Dienstag, 20. Mai 2014

[Neuerscheinungen] Juni 2014

Tagebuch eines Vampirs #11 - Dunkle Ewigkeit
9. Juni 2014
Der Kampf gegen das Böse ist noch lange nicht zu Ende. Denn das Grauen hat viele Gesichter – und zeigt Elena, Stefano und Damon seine tödlichste Seite ... Fünf Jahre nach dem Showdown gegen Nicolaus scheint die Gefahr gebannt: Elena und Stefano genießen ihr Glück in Dalcrest, Damon und Caterina kosten das süße Leben in Italien aus ... bis das Böse erneut zuschlägt: Bei einem Autounfall entrinnt Elena nur knapp dem Tod, und Damon wird von einer Gruppe schier übermächtiger Vampire attackiert. Dahinter kann nur einer stecken: Solomon, der teuflischste aller Uralten! Zusammen mit Vampirjäger Jack nehmen die Freunde den Kampf auf – ohne zu ahnen, dass er ihr Leben auf grauenvolle Weise verändern wird.


Die Mechanik des Herzens, Mathias Malzieu
9. Juni 2014
Edinburgh, 1874. Die Alten fragen sich, ob dies die kälteste Nacht sei, die die Welt je erlebt hat. In dieser eisigen Finsternis wird Jack geboren – mit einem Herz, das einfach nicht schlagen will. Die alte Hebamme Dr. Madeleine setzt ihm ein mechanisches Herz in Form einer Kuckucksuhr ein. Um zu überleben, muss Jack fortan jeden Tag aufgezogen werden und heftige Emotion vermeiden. Vor allem darf er sich aber niemals, absolut niemals verlieben. Doch dann trifft Jack die bezaubernde Tänzerin Miss Acacia …


Gib Pfötchen, Sarah Harvey
10. Juni 2014
Als Theodora mit ihrem Verlobten nach Cornwall zieht, lässt sie in London nicht nur ihr altes Leben, sondern auch ihren gesunden Menschenverstand zurück. Denn kaum angekommen, erweist sich ihr Liebster als emotionale Eintagsfliege und verlässt sie für seine alte Flamme Gemma. Trotz Liebeskummer bleibt Theodora in Cornwall - zu schön ist das malerische Dorf an der Küste. Sie richtet sich in einem hübschen Cottage ein, da stellt ein liebenswerter Vierbeiner ihr Leben plötzlich völlig auf den Kopf.


Die Sonne von Sannar, Judith Knigge
13. Juni 2014
Im Jahr 1825 machen sich ägyptische Jäger auf, im Auftrag des Vizekönigs Muhammad Ali Pascha zwei Giraffenkinder einzufangen. Diese sollen als Geschenk an den französischen und englischen Königshof verschickt werden. Zwei junge Sklavinnen, die Schwestern Najah und Zahina, begleiten die Tiere auf ihrer abenteuerlichen Reise. Doch in dem fernen Europa verläuft ihr Schicksal ganz anders als erhofft, und ihre zarten Träume vom Glück scheinen sich keineswegs zu erfüllen ...


Im Land der Orangenblüte, Linda Belago
13. Juni 2014
Rotterdam 1850: Die junge Julie Vandenberg verliert bei einem tragischen Unfall ihre Eltern. Ihr Onkel übernimmt die Vormundschaft - jedoch nur, um Julies große Erbschaft im Blick zu behalten. Als sie achtzehn Jahre alt ist, verheiratet er sie mit seinem Geschäftspartner Karl Leevken, bei dem er Schulden hat und der durch Julies Mitgift besänftigt werden soll. Julie ist nun an einen Mann gebunden, den sie kaum kennt. Wenige Tage nach der rasch arrangierten Hochzeit folgt sie ihm in die niederländische Kolonie Surinam in Südamerika, wo Karl sehr erfolgreich eine Zuckerrohrplantage betreibt. Welches Schicksal wird sie in jenem fernen tropischen Land erwarten?



Skylark - Der eiserne Wald, Meagan Spooner
23. Juli 2014
Eine unglaubliche Welt, in der jeder Sonnenaufgang dein letzter sein könnte
Lark lebt in einer Welt, die nur durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist. Innerhalb der Mauern haben die Menschen eine hoch entwickelte Zivilisation aufgebaut, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Lark, die über magische Fähigkeiten verfügt, kann es kaum erwarten, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, sobald sie sechzehn ist. Als sie allerdings entdeckt, was genau sie nach ihrem Geburtstag erwartet, fasst sie einen unglaublichen Entschluss: Sie flieht in die Wildnis jenseits der Mauer, in deren Dunkel Gefahren lauern, von denen sich die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Doch Lark ist nicht allein. Andere haben vor ihr bereits den Schritt gewagt. Jeden Tag riskieren sie aufs Neue ihr Leben für ihren großen Traum: Freiheit. 


Silber - Das zweite Buch der Träume, Kerstin Gier
26. Juni 2014
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …


Diesmal für immer, Paige Toon
26. Juni 2014
Meg könnte mit ihrem Freund Christian und ihrem kleinen Sohn Barney, der gerade ein Jahr geworden ist, glücklich und zufrieden in Südfrankreich leben.
Aber Megs Leben ist eine Lüge – und ihr Gewissen lässt ihr keine Ruhe. Alle denken, Christian wär Barneys Vater, aber Meg weiß es besser: Johnny Jefferson, der berühmteste Rockstar aller Zeiten, ihr ehemaliger Chef und ihre einstige große Liebe, ist Barneys Vater. Noch fällt es niemandem auf, dass Barney Johnny von Tag zu Tag mehr ähnelt, doch Meg beobachtet diese Veränderung mit wachsender Angst. Und als sie Johnny nach langer Zeit unerwartet wiedertrifft, wird es noch komplizierter. Denn sie konnte ihn nie wirklich vergessen.
Wie lange wird es jetzt noch dauern, bis jemand die Ähnlichkeit bemerkt und die ganze Wahrheit ans Licht kommt?


