Posts mit dem Label Arena werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Arena werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 28. Juli 2014

[Rezension] Isola

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjA5dizOZbXNlAoBbbhcYY6dq1sNK2BozgaRQJF3PYEbxL50pt3A1czA1l2TJgGM133gR_Zi6HZ-BD_OlncU2y0AAMFt8LHUhvgbTYIrgQLIBffdaee5n6BWiI7N8gdn24ZhVUBdS1NtJE/s1600/Isola.jpgTitel: Isola
Originaltitel: /
Autor/in: Isabel Abedi
Reihe: /
Preis: 7,99€
Seiten: 328
Verlag: Arena
Erscheinungdatum: Juni 2007
ISBN-13: 978-3401503868
Zwölf Jugendliche, drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen. Doch bald schon wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt.


"Isola" hat früher zu meinen Lieblingsbüchern gezählt, und auch heute noch, ist es unheimlich faszinierend. Die Kullisse vor der brasilianischen Küste ist einfach ein Traum und der Showdown sorgt für ordentlich Spannung.
Davon abgesehen hatte ich die Story etwas stärker in Erinnerung, man wird eben doch älter ;)

Das Cover ist einfach perfekt. Die Linse, in der sich ein Ausschnitt der Insel spiegelt, vor dem schwarzen Hintergrund ist mehr als ein Eyecatcher. Vom Titel braucht man gar nicht reden, sowohl Insel, als auch Isolation stecken in dem Wort, zudem ist es der Name des geplanten Films. Besser geht nicht.

An die Charaktere konnte ich mich großteils noch recht gut erinnern, allerdings war ausgerechnet Protagonsitin Vera für mich die größte Enttäuschung. Sie ist sehr in sich gekehrt und verschlossen, redet so gut wie nie und lässt niemanden an sich heran. Während ich das früher sehr geheimnisvoll und faszinierend gefunden habe, geht sie mir mit ihrer Art heute eher auf die Nerven. Ich hasse es, wenn jemand nicht einfach mal den Mund aufmacht. Da kann man ja meinen sie wäre stumm...
Ansonsten bewundere ich nach wie vor die Vielfältigkeit der Figuren, die alle sehr unterschiedlich und prägnant sind, aber nicht zu einseitig. Man trifft auf die skurrilsten Persönlichkeiten, eine schräger, als die andere, und dennoch authentisch. Hier und da wäre etwas mehr Tiefe und noch mehr Infos schön, doch da Vera die meisten der Figuren nur flüchtig kennenlernt und sie zudem eine Rolle spielen, von der man nicht weiß, was Wahrheit und was Fiktion ist, hat das alles seine Richtigkeit.
Die Handlungen und Reaktionen der einzelnen Figuren erschienen mir hingegen oft merkwürdig und nicht nachvollziehbar. Wie kann man noch alleine in ein Zimmer gehen, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein Mörder frei herumläuft? Und im Gegensatz dazu in Panik ausbrechen, wenn man erfährt, dass einer von ihnen einen Mörder spielen soll?
Das war leider in meinen Augen wirklich recht oft unverhältnismäßig. Was direkt zur Liebesgeschichte führt, die ich früher absolut toll fand und die mich jetzt nur verwirrt die Stirn runzeln lässt. Gespräche gibt es eigentlich nicht. Okay, kann vorkommen, braucht es ja nicht. Aber der weitere Verlauf ist so... hirnrissig... Was allerdings wieder an Veras Art liegt, wirklich, ich konnte mit ihr gar nichts mehr anfangen.



