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Sonntag, 19. November 2017

Mieze Undercover - Mina Teichert

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Michaela Moll – von allen nur Mieze genannt – hat einen liebevollen Ehemann, eine süße Tochter und ist hauptberuflich Hausfrau. Allerdings ödet sie ihr Alltag zwischen Bauklötzen und Mutti-Stammtisch mehr und mehr an. Um wieder etwas Abwechslung in ihr Leben zu bringen, bewirbt sie sich kurzerhand um einen Bürojob im Polizeirevier – und wird prompt eingestellt. Wie es der Zufall so will, platzt die schlagfertige Blondine gleich an ihrem ersten Arbeitstag in einen Undercovereinsatz in einer Table-Dance-Bar. Zum Glück weiß sie sich zu helfen und tanzt sich als sexy Pole-Dancerin mal eben aus der Bredouille – was ihr umgehend eine Beförderung zur verdeckten Ermittlerin im Rotlichtmilieu einbringt. Den Balanceakt zwischen ihrem Alltag als Mama und ihrer Geheimexistenz als Undercover-Agentin meistert Mieze fortan mit jeder Menge Charme, einer beeindruckenden Beobachtungsgabe und viel Witz – und sorgt für heitere Krimiunterhaltung vom Feinsten.

Was macht man, wenn völlig überraschend ein Quietsch-Rosa Paket vor der Tür liegt und man plötzlich mit dem Katzen-Krimi dasitzt, von dem man zugegebener Maßen noch nicht einmal gehört hat? In meinem Fall: Man freut sich tierisch über die pinke Pracht, aber schenkt dem Barbie-Krimi maximal einen skeptischen Blick. Ein Krimi? Nicht mein Ding. Die Katze als Hauptfigur? Hm, okay. Was erwartet man da? Eher nicht so viel.
Trotzdem hat es mich ständig in den Fingern gejuckt und ich dachte, gut, ein winziger Blick kann ja nicht schaden. Und schon war ich bei der Hälfte des Buches angelangt. Das einfach nur super ist und wohl die positivste Überraschung, die ich jemals in die Hände bekommen habe.
In Michaela Moll sieht man Daniela Katzenberger wirklich direkt vor sich. Ich mag Daniela, ich habe aber weder eine ihrer Shows verfolgt, noch bin ich sonst irgendwie der groß informierte Fan. Zur Einstimmung konnten ein paar YouTube Clips also nicht schaden. Und was soll man sagen? Die Autorin trifft mit der süßen Art und dem losen Mundwerk ihrer Protagonistin absolut ins Schwarze.
Und auch die Story ist lange nicht der blonde Mist, den ich erwartet hätte. Mit unheimlich viel Witz und Charme entführt uns Mina Teichert in eine Welt voller Intrigen, jeder Menge Drogen und skrupelloser Verbrecher. Ich bin absolut begeistert, wie mitreißend die Geschichte aufgebaut ist, wie ausgereift die zahlreichen Figuren sind und wie viele Überraschungen den Leser hier erwarten.
Was soll ich sagen? Ich bin total hin und weg, was für ein unterhaltsames Buch mir hier ins Haus geflattert ist und ich freue mich jetzt schon darauf, noch mehr von Mieze zu lesen!

Donnerstag, 17. August 2017

Rock my Soul - Jamie Shaw

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Er ist ein Rockstar und verdreht jeder den Kopf – doch um sie für sich zu gewinnen, muss er sich richtig ins Zeug legen …

Als Kit Larson Shawn Scarlett das erste Mal Gitarre spielen sieht, ist es um sie geschehen! Doch nach einer verhängnisvollen Party wird Kit klar, dass sie für den hinreißenden Typen mit den grünen Augen nie mehr sein wird als ein One-Night-Stand. Die Liebe zur Musik aber lässt sie nie wieder los, und als Kit Jahre später erfährt, dass Shawns inzwischen sehr erfolgreiche Band The Last Ones to Know einen neuen Gitarristen sucht, kann sie nicht widerstehen und spielt vor. Kurz darauf erhält sie die Zusage und ist überglücklich. Doch das heißt auch, dass sie Shawn, den sie nie vergessen konnte, von jetzt an jeden Tag sehen wird …