Loveline, Sky Landis
27. Juni 2014
Jillian Jackson hat alles andere als ein glückliches Händchen bei der Wahl ihrer Liebhaber. Erst fliegt sie wegen unsittlichen Verhaltens von der Uni, weil sie sich auf eine Affäre mit ihrem Professor eingelassen hat. Dann verliert sie ihren Job in einer renommierten Anwaltskanzlei wegen eines Techtelmechtels mit dem Juniorpartner. Um weiteren Reinfällen in Sachen Liebe zu entgehen, lebt Jill fortan nach dem Motto: Kein Sex mit dem Boss oder dessen Sohn! Sie kehrt in ihre Heimatstadt zurück, genießt dort das nächtliche Partyleben und arbeitet tagsüber in einem winzigen Radiosender. So weit, so gut ... wenn Jill eben nicht Jill wäre. Denn nach einer durchgemachten Partynacht schläft sie im Abstellraum des Radiosenders ein und wacht erst in der darauf folgenden Nacht wieder auf. Im Sender eingeschlossen, kommt ihr die geniale Idee, sich endlich einmal den angestauten Frust von der Seele zu reden - On Air. Unverblümt gibt sie Anekdoten aus ihrem Liebesleben zum Besten und ihren Zuhörern teils merkwürdige Ratschläge, wie sie ihr eigenes in den Griff bekommen können. Mit ihrer charmanten und ungewohnt offenen Art zieht Jill Devlin Jonas` Aufmerksamkeit auf sich. Der erfolgreiche Jungunternehmer und Playboy findet die quirlige Radiomoderatorin so faszinierend, dass er absolut nichts unversucht lässt, um Jill von sich zu überzeugen und ihr näher zu kommen. Dabei gibt es nur ein Problem: Er ist ihr neuer Boss!

Sonntag, 18. Mai 2014

[Blogparade] Venezianische Nächte !Charakter Special!


Hallo liebe Leser, in der vergangenen Woche durfte ich fünf der Personen, die mir in „Venezianische Nächte“ begegnet sind, sogar persönlich treffen! Am liebsten wäre mir natürlich ein Kaffeekränzchen gewesen, um sie mal alle gemeinsam um einen Tisch herum zu haben, aber darauf haben sie sich leider nicht eingelassen. Schön einer nach dem anderen, wurde mir gesagt. Na gut. Clara, die dunkelhäutige junge Frau mit dem Kopf voller beruflicher Pläne, und der Cavaliere mit seiner weißen Augenmaske und dem geschminkten Gesicht, der ihr diese Pläne für eine Nacht sehr gründlich aus dem Kopf getrieben hat. Claras quirlige Freundin Sabine mit dem unnachahmlichen Sinn für Loyalität, und der für meinen Geschmack ein wenig zu arrogant wirkende Inhaber von La Giarrettiera, Niccolo Contarini, der darüber hinaus aber auch noch verboten gut aussieht. Und dann war da ja auch noch der venezianische Playboy vom Flughafen … 