Quint Tempelhoff, einer der erfolgreichsten Regisseure Deutschlands, plant ein grandioses neues Projekt. Zwölf Jugendliche sollen für drei Wochen auf eine einsame Insel vor der Küste Brasiliens geschickt werden, wo sie rund um die Uhr von Kameras überwacht werden. Aus diesem Material will Tempelhoff einen Film zusammenschneiden.
Bei der Ankunft auf der Insel sind die sechs Jungen und sechs Mädchen noch etwas gehemmt, doch nach und nach fällt das Gefühl, unter ständiger Beobachtung zu stehen von ihnen ab. Langsam baut sich eine gewisse Gruppendynamik auf, die Insel bezaubert sie und die drei Wochen scheinen vielversprechend zu werden.
Bis eine unerwartete Regieanweisung alles auf den Kopf stellt. Einer der Jugendlichen soll zum Mörder werden und die anderen nach und nach eliminieren. Ein harmloses Spiel, das allerdings schnell ernst wird, denn irgendwann fließt wirklich Blut...
Wie gesagt, war das Buch früher eines meiner Lieblingsbücher, und auch jetzt kann die Insel mich nach wie vor begeistern. Die schönen Szenen am Strand, die wirklich faszinierenden Figuren und das Gemisch aus Realität und Fiktion sind wirklich super. Doch dann kommt das Spiel, das eine, für mich unerklärliche Panik auslöst.
Warum alle so schockiert sind, kann ich wirklich nicht verstehen, es ist schließlich ein Spiel. Und als es dann doch irgendwann ernst wird, bleiben sie verhältnismäßig ruhig.
Wiederum genial sind die letzten 50 bis 100 Seiten die noch einmal richtig, richtig spannend werden und ein wirklich ungeahntes Geheimnis aufdecken. Dieser letzte Abschnitt deckt sich vollkommen mit meinen positiven Erinnerungen.

Ich habe mehrere Bücher von Isabel Abedi gelesen und muss sagen, ihr Schreibstil gefällt mir nach wie vor. Sie schreibt für Jugendbücher vollkommen angemessen, locker, leicht, flüssig, aber dennoch nicht anspruchslos. Ihre Kulissen sind stets ein Meisterwerk und ihrer Kreativität scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Die gründlichen Nachforschungen merkt man ihren Büchern deutlich an, wodurch sie sehr realistisch wirken.


3,9 Punkte


© Hergen Schimpf
Isabel Abedi hat 13 Jahre lang als Werbetexterin gearbeitet. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Ihr Roman "Whisper" wurde für den deutschen Jugendliteraturpreis 2006 nominiert, der Roman "Isola" war Spiegel-Bestseller. Isabel Abedi lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Sonntag, 12. Juni 2011

[Rezension] Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten

Titel: Smaragdgrün

Autor: Kerstin Gier

Verlag: Arena

Seiten: 496

Preis: 18,95€ (Gebundene Ausgabe)

ISBN 978-3401063485






Kurzbeschreibung
Gwendolyn ist am Boden zerstört. War Gideons Liebesgeständnis nur eine Farce, um ihrem großen Gegenspieler, dem düsteren Graf von Saint Germain, in die Hände zu spielen? Fast sieht es für die junge Zeitreisende so aus. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Gwennys Weltbild einmal mehr auf den Kopf stellt. Für sie und Gideon beginnt eine atemberaubende Flucht in die Vergangenheit. Rauschende Ballnächte und wilde Verfolgungsjagden erwarten die Heldin wider Willen und über allem steht die Frage, ob man ein gebrochenes Herz wirklich heilen kann ...

Quelle: amazon.de

Der dritte Teil der Edelstein-Trilogie, "Smaragdgrün", gefällt mir, bis auf ein paar etwas weit hergeholte Kleinigkeiten, sehr gut. Der Schreibstil und die Story sind so fesselnd, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen habe.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Cover
Das Cover von Smaragdgrün gefällt mir nicht ganz so gut wie das von Saphirblau. Die Farbe ist irgendwie nicht so wirklich grün, aber auch nicht ganz blau und türkis passt auch nicht so ganz. Ich finde sie sieht ein bisschen schlammig aus. Naja, eigentlich nicht, aber die Farbe ist halt nicht so mein Ding. Dafür ist aber der Spotlackdruck umso schöner.
Wie auch die anderen beiden Bände hat das Buch einen Schutzumschlag und ein Leseband. Der einzige Unterschied: Bei den anderen Büchern hatte das Buch die Farbe des Umschlags, bei Smaragdgrün ist das Buch aber eher weiß mit einem Grünstich. Die Farbe gefällt mir aber wesentlich besser als die des Umschlags, schade, dass der nicht genauso ist.