Nach dem durchwachsenen zweiten Band bin ich eher mit Vorsicht an diesen Teil der Reihe herangegangen. Und ja, ich habe wirklich etwas gebraucht, um mich in die Story und besonders in Hauptperson Kit hineinzufinden.
Im Vergleich zu Dee und Rowan ist Kit eher der draufgängerische Typ und dank ihrer vier Brüder (wie quasi ständig erwähnt wird) überhaupt nicht mädchenhaft. Was mir ehrlich gesagt eigentlich nicht so vorkommt, aber das nur am Rande.
Einmal in der Story angekommen entwickelt sich Kit allerdings nach und nach zu meiner persönlichen Favoritin, die in erster Linie durch ihre Entschlossenheit und besonders durch ihre Reife glänzt, die an Rowan und Dee ja eher vorbeigegangen ist.
Auch Shawn näher kennenzulernen ist toll, da er bisher ja leider sehr im Hintergrund geblieben ist.
Was direkt zu meinem eigentlich größten, wenn nicht gar einzigen Kritikpunkt führt: Die anderen Charaktere bleiben einfach zu blass und passiv. Selbst die Figuren, die man bereits aus den Vorgängern kennt, verlieren ihre markante Note und ihren Wiedererkennungswert und sind kaum mehr als dekoratives Beiwerk.
Ansonsten ist die Story wirklich top, wenn auch leichtere Kost als beispielsweise die Rockstarreihe von Nalini Singh, der man deutlich mehr Recherche anmerkt, und die dadurch wesentlich realistischer ist. Das Rockstarleben in dieser Reihe ist doch sehr von Klischees geprägt und kratzt nur an der Oberfläche der Realität.
Dennoch meinerseits wieder eine klare Leseempfehlung für alle Rocker-Bräute und die, die es einfach gerne wären.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Frühlingsglück und Mandelküsse & Fliedersommer

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Die junge Wienerin Charlotte Paul, genannt Charlie, hat einen Traumjob als Patissière im Hotel Elisabethhof und mit ihrem Freund Eddie einen Traumgatten in spe. Die Zukunft scheint süß wie Zuckerguss. Doch dann erhält Charlie einen neuen Chef, und gleich beim ersten Zusammentreffen gerät sie mit Daniel Eppensteiner aneinander. Auch privat kriselt es, nachdem sich der fesche Eddie immer mehr als Albtraummann entpuppt. Als Charlie dann noch gegen den Willen ihres Chefs eine Petit-Fours-Messe in ihrem Hotel ausrichten will, ist das Chaos perfekt. Das Leben hält aber nicht nur böse Überraschungen für Charlie bereit. Manchmal kommt auch das Glück ganz unverhofft …

Sieht doch nach einer wundervollen, süßen Lektüre zum Zeitvertreib während der Prüfungsphase aus, oder? (Ja, während. Lernvermeidungsstrategie und so.)
Dafür ist das Buch auch optimal geeignet, bei den ganzen süßen Leckereien schüttet man schon automatisch Glückshormone aus. Wäre nur die Hauptfigur nicht so endlos nervig, verbohrt, hilflos, und von Mr. Eddie geblendet. Aber gut, würde die gute Charlie sich nicht anstellen wie ein dümmliches kleines Huhn, wäre die Story ja auch nach den ersten 100 Seiten gegessen. (Essen. Da ist es wieder.)

Der schreckliche (Ironie) neue Chef ist selbstverständlich der lang vermisste Traummann. Auch wenn den beiden natürlich tausend Steine in den Weg gelegt werden, damit irgendwie eine Story daraus wird. Dazu ist Eddie nicht nur einfach nicht der Richtige... Er ist schlichtweg ein Arschloch vom Feinsten. Traurig, wenn man Ende 20 nicht in der Lage ist, so einem Vollidioten den Laufpass zu geben.

Alles in allem: Schönes Buch, tolle Atmosphäre, yummi Futter, aber einfach nur eine schrecklich unnötig dramatische Lovestory.


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Holly Swifts größter Traum wird wahr, als ihr eine Stelle auf Wickham Hall angeboten wird. Gemeinsam mit Ben, der Hollys Herz auf Anhieb höherschlagen lässt, organisiert sie die schillernden Sommerfeste und Hochzeiten auf dem prächtigen Anwesen, das Zeit ihres Lebens ein besonderer Ort für sie war. Bereits als Kind ist sie durch die Gärten und Gänge des Schlosses gewandert. Doch welche Geheimnisse das Gemäuer wirklich für sie bereithält, muss Holly erst noch erfahren ...