Clara
Also Clara, du bist ja die Hauptperson der Geschichte, um dich dreht sich bekanntlich die ganze Sache. Stell dich bitte kurz vor.
Also (Sie lacht, ein ansteckendes Kichern). Ich bin Clara Hummel und neunundzwanzig Jahre alt. Eigentlich könnte man wohl sagen, dass ich ein echtes Münchner Kindl bin, aber das glaubt mir immer niemand.  (Ich selbst finde ihren Teint beneidenswert, selbst jetzt im Frühling nach einem langen Winter ist ihre Haut ein warmes Braun.) Das habe ich meinem leiblichen Vater zu verdanken. Er ist amerikanischer Soldat und wollte aber ziemlich schnell nichts mehr von mir und meiner Mutter wissen. Aber ich will mich nicht beschweren. Der Mann, den meine Mutter nur wenig später geheiratet hat, ist der beste Papa der Welt. Von ihm habe ich meinen coolen Namen. Hummel. Auch wenn mit diesem Namen natürlich ein ganzer Berg Verantwortung kommt, war ich immer stolz darauf, Teil einer alten Familie und ihrer Tradition zu sein.
Was treibt dich nach Venedig?
Na, der Job. Das Kaufhaus, für das ich arbeite, ringt seit Monaten darum, die begehrte La Giarettiera Lizenz zu bekommen. Wenn wir dieses Fass nicht endlich zu machen, dann schnappt uns irgendein anderes Kaufhaus den Deal doch noch vor der Nase weg. Das KadeWe hat seine Krallen auch schon ausgestreckt. Aber so ist das nun mal. Die ganze Welt will Contarinis Höschen und der verfluchte Schlüpferstürmer braucht einfach nur die Finger auszustrecken und seine Wahl treffen. Ich meine, ich kann das verstehen. Welche Frau würde nicht dafür morden, ein Babydoll von La Giarettiera im Schrank zu haben? Dumm nur, wenn man auf der Seite der Speichellecker stehen muss. Aber das wird schon. Er ist ja nicht der erste Profilneurotiker, mit dem ich zu tun habe. (Sie hat eine Art, der man sich nur schwer entziehen kann. Tough und direkt, aber ganz ohne die Arroganz, die oft bei solchen Menschen mitschwingt.)
Wie war dein erster Eindruck? Ich habe gehört, du hattest am Flughafen schon eine nette Begegnung?
Oh ja. Heiß im wahrsten Sinne des Wortes. Manno, war mir das peinlich. Ansonsten kann ich noch nicht so viel über Venedig sagen. Ich hatte ja hauptsächlich zu arbeiten. Viel Wasser, ist mein erster Eindruck. Und tolle Architektur. Ich würde gerne noch einmal hierher kommen, wenn ich mehr Zeit habe und einmal wirklich Tourist spielen kann.
Und der Herr blieb nicht der Einzige… Was hältst du von Signor Contarini? Denkst du, ihr kommt ins Geschäft?
Puh, schwer zu sagen. Ich werde auf jeden Fall weiter dran bleiben. Leicht ist es aber nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass da mehr hinter seiner ablehnenden Haltung mir gegenüber steckt, als wäre es etwas Persönliches. Was aber vollkommen idiotisch ist, weil bevor ich nach Venedig gekommen bin, hatte ich noch nicht einmal ein Foto von ihm gesehen.
Die Begegnung hat dich ja ganz schön in durcheinander gebracht. Feierst du deine Sorgen öfter mit solch … ausschreitenden Unternehmungen weg?
Unternehmungen? (Sie errötet unter der dunklen Haut.) Ich habe weder damit gerechnet, noch mache ich sowas häufiger. Sicher, ich gehe gerne mal feiern und flirte gerne. Aber ich war jetzt jahrelang in einer festen Beziehung, und Untreue kommt für mich nicht in Frage. Die Option, sich auf ein Abenteuer einzulassen, bestand also gar nicht. 
Hat die Erfahrung dich verändert? Wie wirst du weiter vorgehen?
(Sie denkt eine ganze Weile nach. Ihre Stimme klingt ernst, als sie schließlich beginnt zu sprechen.) Grundsätzlich verändert hat mich die Erfahrung, denke ich, nicht. Ein Teil von dem Erlebten war ja schon immer da. Das Abenteuer mit dem Schneekönig hat diesen Teil nur an die Oberfläche geholt. Ich denke nicht, dass es ein Weg ohne Rückkehr ist, wenn du so sagen willst. Meine Bereitwilligkeit war zu großen Teilen  mit Sicherheit den Umständen geschuldet. Und dem Mann. Ganz sicher nicht würde ich mit jedem so mitgehen und das mit mir machen lassen. Die Chemie zwischen uns hat einfach gestimmt und er wusste genau, wie er mich weckt, und da hat es sich einfach richtig angefühlt. 

Sabine
Sabine, du bist eine Freundin von Clara? Wie habt ihr euch kennengelernt?
Ach. Das war der Klassiker. Wir saßen in der fünften Klasse nebeneinander. Es hat ein paar Wochen gedauert, bis wir uns beschnuppert hatten. Clara war immer schon ein Lehrerliebling. Zuerst habe ich sie für eine Schleimerin gehalten, aber dann habe ich begriffen, dass sie einfach so ist. Sie hat wirklich Spaß daran, wenn sie merkt, dass sie etwas gut gemacht hat und andere zufriedenstellt. Das hat gar nichts mit Berechnung zu tun, oder Unsicherheit. Und sobald die ersten Vorurteile aus dem Weg geräumt waren, konnte uns nichts und niemand trennen. 
Seht ihr euch oft, oder ist die Entfernung gar kein Problem für euch?
Das variiert. Es gibt Zeiten, da sehen wir uns jeden Monat und welche, da dauert es Monate oder Jahre, bis wir uns wieder sehen. Ich bin ja auch viel unterwegs und Clara hat immer viel zu tun. Wichtig ist, dass die Zeit oder die Entfernung keine Rolle spielt. Sobald wir uns sehen, verpufft die Zeit, die zwischen zwei Treffen lag, und wir können genau da weitermachen, wo wir immer standen. Ich denke mal, das macht eine gute Freundschaft aus. Wir kennen uns einfach lange genug, um zu wissen, dass wir uns zu 100% auf den anderen verlassen können. 
Wie kommt es eigentlich, dass du in Venedig bist?
Ich bin mal hier und mal dort. Mich hat es noch nie lange an einem Ort gehalten. Venedig ist cool, weil die Männer heiß sind und man immer ganz gut einen Job finden kann. Wer weiß, wie lange ich hier bleibe und wo es mich als nächstes hinzieht.
Welchen Eindruck macht Clara die letzten Tage auf dich?
Unstet. Vielleicht sogar unsicher. Ich glaube, sie steht an einem Scheidepunkt und weiß selbst noch nicht so recht, welchen Weg sie einschlagen soll. Die Sache mit David hat sie wirklich mitgenommen. Gerade für jemanden wie Clara, für die es so wichtig ist, immer die Beste zu sein, ist es hart, einfach so ersetzt zu werden. Ich hab ein bisschen Angst um sie, dass jemand die Situation, in der sie steckt und in der es noch viel wichtiger für sie ist, sich selbst zu beweisen und zu gefallen, ausnutzt. Das könnte ziemlich übel enden. Und ich weiß ja nicht, aber dieser Contarini scheint das zu fühlen und gnadenlos auszunutzen. Dem trau ich nicht so weit, wie ich ihn werfen kann, und mir wäre deutlich wohler zumute, wenn ich wüsste, Clara hätte jemanden in diesem Haifischbecken, der auf sie Acht gibt, damit sie sich nicht übernimmt und irgendwas Dummes macht. 

