen überstehen, um an ihr Ziel zu gelangen und als sich endlich alles zum Guten zu wenden scheint, schlägt das Böse wieder mit aller Macht zu...
Wie schon erwähnt fiel mir der Einstig relativ schwer. Kaum fängt man an zu lesen, sieht man sich plötzlich einem Animaus gegenüber, der Elisa bedroht und das ganze Volk in Aufruhr versetzt. Diese Szene wirkt sehr aufgesetzt und konstruiert, um die Geschichte sofort in Fahrt zu bringen. Bei mir hingegen ging der Schuss nach hinten los und hat den natürlichen Verlauf der Story eher ausgebremst.
Von da an geht es jedoch stetig aufwärts. Während zu Beginn noch so einige Längen vorhanden sind, geht es im Laufe der Geschichte immer mehr Schlag auf Schlag. Besonders das letzte Drittel ist unheimlich spannend und fesselnd und lässt einem kaum genug Zeit, die Seiten umzublättern.
Natürlich darf auch ein wenig Romantik nicht fehlen, die hier in angenehmen und überzeugenden Maßen anzufinden ist.

Im ersten Band konnte mich der recht spezielle Schreibstil noch nicht wirklich begeistern, was sich nun aber deutlich gebessert hat. Die Sätze sind bei Weitem nicht mehr so verworren und machen es so wesentlich einfacher, in einen angenehmen Lesefluss zu finden, ohne, dass die markante Sprache der Autorin dadurch verloren geht. Super gelungen ist wieder das Setting, das die Welt von Elisa zu etwas ganz Besonderem macht.

4,3 Punkte


Rae Carson
© Michelle Daniel Photography
Rae Carson wurde 1973 in Kalifornien geboren und entwickelte schon in frühester Kinheit eine Begeisterung für das Erzählen von Geschichten. Sie studierte Sozialwissenschaften und arbeitete nach dem Universitätsabschluss in verschiedenen Branchen, bevor sie ihren Traum verwirklichte und Schriftstellerin wurde. Der Feuerstein ist ihr erster Roman.

Samstag, 15. September 2012

[Rezension] Der Feuerstein

https://www.morebooks.de/assets/product_images/9783453267/big/7448967/der-feuerstein.jpg?locale=deTitel: Der Feuerstein
Originaltitel: The Girl of Fire and Thorns
Autor/in: Rae Carson
Reihe: #1
Preis: 16,99€ 
Seiten: 528
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungdatum: 27. August 2012
ISBN 3453267184
Wertung: 3,6/5
Endlich wieder eine Heldin, die man lieben muss! Prinzessin Elisa, Trägerin des Feuersteins und kluge Königstochter, könnte alles sein für ihr Volk – Retterin und Auserwählte. Doch Elisa ist dick und von Selbstzweifeln geplagt, und weder ihr Vater noch ihre schöne Schwester oder ihr viel zu gut aussehender Bräutigam scheinen der schüchternen und mehr als rundlichen Sechzehnjährigen sonderlich viel zuzutrauen. Erst als Elisa entführt wird und nicht nur ihr Leben in Gefahr ist, zeigt sie, was in ihr steckt …
Alle hundert Jahre wird ein Mensch auserwählt, den göttlichen Feuerstein zu tragen. Prinzessin Elisa von Orovalle ist so eine Steinträgerin. Aber Elisa ist auch dick und außerdem nur die Zweitgeborene. Diejenige, die noch nie etwas Herausragendes vollbracht hat – und die auch nicht glaubt, das jemals tun zu können. Doch dann wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag die geheime Ehefrau eines schönen und mächtigen Königs – eines Königs, dessen Reich im Innern von Intrigen und von außen von grausamen Invasoren bedroht wird und der eine Heldin und keine Versagerin an seiner Seite braucht. Er ist jedoch nicht der Einzige, der Elisa für seine Zwecke einspannen will. Als die Prinzessin von mysteriösen Rebellen entführt wird, nimmt sie ihr Schicksal erstmals selbst in die Hand: Mit all ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit und Klugheit schließt sie sich den Aufständischen an und kämpft gegen die feindliche Armee. Denn Elisa weiß, der Feuerstein, der in ihrem Nabel schlummert, könnte ihr unglaubliche Macht verleihen. Falls es ihr gelingt, seine Magie zu entfesseln. Falls sie nicht zu früh stirbt. Denn das ist das Schicksal der meisten Auserwählten …




"Der Feuerstein" hebt sich durch die außergewöhnliche Protagonistin Elisa stark von anderen Büchern ab. Elisa ist zwar sehr klug, aber sie ist sehr dick und dadurch in Gesellschaft von Menschen sehr unsicher. Dieser Umstand macht sie zu etwas besonderem, allerdings konnte ich mich am Anfang gar nicht mit ihr als Hauptfigur anfreunden, da mich ihre Fressattacken sehr gestört haben.