Nachdem "Frühlingsglück und Mandelküsse" so eine endlose Enttäuschung war, habe ich parallel zu diesem wunderschönen Exemplar gegriffen. (Das war auch das Einzige, was mich motiviert hat, mich weiter mit Charlie rumzuschlagen.)

Hier haben wir es mit einer völlig anderen Hauptfigur zu tun. Holly ist zielstrebig, talentiert, ambitioniert, hat ein gesundes Selbstbewusstsein und ein großes Herz. Und das gepaart mit einem so natürlichen Touch, dass man sich einfach wünscht, sie selbst einmal kennenlernen zu dürfen.

Auch hier gibt es natürlich einen männlichen Gegenpart, denn wozu würde frau denn auch sonst nach diesen Büchern greifen. Im Gegensatz zu unserem Negativbeispiel (ich sollte aufhören, ständig darauf zurückzukommen) ist zwar auch hier von Anfang an klar, dass die beiden zusammenkommen... Aber der Weg dorthin ist einfach viel schöner, voller zart aufkeimender Gefühle, realistischen Umwegen und jeder Menge Herzblut.

Eingebettet ist die Romanze in eine unheimlich schöne und detailreiche Familiengeschichte (beziehungsweise gleich mehrere). Ich liebe es, wenn mehrere Handlungen ihren Platz in der Geschichte finden, besonders, wenn sie so schön zusammenfließen wie hier.

Hinzu kommt noch das malerische und schon fast magische Setting, das direkt zum Träumen einlädt. Hollys Liebe zu dem Anwesen ist auf jeder einzelnen Seite spürbar.

Einziges Manko hier: Die total verkitschte Schlussszene, die mir etwas zu viel des Guten war. Aber gut, mit einem schwachen Kapitel kann man durchaus leben.

Samstag, 10. Juni 2017

[Rezension] Im Land der Orangenblüten, Linda Belago

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Rotterdam 1850: Die junge Julie Vandenberg verliert bei einem tragischen Unfall ihre Eltern. Ihr Onkel übernimmt die Vormundschaft - jedoch nur, um Julies große Erbschaft im Blick zu behalten. Als sie achtzehn Jahre alt ist, verheiratet er sie mit seinem Geschäftspartner Karl Leevken, bei dem er Schulden hat und der durch Julies Mitgift besänftigt werden soll. Julie ist nun an einen Mann gebunden, den sie kaum kennt. Wenige Tage nach der rasch arrangierten Hochzeit folgt sie ihm in die niederländische Kolonie Surinam in Südamerika, wo Karl sehr erfolgreich eine Zuckerrohrplantage betreibt. Welches Schicksal wird sie in jenem fernen tropischen Land erwarten?

Lust auf eine Reise nach Südamerika in die tropische Wildnis von Surinam? In ein Land voller exotischer Tiere, verheißungsvoller Träume und prächtiger Plantagen? "Im Land der Orangenblüten" ist ein wundervolles Buch für den Sommer und lädt durch die zahlreichen Handlungsstränge und die atemberaubende Kulisse zu vielen entspannten Stunden in der Sonne ein.

Ganz so heiter und fröhlich geht es in der Geschichte selbst allerdings nicht zu. Der Schicksalsschlag, der der kleinen Julie die Eltern genommen hat, bleibt bei Weitem nicht die einzige dramatische Szene in diesem Buch. Vielmehr wird man mit den fürchterlichen Zuständen in Surinam konfrontiert. Mit dem menschenverachtenden Verhalten den Sklaven gegenüber, mit dem skrupellosen Umgang von Männern ihren Frauen gegenüber und mit den weitreichenden Problemen, die das schwierige Klima mit sich bringt.

Nein, "Im Land der Orangenblüten" ist kein Friede, Freude, Eierkuchen Roman. Doch er schafft es, den Leser in die Welt von Julie und vielen weiteren Figuren zu entführen. Wir erhalten, wie bei vielen Romanen dieser Art üblich, Einblicke in das Leben und die Gedanken der verschiedensten Charaktere und können Surinam somit mit all seinen Facetten, Tücken, aber auch in all seiner Schönheit erleben.