Signor Contarini
Signor Contarini, Sie führen ein sehr erfolgreiches Unternehmen, erzählen Sie doch bitte ein bisschen darüber. Wie kamen Sie dazu, Dessous zu entwerfen?
(wirft gelangweilt einen Blick aus dem Fenster, während er in seinem doppelten Espresso rührt) Ich bin davon überzeugt, dass in jedem Menschen eine Veranlagung steckt, die er nur finden muss. Ich verheimliche nicht, dass eine gute Portion Glück dazugehört, diese Veranlagung zunächst zu entdecken und dann auch zu Geld machen zu dürfen. Leider waren die ersten Monate nach der Übernahme des Geschäftes von meinem Vater geprägt von Deals und Akquisitionen, um die ziemlich heruntergekommene Firma aus dem Dreck zu ziehen. (Er grinst selbstzufrieden) Aber jetzt, denke ich, bin ich auf dem richtigen Weg. Und nehme mir die Zeit, das zu tun, was ich wirklich gut kann. Dafür zu sorgen, dass Frauen sich wahnsinnig sexy fühlen. Dazu sind sie doch da, oder?
Was halten Sie von der jungen Frau, die (mit wenig Erfolg bisher), versucht hat mit Ihnen ins Geschäft zu kommen? Wieso haben Sie abblitzen lassen?
Frau Hummel (spannender Name, nicht wahr?) ist zweifellos eine Augenweide. Was meinen Sie, welche Farbe würde besser auf ihrer Haut wirken? Cremeweiß oder Pfirsich? Meine Lieblingsfarbe bei Dessous-Designs ist ein tiefes Burgunderrot, aber ich befürchte, auf dieser dunklen Haut wirkt das nicht, es sei denn, mit cremeweiß kombiniert. Hm. Ich würde es gern ausprobieren. (Er nimmt einen Schluck Espresso und seine Augen blitzen mich über den Tassenrand hinweg an.) Oh, ach Sie reden vom Geschäftlichen? Tut mir leid, meine Gedanken sind abgeschweift. Dazu kann ich leider nicht wirklich etwas sagen. Frau Hummel wirkt reichlich unkonzentriert und defensiv. (Er zuckt mit den Schultern und verlangt nach der nächsten Frage.)
Haben Sie weitere Pläne, die für uns interessant sein dürften?
Die Expansion nach Deutschland ist ein ganz wichtiger Punkt für La Giarrettiera. Sobald ein Deal mit einem Kaufhaus zustande kommt, das den für uns unumgänglichen Luxus und die entsprechende Professionalität zeigt, sind wir dabei. Freuen Sie sich auf unsere Kollektionen!

Cavaliere
Ich nehme an, wenn ich Sie nach Ihrem Namen frage, erhalte ich keine Antwort, oder?
(Ein geheimnisvolles Lächeln unter der Maske.) Mein Name ist Cavaliere. Sie sind wie Clara. Warum ist es so wichtig, meinen Namen zu wissen? Wenn Sie den Verlust meiner Aufmerksamkeit nicht riskieren wollen, sollten Sie nicht drängen.
Also „Cavaliere“… Wieso dieser Name? Ist das nicht ein wenig… aufgeplustert?
(Er lacht.) Sie drängeln schon wieder. Mit aufgeplustert meinen Sie arrogant? Ein bisschen wohldosierte Arroganz hat noch keinem Mann geschadet, der einer Frau imponieren wollte. Ich nenne es nicht Arroganz. Ich nenne es „wissen, was man will, und es sich holen“. Essenziell ist es dasselbe.
Sie hatten eine reichlich interessante Nacht mit Clara, wie man so hört. Machen Sie so etwas öfter?
Ja, die Nacht mit Clara war sehr interessant, und ob ich so etwas öfter mache, das, mit Verlaub, werde ich für mich behalten.
Was fasziniert Sie an Clara?
Sie hat eine ganz besondere Ausstrahlung. Ein bisschen Hilflosigkeit, die mich zu ihr zog, ein bisschen Naivität, die meinen Beschützerinstinkt weckte, und eine ziemlich große Portion Mut, sich mit einem Mann einzulassen, von dem sie weder den Namen noch das Gesicht kennt. Was glauben Sie? Mut oder Leichtsinn? Ich glaube, Mut. Es ist Claras eigene Version von „wissen, was man will, und es sich holen“. Sie wollte mich. Ich bin dazu da, zu sehen, was sie will, und es ihr zu geben. Mal davon abgesehen, dass es das Ego mächtig streichelt, wenn eine Frau das Spiel mitspielt. (Er fährt sich mit der Zunge über die Lippen, und von hinter der Maske fixieren mich seine dunklen Augen unbewegt.)
Haben Sie Pläne, wie es weitergeht? Oder bleibt es bei einer einmaligen Sache?
Clara wird ein paar Tage in der Stadt sein. Was denken Sie? Ich habe noch lange nicht genug gekostet. Clara ist ein Juwel, solche Frauen sind selten und fordern mich heraus.

Mann vom Flughafen
Sie hatten eine, im wahrsten Sinne des Wortes, heiße Begegnung mit einer jungen Frau aus Deutschland, richtig? Hat das einen bleibenden Eindruck hinterlassen?
(Lacht) Nicht auf meiner Haut, Gottseidank. Darüber hinaus … eine interessante Persönlichkeit. Nein, zwei interessante Persönlichkeiten. Die Begleiterin der jungen Frau, die mit dem deutlich flinkeren Mundwerk, war amüsant.
Was führt Sie zum Flughafen? Familie? Freundin? Geschäftliches?
Ich war im Auftrag eines Freundes und Geschäftspartners unterwegs, um etwas herauszufinden. Und ehe Sie fragen (er zwinkert …), ja, ich habe herausgefunden, was ich in Erfahrung bringen sollte. Finden Sie es nicht auch erfrischend und befreiend, wenn Sie einen Auftrag zu beiderseitiger Zufriedenheit ausführen?