Charaktere
Mein Liebling ist nach wie vor Xemerius, auch wenn er mir jetzt eher wie der Poltergeist Peeves als wie Dobby vorkommt. Ohne ihn wäre das Buch nur halb so gut, er ist einfach göttlich.
Die anderen Charaktere sind ihrer Persönlichkeit treu geblieben, was mich sehr gefreut hat, da es häufig vorkommt, dass die Charakterzüge mit der Zeit nicht mehr so recht zu der Person passen, weil die Story sonst nicht funktioniert.
Die Charaktere haben sich dennoch weiterentwickelt, besonders Gwendolyn, die in den zwei Wochen, in denen sich die Handlung abspielt, wesentlich reifer geworden ist.

Handlung
Nach und nach lüften Gwendolyn, Gideon, Leslie und Raphael das Geheimnis hinter dem Geheimnis und stoßen dabei auf unerwartete Tatsachen. Sie setzen alles daran, aufzuhalten wofür jahrelang gearbeitet wurde. Es ist sehr schwer nicht zu viel zu verraten, aber die Story nimmt sehr spannende und unerwartete Wendungen, und bis zuletzt wäre ich nicht darauf gekommen, wie es letztendlich ausgeht.
Meinen Lieblingsteil im Buch muss ich aber noch erwähnen, ich denke aber, das wird niemandem den Spaß am Lesen nehmen. Ich sag nur: Häkelschweine ;) Eine sehr süße Idee, ich suche mir nachher gleich eine Anleitung und mach mir auch eins.

Schreibstil
Der Schreibstil hat mich diesmal noch mehr gefesselt als bei den Vorgängern, das bisschen Französisch versteh mittlerweile sogar ich, und auch die etwas komplizierten Einträge aus den Annalen der Wächter, werden mit etwas Übung verständlicher.




4,5 Punkte

Freitag, 10. Juni 2011

[Rezension] Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten


Titel: Saphirblau

Autor: Kerstin Gier

Verlag: Arena Verlag

Seiten: 400

Preis: 16,95 (Gebundene Ausgabe)

ISBN 978-3401063478





Kurzbeschreibung
Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Quellen:
amazon.de
buch.ch


Der zweite Teil der Edelsteintrilogie, Saphirblau, hat mir noch besser gefallen als der erste. Die Geschichte wird von Seite zu Seite spannender, die Charaktere immer tiefgängiger und realistischer. Ich kann es kaum erwarten den dritten Teil zu lesen und endlich zu wissen wie es ausgeht!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Cover
Das Cover gefällt mir diesmal richtig gut, besonders der schöne Blauton. Beim ersten Band war ich von dem Cover noch nicht sonderlich begeistert, aber umso öfter ich es anschaue umso besser gefällt es mir.
Auch der zweite Teil der Trilogie hat einen Schutzumschlag mit Spotlack und ein Leseband.

Charaktere
Was ich im letzten Band noch bemängelt habe, kann ich nun nur noch loben. Die Charaktere sind wesentlich tiefgängiger, wirken echter.
Besonders angetan hat es mir Xemerius, der Dämon. Ich finde ihn so unglaublich süß! Hat was von Dobby in Harry Potter. Vom Charakter natürlich nicht zu vergleichen, aber eben so ein süßer Charakter bei dem sich freut, wenn er auch nur in einem Satz auftaucht.
Gwen und Gideon haben sich im Vergleich zum letzten Teil auch gesteigert. Man hat jetzt das Gefühl, dass es wirklich Charaktere sind, und nicht irgendwelche Persönlichkeiten, die halt gerade passend waren.
Auch die Nebenfiguren wirken in Saphirblau nicht mehr oberflächlich, sondern sehr realistisch.