Für Fans von historischen Romanen mit exotischem Flair definitiv eine wundervolle Lektüre.

Dienstag, 6. Juni 2017

[Rezension] Blutrosen - Monika Feth

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Sie kann ihm nicht entkommen. Er liebt sie.


Romy ist leidenschaftlich verliebt, als eine Recherche ihr vor Augen führt, was aus Liebe werden kann: Sie begegnet der neunzehnjährigen Fleur, die sich vor ihrem Freund Mikael und seiner gefährlichen Eifersucht in ein Kölner Frauenhaus geflüchtet hat. Gerade als Fleur beginnt, sich dort sicher zu fühlen, geschieht ein Mord, und sie weiß, dass Mikael sie gefunden hat. Für Romy beginnt ein Wettlauf mit der Zeit ...

...
Ehrlich gesagt ist es alles andere als einfach, die Gedanken zu einem solchen Buch in Worte zu fassen. So vieles könnte man dazu sagen. "Eines der besten Bücher von Monika Feth!", "Brillant, wie all die Vorgänger!", "Nervenkitzel von Anfang bis Ende!"...

Aber nichts davon würde dem gerecht werden, was dieses Buch in einem lostritt. Und genau darin liegt die Stärke von Monika Feths Thrillern im Allgemeinem und "Blutrosen" im Besonderen. Sie treffen einfach mitten in die Seele. Obwohl ich hier ganz klar sagen muss: Dieser Band hat mich von allen wirklich am tiefsten berührt. Selten ist mir eine Geschichte so nahe gegangen. Durch Mark und Bein und direkt ins Herz.

Monika Feth ist schlicht und ergreifend eine einzigartig talentierte Autorin, die ihre Figuren in Fleisch und Blut aufs Papier bringt. Sie fühlen sich nicht nur real an. Und so klischeehaft das auch klingen mag: Sie erwachen wirklich zum Leben.

Fleurs Geschichte geht zu tief, um sie einfach platt zu beschreiben und die Handlung zusammenzufassen. Es ist nicht einfach ein "Wettlauf mit der Zeit", ein netter kleiner Mord am Rande in einem spannenden Thriller. Fleurs Geschichte ist einfach zu echt, um sie so einfach abzukanzeln. Ich kann jedem Einzelnen von denen, die das hier lesen nur wärmstens ans Herz legen: Lest bitte dieses Buch. Es ist schlichtweg unbeschreiblich.

Sonntag, 7. Mai 2017

Rock my Body, Jamie Shaw

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Er ist ein Rockstar und erobert alle Herzen – doch an ihr könnte er sich die Finger verbrennen …


Als Dee Dawson das erste Mal auf den sexy Gitarristen Joel der Band The Last Ones To Know trifft, weiß sie eines ganz genau: Auch ihn wird sie in kürzester Zeit um den Finger gewickelt haben! Schließlich konnte ihr noch nie ein Mann lange widerstehen. Aber in Joel hat sie ihr Gegenstück gefunden, denn auch er hat den Ruf, nichts anbrennen zu lassen. Zwischen ihnen sprühen sofort die Funken – in jeder Hinsicht, denn beide haben ihren ganz eigenen Kopf und klare Ansichten, was sie von festen Beziehungen halten. Und doch muss sich Dee bald eingestehen, dass sie mehr sein will, als nur Joels Affäre …