Nachdem ihr nun die Charaktere ein bisschen besser kennengelernt hat, gibt es hier noch meine Meinung zu den Kapiteln 4-6:
Die nächsten drei Kapitel stehen den vorangegangenen an Erotik in nichts nach. Besonders in Kapitel vier geht es heiß her, doch schnell wird klar, dass die Nacht mit dem Cavalieren nicht die einzige bleiben wird. Clara erklärt sich bereit, ihn auf eine ganz spezielle Party zu begleiten. Wie speziell, wird ihr allerdings erst spät klar. Doch nachdem ihren beruflichen Verhandlungen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, kommt ihr das gerade recht. Und sie genießt es wesentlich mehr, als sie zugeben mag...
Kapitel vier reißt einen ohne Frage vom Hocker. Während man im fünften Kapitel Zeit bekommt, sich von den Eindrücken zu erholen, wird das sechste Kapitel erneut ein Versprechen für absolut heiße Szenen, die alles bisher Geschehen übertreffen werden.
Der Cavaliere wird mir an der ein oder anderen Stelle etwas zu schmalzig, aber ansonsten... Ebenso gut wie der Anfang!


Die Blogparade könnte ihr auf folgenden Blogs verfolgen, das Gewinnspiel läuft übrigens auch schon, aber Achtung: JEDE Schnitzeljagdfrage muss beantwortet werden!

  1. http://linejasmin.blogspot.de/
  2. http://michelleoriginal.blogspot.de
  3. http://sanarkai-weltderbuecher.blogspot.de/
  4. http://kiala-fantasyfreak.blogspot.de/
  5. http://taechl.blogspot.de/
  6. http://buchrezensionen-nazurka.blogspot.de/
 

Samstag, 17. Mai 2014

[Rezension] Stranwyne Castle - Das trügerische Flüstern des Windes


http://i1.weltbild.de/asset/vgw/stranwyne-castle-das-truegerische-fluestern-des-085246017.jpgTitel: Das trügerische Flüstern des Windes
Originaltitel: The Dark Unwinding
Autor/in: Sharon Cameron
Reihe: Stranwyne Castle #1
Preis: 14,99€
Seiten: 352
Verlag: Egmont INK
Erscheinungdatum: 2. Mai 2014
ISBN-13: 978-3863960094
Leseprobe
Intrigen, Ränkespiele, Gerüchte … bei den Tulmans geht man nicht zimperlich miteinander um. Schon gar nicht mit einer vorlauten jungen Frau, von der man kaum noch hoffen kann, sie zumindest gewinnbringend zu verheiraten. Also wird Katharine vor die Wahl gestellt: Armenhaus oder sie erbringt den Beweis, dass ihr reicher Onkel, Frederick Tulman, verrückt geworden ist und das Familienvermögen zum Fenster hinauswirft. Was sie vorfindet, ist jedoch kein seniler alter Mann, sondern ein Exzentriker, der wahre Wunder vollbringt und eine surreale Welt geschaffen hat, die Katharine immer mehr in ihren Bann zieht. Wie die sturmgrauen Augen seines Assistenten Lane. Doch das Schicksal ist so trügerisch wie das Flüstern des „Stranwyne“, und plötzlich ist es Katharine, die um ihr Leben fürchten muss …

"Stranwyne Castle" verspricht eine geheimnisvolle Welt, die den Leser voll und ganz in ihren Bann ziehen soll. Mich selbst konnte die Story leider nicht fesseln, trotz geheimnisvoller Intrigen und vieler falschen Fährten. Wer es auf Katharina abgesehen hat, wird schnell klar, und auch die "surreale Welt" ist nicht so atemberaubend, wie ich mir das gewünscht hätte.

Ein seltener Fall, aber hier gefällt mir das deutsche Cover besser als das Original, auch wenn es weniger aussagekräftig ist. Harmonische Farben und ein hübsches Gesicht, zwar nichts Neues, aber schön anzusehen.

Vorneweg muss ich sagen, dass die Charaktere wirklich nicht schlecht sind. Nur konnte ich mit ihnen nicht viel anfangen.
Protagonistin Katharine und ich hatten keinen guten Start, denn sie war mir anfangs wirklich enorm unsympathisch. Sie wirkt egoistisch, hochnäsig, berechnend und kalt und dieser erste Eindruck hat sich bis zum Ende hin nicht verflüchtigt, obwohl man mit der Zeit auch weichere und gelöstere Seiten von ihr kennenlernt.
Eine unsympathische Protagonistin ist leider immer ein riesen Minuspunkt, der einen Schatten auf den kompletten Rest der Story wirft. Wie schon beim Überblick erwähnt, wird schnell klar, wer Katharine im Visier hat. Sprich: Trotz haufenweise falscher Fährten schafft die Autorin es nicht, ihre Leser zu täuschen, weshalb die Figuren ganz schnell an Glaubwürdigkeit einbüßen.
In dem Buch tummeln sich zwar viele nette Figuren, wirklich sehr außergewöhnliche dazu, aber der Funke ist bei mir nicht übergesprungen. Weder die Schroffe Haushälterin, noch der verschrockene kleine Junge, der nie spricht, konnten mich wirklich berühren, ebenso wenig der abweisende Lehrling des Onkels, oder gar Onkel Tully selbst.
Schnell wird klar, dass Onkel Tully autistisch ist, auch wenn dies nie explizit ausgesprochen wird. Dadurch wird er zur interessantesten Figur, denn die Krankheit wurde wirklich super umgesetzt. Besonders die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen Katharine und ihrem Onkel war wunderschön, die Zuneigung geradezu spürbar.
Doch wie gesagt, der schlechte Start mit Katharine lies sich einfach nicht abschütteln.