Handlung
Die ganze Geschichte streckt sich wieder nur über einige Tage, wodurch man etwas den Überblick verliert. Das Buch schließt nahtlos an den letzten Teil an, beginnt also mit dem Kuss in der Kirche. So findet man sich sehr schnell zurück in die Story und kann das Buch von Anfang bis Ende genießen.
In diesem Teil geht es hauptsächlich darum, dass Gwendolyn sich auf zwei Treffen in der Vergangenheit mit dem Grafen von Saint Germain vorbereiten muss. Diese Treffen laufen anders als geplant, und zu allem Überfluss verhält sich Gideon mehr als merkwürdig, denn er macht nicht selten Gwens Cousine Charlotte schöne Augen, weshalb Gwen sehr mit ihrer Eifersucht zu kämpfen hat. Auch was Gwendolyn vom Grafen erfährt ist für sie ein schwerer Schlag.

Schreibstil
Am Schreibstil gibt es wieder nichts zu meckern, außer vielleicht das immer wieder auftauchende Latein und Französisch, wovon ich nichts verstehe. Lässt sich ja aber schnell googeln und ist meistens auch nicht sonderlich wichtig für die Story, weshalb es nicht schlimm ist, wenn man mal ein Wort nicht weiß.


4,5 Punkte

Sonntag, 5. Juni 2011

[Rezension] Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten

Titel: Rubinrot

Autor: Kerstin Gier

Verlag: Arena

Seiten: 345

Preis: 15,95 (Gebundene Ausgabe)


ISBN 978-3401063348






Kurzbeschreibung
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Quelle:
amazon.de
hierschreibenwir.de

"Rubinrot" ist der erste Teil der Edelsteintrilogie. Das Buch war zunächst nicht sehr spannend, was sich gegen Ende jedoch geändert hat. Die Liebesgeschichte kam, meiner Meinung nach, etwas zu kurz. Auch die Geschichte war nicht so, wie ich es aufgrund des Klappentextes erwartet habe. Trotzdem hat mir das Buch recht gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Cover
Das Cover fand ich auf den ersten Blick nicht sonderlich ansprechend. auf den zweiten Blick erkennt man aber sehr süße Details, wie zum Beispiel die beiden Fledermäuse ganz oben auf dem Cover. Es ist nicht das beste, aber auch nicht das schlechteste Cover das es gibt.
Das Cover ist auf einen Schutzumschlag gedruckt, Buchdeckel und -rücken sind zartrosa, wie der Hintergrund des Covers.
Das Cover ist mit Spotlack versehen, und das Buch hat ein Leseband.

Charaktere
Die Charaktere fand ich, wie schon in meinem letzten Buch von Kerstin Gier, etwas zu oberflächlich. Die Hauptfiguren wurden aber mit der Zeit etwas vielschichtiger.
Die Personen haben Ecken und Kanten, was mir sehr gut gefällt.
Die Familie der Hauptperson, sowie die anderen Figuren, sind zunächst etwas verwirrend, da es sehr viele sind. Man findet sich aber mit der Zeit gut zurecht und wenn man große Probleme hat, hilft eine Personenbeschreibung hinten im Buch.

Handlung
Gwendylon hat das Zeitreisegen ihrer Familie geerbt, obwohl zunächst alle ihre Cousine Charlotte für die Genträgerin halten. Überraschend springt Gwendylon in die Vergangenheit, woraufhin sie in eine geheime Mission verstrickt wird. Völlig unvorbereitet wird sie in das Geschehen geworfen, wovon man bis zum Schluss eigentlich nicht weiß, worum es geht.
Am Anfang zieht die Geschichte sich ziemlich, bis Gwendolyn ihren ersten Zeitsprung hinter sich hat. Die Geschichte ist leicht zu verstehen und gut zu lesen, allerdings waren die eingeschobenen Infos am Ende jedes Kapitels am Anfang recht verwirrend, weil man nicht so genau weiß, was das ist.

Schreibstil
Der Schreibstil ist genial. Man taucht vollkommen in die Geschichte ein, die Sätze klingen flüssig und sind einfach zu verstehen. Auch die Wortwahl ist recht einfach, wirkt aber nicht unbeholfen oder langweilig.