Das Cover ist durch die Komplementärfarben blau und orange sehr auffällig und ansprechend. Die vielen Details sind sehr interessant und schön anzusehen. Mir gefällt es super!

Wie oben schon kurz erwähnt hatte ich mit Elisa zunächst meine Probleme. Dass sie dick ist, erfährt man ja schon im Klappentext, aber ihr Übergewicht wird wirklich sehr in den Mittelpunkt gerückt. Ständig wird detailliert beschrieben wie sich ihr Fett bewegt, wie anstrengend alles für sie ist, wie sehr sie schwitzt und stinkt... Manchmal war das etwas zu viel des Guten. Das allein war auf Dauer etwas langweilig, aber wirklich gestört haben mich nur Elisas Fressattacken und ihr ständiges Denken an Essen. Sie stopft alles in sich hinein was sie kriegen kann und denkt in den unmöglichsten Situationen ans Essen. Ich konnte oft nur den Kopf über sie schütteln und war von ihrer Fresserei teilweise sogar angewidert. Zum Glück bessert sich das im Laufe des Buches deutlich und Elisa entwickelt sich zu einer starken, klugen und selbstbewussten jungen Frau, die eine wirklich tolle Heldin darstellt und die ich am Ende ins Herz geschlossen habe.
Es gibt zahlreiche andere Figuren, die alle sehr gut ausgearbeitet sind und alle ihre ganz eigene Persönlichkeit entwickeln. Schwarz/Weiß gibt es in "Der Feuerstein" nicht. Alle Charaktere haben sowohl positive als auch negative Seiten an sich und wirken somit sehr real und greifbar. Auch optisch kann man sie sich prima vorstellen.
Die verschiedenen Verbindungen der Personen untereinander, die man oft nicht so erwartet hat, sind von der Autorin ebenfalls sehr geschickt geknüpft und eingesetzt worden. Bis auf meine Startschwierigkeiten mit Elisa habe ich hier absolut nichts zu meckern!

 
Elisa trägt den Feuerstein. Alle 100 Jahre wird von Gott ein Träger ausgewählt, der eine bestimmte Aufgabe erfüllen muss. Worin diese Aufgabe besteht weiß niemand, aber den Feuerstein zu tragen birgt viele Gefahren, denn seine Macht ist sehr begehrt. Um Elisa zu schützen wird sie mit König Alejandro verheiratet. Zu allem Übel steht ein Krieg mit dem Land Invierne kurz bevor, dessen Armee von den Animagi angeführt wird, die mit ihrem Feuer alles vernichten.
Elisa wird von Rebellen entführt, die sich von der Macht des Feuersteins Schutz erhoffen.
"Der Feuerstein" glänzt durch einen herausragenden Plot und eine verworrene Geschichte, die absolut nicht vorhersehbar ist. Das Buch steckt voller Überraschungen und ungeahnter Wendungen und auch vor Gewalt und dem Tod wichtiger Charaktere schreckt die Autorin nicht zurück. Alles hat eine helle und eine dunkle Seite und somit kann man sich in die Situation aller Personen hineinversetzen und schwankt ständig zwischen Verständnis und Abneigung.
Das Buch endet mit einem riesen Showdown, der sehr beeindruckend und gewaltig ist. Die Geschichte ist noch nicht vorbei, aber das Ende lässt einen dennoch zufrieden zurück.
Mein einziger Kritikpunkt was die Handlung angeht, ist dass es teilweise etwas langweilig und zäh ist, da ein großteil des Buches aus essen, beten und laufen besteht. Ein bisschen mehr Schwung hätte der Story sicher gut getan.

Mit dem Schreibstil von Rae Carson konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Ihre Satzstellung ist häufig sehr ungewöhnlich und manche Sätze dadurch sehr verworren und schwer zu verstehen. Man braucht recht lange, um sich daran zu gewöhnen, aber im Endeffekt ist der Stil Geschmacksache. Mir hat er nicht so gut gefallen, was dem Buch aber keinen Abbruch tut.

3,6 Punkte


Rae CarsonRae Carson wurde 1973 in Kalifornien geboren und entwickelte schon in frühester Kinheit eine Begeisterung für das Erzählen von Geschichten. Sie studierte Sozialwissenschaften und arbeitete nach dem Universitätsabschluss in verschiedenen Branchen, bevor sie ihren Traum verwirklichte und Schriftstellerin wurde. Der Feuerstein ist ihr erster Roman.
Vielen Dank an Heyne fliegt für das Rezensionsexemplar