Katharine erledigt für ihre Tante Alice die Buchhaltung, etwas anderes bleibt ihr nicht übrig. Ohne Eltern, ohne Geld und ohne Mann ist sie auf die finanzielle Unterstützung ihrer Tante angewiesen, sodass ihr nichts anderes übrig bleibt, als nach deren Pfeife zu tanzen.
Aus Geldgier wird Katharine nach Stranwyne Castle geschickt, um zu bezeugen, dass ihr Onkel nicht zurechnungsfähig ist. Dies würde dazu führen, dass dessen kompletter Besitz direkt an Alice Sohn und somit an Alice übergeht.
Eine theoretisch simple Aufgabe, die Katharine zügig hinter sich bringen will, doch einmal in Stranwyne Castle angekommen, geraten ihre Vorsätze ins Wanken. Was ihr Onkel sich dort geschaffen hat, ist nicht einfach eine verschwenderische Aktion eines Geisteskranken, sondern eine eigene kleine Welt.
Er beschäftigt an die 1000 Menschen, für die er zwei Dörfer auf seinem Anwesen errichtet hat. Onkel Tully selbst ist fast rund um die Uhr in seiner Werkstatt, in der er Dinge verbirgt, die Katharine sich im Traum nicht vorstellen kann.
Schon nach wenigen Tagen entwickelt sich eine tiefe Zuneigung zu ihrem Onkel, der zwar ganz offenbar wirklich nicht alle Tassen im Schrank hat, aber ein liebevoller Mensch und genialer Wissenschaftler ist. Katharine lässt sich zu einem Monat Bedenkzeit überreden, ist jedoch nach wie vor fest entschlossen, den Auftrag ihrer Tante zu erfüllen, schließlich muss sie in erster Linie an sich selbst denken. Doch das Wissen, dass die Zukunft hunderter Menschen in ihren Händen liegt, lastet schwer auf ihr, ganz zu schweigen davon, wie sehr sie Stranwyne Castle und dessen Bewohner liebt.
Doch die bevorstehende Entscheidung ist nicht das einzige Problem: Jemand scheint es auf Katharine abgesehen zu haben. Obwohl sie keinen Schluck Alkohol trinkt, verschwimmen ihre Erinnerungen, sie riskiert ihr Leben, ohne sich daran zu erinnern. Katharine hat Angst verrückt zu werden, doch jemand hat seine Finger im Spiel.
Die Geschichte bietet verschiedene Handlungsstränge, die sich geschickt zusammenfügen. So weit so gut, auch das Setting gefällt mir, ohne Frage, aber packen konnte mich das Buch nicht. Der Funke ist, trotz wirklich netter Story, nicht übergesprungen, mir hat der Drang weiterzulesen gefehlt. Kurz gesagt: Das Buch ist ganz nett, aber in meinen Augen auch nicht mehr.

Geschrieben ist das Buch wirklich gut, man wird sofort in die Vergangenheit versetzt, obwohl die Ausdrucksweise einem Jugendbuch entsprechend frisch und flott bleibt. Ein schwieriger Balanceakt, den die Autorin wunderbar gemeistert hat. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen setzt sie gekonnt um, und ihre Kulisse lässt ein eindrucksvolles Bild vor den Augen ihrer Leser entstehen. Lediglich der letzte Schliff, die packenden Elemente, die einem zum Weiterlesen drängen, fehlen mir leider.

2,9 Punkte




Sharon Cameron - Stranwyne Castle- Egmont INK
© Rusty Russell
Sharon Cameron lebt in Nashville, Tennessee. Wenn sie nicht gerade schreibt, stöbert sie gern in staubigen Historien-Wälzern, durchlöchert mit ihrem Langbogen Zielscheiben oder frönt ihrer lebenslangen Suche nach geheimen Durchgängen und Verstecken.
“Stranwyne Castle” ist ihr erster Roman.

Freitag, 16. Mai 2014

[Neu im Regal] Ewiglich, Geborgen & Sommer im Herzen

Ewiglich die LiebeTitel: Ewiglich die Liebe
Originaltitel:
Evertrue
Autor/in:
Brodi Ashton
Reihe: 
Ewiglich #3
Preis: 17,95€
Seiten:
384
Verlag:
Oetinger
Erscheinungdatum:
1. Mai 2014
ISBN-13:
978-3789130427

Große Gefühle: das dramatische Finale der „Ewiglich“-Trilogie. Nikki hat einen hohen Preis zahlen müssen, um Jack zu retten: der Ewigliche Cole hat sich durch eine List ihres Herzens bemächtigt. Noch immer sieht er in ihr seine Persephone, die Herrscherin der Unterwelt. Während Nikki und Jack alles daran setzen, das Herz zurückzugewinnen, bereiten Cole und seine Freunde sich darauf vor, den Kampf um die Herrschaft des Ewigseits zu gewinnen. Nikki erkennt, dass sie nur eine Chance hat, die Ewiglichen zu vernichten: Sie muss Coles Persephone werden. Der dritte Band der großartigen "Ewiglich"-Trilogie über die Macht der Liebe.
 