4,0 Punkte

Freitag, 27. Mai 2011

[Rezension] Lucian

Titel: Lucian

Autor: Isabel Abedi

Verlag: Arena Verlag

Seiten: 553

Preis: 18,95€ (Gebundene Asugabe)

ISBN 978-3401062037








Kurzbeschreibung
Becky, hast du dir eigentlich mal überlegt, dass Lucian vielleicht ... kein ... Mensch ist?
Ich senkte den Kopf.
Nein, flüsterte ich.
Aber was ich dachte, war: Ja.

Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.
Der neue Roman von Bestsellerautorin Isabel Abedi. MAGISCH.

Quelle: amazon.de


"Lucian" habe ich in nur zwei Tagen verschlungen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich nichts gemacht habe außer dazusitzen und zu lesen, bis ich halb am verdursten war und wir der Eile fast noch das Glas fallen lassen hab. Das Buch lässt sich wirklich prima mit diesem einen Wort beschreien: MAGISCH.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Cover
Das Cover ist ähnlich gestaltet wie auch die anderen Bücher von Isabel Abedi. Es ist, meiner Meinung nach, nicht das stärkste Cover, aber lässt den Inhalt erahnen und strahlt schon die Magie der Geschichte aus, sodass man sich fühlt, als würde das Buch einem zuflüstern wie in Cornelia Funkes "Tintenherz".

Charaktere
Wie bei allen Büchern von Isabel Abedi, sind die Figuren so lebensecht, dass man sie für lebendig hält. Sie haben Ecken und Kanten, gute sowie schlechte Seiten, und Isabel Abedi schafft es, ihre Figuren mit nur ein paar wenigen Wörtern zum Atmen zu bringen.
Mit den Hauptfiguren Rebecca und Lucian kann man so mitfühlen, dass man sehr häufig vergisst, dass diese Beiden nicht wirklich existieren.
Besonders angetan hat es mir auch Suse, Rebeccas beste Freundin. Auch sie hat ihre Fehler, aber Rebecca kann sich glücklich schätzen, eine Freundin wie sie zu haben.
Wen ich auch ganz toll fand, waren die Wellensittiche John Boy und Jim Bob. Ich konnte sie praktisch vor mir sehen und ich weiß noch, an einer Stelle des Buches habe uch kurzzeitig wirklich gedacht ich würde sie zwitschern hören. Bis mir wieder aufgefallen ist, dass ich immernoch in meinem Zimmer sitze, mit meinen eigenen zwei Wellensittichen direkt neben mir.
Auch der unwichtigste Nebencharakter bekommt von Isabel Abedi eine so unverwechselbare Persönlichkeite, wie man es in keinem anderen Buch findet. Die Personen scheinen nicht nur als würden sie atmen. Sie atmen wirklich!

Handlung
Auch in "Lucian" erzählt Isabel Abedi alle Geschehnisse bis ins kleinste Detail. Das liegt dem Leser, oder eben nicht, aber ich kann davon nicht genug bekommen. Auch "unwichtige" Dinge, wie Rebeccas Zeit in der Schule werden nicht außer Acht gelassen, wodurch man ihr Leben mit ihr leben kann.
Die Handlung ist spannend und immer wenn man denkt, man weiß wie es weitergeht, kommt es doch ganz anders.
Die Geschichte entwickelt sich in eine völlig andere Richtung als ich erwartet habe und ich bin so unglaublich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es ist endlich wieder etwas völlig anderes, nach dem Haufen Vampirromane, die man im Moment um die Ohren geworfen bekommt. Ich kenne zumindest kein vergleichbares Buch.

Schreibstil
Isabel Abedi ist eine der wenigen Autorinnen, die es schafft, mit ihren Sätzen wirklich Bilder zu malen. Ihre Worte haben einen so wundervollen Klang, dass man praktisch nur so durch die Seiten fliegt.
Ich habe vielleicht noch nicht so viele Bücher gelesen, wie viele Menschen hier, die wesentlich älter sind als ich, aber ich bin mir sicher, dass dieser lebhafte Erzählstil von Isabel Abedi etwas ganz besonderes ist.
4,8 Punkte