 
http://www.oetinger.de/fileadmin/verlagsgruppe-oetinger.de/vsg_images/cover/download/9783789146220.jpgTitel: Geborgen - In unendlicher Weite
Originaltitel:
Into the Still Blue
Autor/in:
Veronica Rossi
Reihe:  #3
Preis: 17,95€
Seiten:
432
Verlag:
Oetinger
Erscheinungdatum:
Mai 2014
ISBN-13:
978-3789146220
Leseprobe
Wenn Liebe stärker als alles ist, was sich ihr entgegenstellen kann: Das gewaltige Finale der „Aria und Perry“-Trilogie bietet Spannung und Romantik pur. Nachdem Perry sich für die Stammesführerin Kirra entschieden hat, ist Aria tief verletzt nach Reverie zurückgekehrt. Doch sie muss feststellen, dass es auch hier keinen Schutz mehr vor den Ätherstürmen gibt und die Bewohner verzweifelt um ihr Leben kämpfen. Gemeinsam mit Perrys Neffen Talon, versucht sie alles, um die Überlebenden zu schützen. Aber die beiden brauchen Hilfe – und schließlich überwindet Aria sich und nimmt Kontakt zu Perry auf. Ein beeindruckendes Plädoyer für die Liebe mitten im Überlebenskampf in einer zerstörten Welt.
 
 
http://www.fischerverlage.de/media/fs/15/u1_978-3-10-402911-5.jpg
Titel: Sommer im Herzen
Originaltitel:
Ladies Night
Autor/in: Mary Kay Andrews
Reihe:  /
Preis: 9,99€
Seiten:
640
Verlag:
Fischer Taschenbuch
Erscheinungdatum:
22. Mai 2014
ISBN-13:
978-3596198412

Ein Mann, vier Frauen und eine Bar direkt am Strand: der perfekte Sommerroman – große Liebe inklusive

Grace Stanton ist eine erfolgreiche Lifestyle-Bloggerin. Als sie jedoch ihren Ehemann dabei erwischt, wie er sie mit ihrer Assistentin betrügt, gehen die Pferde mit ihr durch: Sie fährt seinen teuren, heißgeliebten Sportwagen in den Swimmingpool. Kurze Zeit später passt ihr Haustürschlüssel nicht mehr, ihre Kreditkarten sind gesperrt und auch der Zugang zu ihrem Blog ist gelöscht. Sie reicht die Scheidung ein, doch der Richter verdonnert sie erst einmal zu einer Trennungsbewältigungstherapie. Das hat ihr gerade noch gefehlt!
Am Anfang denkt Grace noch, dass sie mit den anderen vier Teilnehmern absolut nichts gemeinsam hat. Doch dann verhält sich die Therapeutin so seltsam, dass die fünf beschließen, ihre eigene Gruppensitzung jeden Mittwochabend in der „Sandbox“ abzuhalten. Dabei stellen sie schnell fest, dass sie doch mehr verbindet, als sie dachten. Können sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und zusammen einen neuen Weg ins Leben finden?
 
 

Donnerstag, 15. Mai 2014

[Neu im Regal] Æthersturm

Titel: Æthersturm
Originaltitel:
/
Autor/in:
Susanne Gerdom
Reihe: 
#2
Preis: 16,95€
Seiten:
400
Verlag:
Ueberreuter Verlag
Erscheinungdatum:
7. April 2014
ISBN-13:
978-3764170127

Die Aetherwelt steht kurz vor einem Krieg. Die Kaiserin ist von den Gegnern der sogenannten Engel festgesetzt worden und nun soll auch ihre Tochter Mizzi gefangengenommen werden. Mit letzter Kraft rettet sich diese in die Kanalisation. Dort sammeln die Alliierten der Engel um die junge Kato von Mayenburg und den Halbengel Jenö ihre Kräfte, um die unwürdige Sklaverei der Elementarwesen durch die Menschen ein für alle Mal zu beenden. Jenö, Kato und Mizzi treiben die Kreigswirren an jeweils andere Orte der Kaiserstadt Wien. Und jeder von ihnen macht dabei Entdeckungen, die bis dato jenseits ihrer Vorstellungskraft lagen.

Mittwoch, 14. Mai 2014

[Rezension] Poison Princess

http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Cole_KPoison_Princess_147989.jpgTitel: Poison Princess
Originaltitel: Poison Princess
Autor/in: Kresley Cole
Reihe: #1
Preis: 9,99€
Seiten: 608
Verlag: cbt
Erscheinungdatum: 12. Mai 2014
ISBN-13: 978-3570308981
Leseprobe
Die rote Hexe, der Tod, ein Heer aus Blüten und Dornen … düstere Bilder und Stimmen suchen Evie vor ihrem sechzehnten Geburtstag heim – und nach einer Katastrophe werden diese Visionen wahr. Als eine der wenigen Überlebenden bleibt sie zurück in einer öden Welt aus Asche und Verderben, an ihrer Seite der undurchsichtige Bad Boy Jack. Als klar wird, dass in Evie der Schlüssel zu neuem Leben verborgen liegt, müssen sie fliehen. Doch Evie ahnt, es ist nicht nur ihre Bestimmung, Leben zu geben, sondern auch den Tod zu säen. Nie darf Jack davon erfahren, denn längst hat sich Evie unsterblich in ihn verliebt …

"Poison Princess" ist mit seinen über 600 Seiten alles andere als mal eben eine kleine Lektüre für Zwischendurch. Ein paar hundert Seiten weniger hätten es hier aber auch getan, oft hat man das Gefühl, nur sehr schleppend voran zu kommen. Inhaltlich erinnert das Buch mich stark an "Ashes" mit einem Touch "Bittere Wunder", "Tor der Dämmerung" und "Panem". Bekannte Aspekte, neu verknüpft, mit einer sehr düsteren Grundstimmung.

Der Titel wurde einfach übernommen, etwas anderes hätte hier auch nicht gepasst. Von demher die beste Wahl, die getroffen werden konnte.
Optisch ist das Cover ein echtes Highlight, das Motiv und die Farben haben es mir angetan. Als Evie geht die junge Frau allerdings absolut nicht durch.

Protagonistin ist die anfangs 15-, später 16-jährige Evangeline, kurz Evie. Ich muss zugeben, dass ich mit ihr leider nicht warm geworden bin, weil ihr Charakter mir oft widersprüchlich erscheint und sehr schwer zu fassen ist. Oft verhält sie sich wie ein kleines Kind, dann ihrem Alter entsprechend, um direkt im Anschluss extrem reife und erwachsene Züge an den Tag zu legen. Man springt ständig zwischen völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten hin und her, die einfach nicht so recht zusammenpassen wollen. Auch hier ein Mix aus verschiedenen anderen Büchern: Alice aus "Alice im Wunderland", Elena aus "Tagebuch eines Vampirs" und "Aria" aus Eragon. Eine wirkliche eigenständige und authentische Person sieht für mich anders aus.
Etwas besser kommt der männliche Part daher. Aber auch nur ein Wenig. Jack ist der typische düstere Macho, schwer zu durchschauen, ein wahrer Bad Boy, aber der süßen kleinen Evie natürlich mit Haut und Haaren verfallen. Auch nicht gerade ein Highlight.
Umso besser sind dafür überraschenderweise die Nebenfiguren, die zumeist sehr unheimlich sind, aber ausgesprochen faszinierend. Hier ballt sich die Authentizität, an der es Evie und Jack mangelt und man kann wirklich gespannt sein, was es mit den einzelnen Figuren auf sich hat, denn wirklich schlau wird man aus den meisten nicht.
Hier ist zu erwähnen, dass sich alles um Tarotkarten dreht, das Große Arkana um genau zu sein. Evie ist eine dieser Karten, die Herrscherin. Und auch die anderen Karten sind als reale Menschen vertreten. Was genau es damit auf sich hat, würde allerdings zu viel verraten.

Nach einem schrecklichen Sommer in der Irrenanstalt kommt Evie endlich wieder nach Hause und ist bereit, sich wieder in ihr Schulleben zu stürzen. Ihr Freund Brandon ist ihr nach wie vor treu und auch ihre beste Freundin Mel kauft ihr die Geschichte der "Höheren Töchter Schule" ab.
Alles läuft super, bis Evie in der Schule Jack begegnet, und sofort die Funken fliegen. Allerdings nicht gerade im positiven Sinn. Zudem wird Evie nach wie vor von Albträumen geplagt, und auch ihre Visionen kehren, trotz Medikamenten, wieder zurück. Und sie werden wahr...
Ein verheerender Blitz zerstört die Welt, alles verbrennt, Flüsse, Seen, ganze Meere verdampfen, Menschen zerfallen zu Asche. Nur wenige überleben die Katastrophe, so auch Evie und ihre Mutter, doch nur wenige Monate können sie halbwegs sicher in ihrem Zuhause überleben. Evies Visionen werden immer schlimmer, die Stimmen in ihrem Kopf immer drängender.
Eines Tages steht Jack vor ihrer Tür und bietet ihr einen Handel an. Und seinen Schutz. Und den hat Evie bitter nötig, den es wimmelt nur so vor Kannibalen, grausamen Soldaten und den Wiederkehrern, zombiehaften Menschen, die nach ihrem Blut trachten.
Evie sieht nur eine Lösung: Sie muss zu ihrer Großmutter, die ebenfalls hellseherische Fähigkeiten besitzt, doch dazu muss sie nach North Carolina gelangen. Gemeinsam mit Jack macht sie sich auf eine gefährliche Reise, die sie vollkommen verändert. Denn in Evie schlummert eine mächtige Kraft. Und sie ist nicht die Einzige. Ein uralter Kampf ist dabei sich zu wiederholen und Evie steht mitten in seinem Zentrum.
Die Idee ist ansich nicht unbedingt neu, zumindest sind viele Elemente aus bekannten Büchern übernommen, aber auf eine ganz neue Art zusammengesetzt. Was allerdings sehr stört, sind die vielen Längen, die das Buch einfach hat. Die Story zieht sich wie Kaugummi, die Spannung ist zwar da, aber kann sich nicht richtig entfalten, da vieles viel zu schleppend verläuft.
Auch die Lovestory hat mich nicht wirklich überzeugt, hier geben sich alle Klischees fröhlich die Hand.
Alles in Allem eine gute und origienelle Idee, aus bekannten Stories zusammengepuzzelt, aber etwas schleppend in der Umsetzung.

Die Erzählung der Geschichte ist interessant aufgebaut. Evie erzählt alles, was passiert ist, einem Jungen, bei dem sie anscheinend auf einen Unterschlupf hofft, denn sie ist völlig allein unterwegs. Nur an manchen Stellen springt man in die Gegenwart zurück, sodass der Großteil des Buches aus Evies Erzählungen der Vergangenheit besteht. Erst am Ende fließen die beiden Stränge ineinander.
Eine nicht ganz einfach Art, eine Geschichte zu erzählen, hier aber super umgesetzt.
Auch die düstere Stimmung wird perfekt rübergebracht, Charaktere und Erzähltempo sind aber ausbaufähig.

3,2 Punkte


Kresley Cole
© Deanna Meredith Studios
Kresley Cole lebt mit ihrem Mann in Florida. Mit ihrer paranormalen Serie Immortals after Dark eroberte sie die Bestsellerlisten und gewann gleich zweimal den RITA Award. Poison Princess ist der Auftakt ihrer ersten Jugendbuchtrilogie.