Erinnern wir uns an dieser Stelle doch bitte einmal an Adam und Rowan zurück und versinken in entzückten Seufzern. Diese Ausstrahlung mimi, dieser Look mimi, dieser sexy-süß-verruchte Touch yumyum...
Und vergleichen das dann mit Joel und Dee. Arschloch-Kerl pfui, Jammer-Huhn pfui, unnötiges Drama pfui.
Monatelang habe ich mir nach dem zweiten Band die Finger geleckt und jetzt sitze ich hier.. und weiß absolut nicht, was ich von der Story halten soll.
Dee und Joel sind verrückt nacheinander. Das sieht ein Blinder mit Krückstock. Aber anstatt über ihre verbohrten Schatten zu springen, bringen sie sich doch lieber ständig gegenseitig auf die Palme, machen sich mit anderen Typen/Weibern gegenseitig bis zum Zusammenbruch eifersüchtig und streiten jegliche Art von tieferen Gefühlen ab.
Dee verhält sich wie die komplette Bi**. Tut mir leid, aber es ist so. Nicht, dass mir mini-Stock-im-Arsch-Rowan mehr zusagt, einen leichten Hauch Baby-Bitch finde ich durchaus nett, aber Dee ist einfach nur billig.
Das bedenkend könnte man sagen, Joel passt echt perfekt zu ihr. Offensichtlich keine Ansprüche, nimmt jedes Groupie mit, das seinen Weg kreuzt und reibt Dee das schön unter die Nase. Da könnte ich ausrasten. Dee liegt regelmäßig auf dem Boden und heult. Aber nein, natürlich lassen wir die Sache nicht a) einfach bleiben oder b) sagen dem Trottel in sein dummes Gesicht, woran er ist. Wir leiden lieber wimmernd in unserer Höhle und graben im Gegenzug den letzten Depp an, den wir finden können.
Meine Güte, das Buch kostet Nerven.
Ich würde ja gern sagen, dass ich es scheiße finde. Aber das tue ich nicht. Ja, all die Sachen regen auf bis zum geht nicht mehr. Aber die Parts dazwischen? Die streicheln meine Rockstar-Sucht und mein Mimi-Liebe-Herz. Und irgendwie gefällt es mir doch. So unverbesserlich wie mein Männergeschmack.

Montag, 10. April 2017

Der Prinz der Elfen & Paper Princess

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Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …

Ein magisches Setting, ein sagenumwobener Glassarg mitten im Walt und einzigartige Charaktere. Leider gepaart mit einer eher schwachen Story, die zunehmend an Fahrt verliert und durch manche Formulierungen eher für hochgerollte Zehennägel, als für spannende Lesestunden sorgt.
Fairfold war noch nie normal. Es ist sogar alles andere als normal. Es liegt am Rand zur Elfenwelt und die scheuen nicht davor zurück, hin und wieder über die Grenze zu schlüpfen.
Schon als kleine Kinder haben Ben und Hazel Jagd auf die unheimlichen Wesen gemacht. Besonders Hazel ist mit dieser Aufgabe aufgeblüht und hat so manches Ungeheuer aus dem Weg geräumt. Doch der Umgang mit den Elfen birgt so manche Gefahr, die Hazel in ihrem jungen Alter vollkommen unterschätzt hat.
Als Fairfold vom Monster des Waldes heimgesucht wird, fühlt Hazel sich verpflichtet, ihre Stadt, und damit alle, die sie liebt, zu retten. Doch was hat der beste Freund ihres Bruders damit zu tun? Und warum ist der Elfenprinz plötzlich aus seinem Glassarg verschwunden?
Ein interessanter Plot, von dem ich mir deutlich mehr erhofft hatte. Allerdings ist das Buch recht kindlich und wohl eher für jüngere Leser geeignet (die allerdings, was Blut angeht, hart im Nehmen sein sollten!). Mich konnte die Story leider nicht vom Hocker reißen und ich muss gestehen: Wenn ich noch gefühlte 5000 Mal öfter hätte "Sir Hazel" lesen müssen, wäre das Buch in eine Ecke geflogen.


Da unten wirds eventuell nicht ganz jugendfrei. Hat ja seine Gründe, warum das Prinzlein über der Prinzessin platziert wurde.



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Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …


Na, was haben wir denn da? Mal wieder ein Hype, den ich absolut nicht nachvollziehen kann? Yup. Genau das.
Zugegeben, ich habe dem Buch wirklich krampfhaft eine Chance gegeben und die ersten 6 Stunden tapfer angehört (ich habe die Hörbuch-Ausgabe), auch wenn ich in der Story noch nicht so recht einen Sinn erkennen konnte. Ich meine hey, das kann ja noch werden, so bei der Hälfte. Ich bin schließlich ein positiver Mensch.
Aber dann. Ohja, dann kommt der möchtegern-erotische Teil. Und bei der Szene, wo der ach so heiße Royal Ella anbietet, ihr Sexsklave zu sein, sich aus seinen Klamotten schält und mit gewissen Körperteilen wedelt und Ella daraufhin total begeistert vor sich hin stolpert... Ja, da war es bei mir dann vorbei. Ich wusste nur nicht, ob ich lachen (weil schlichtweg lächerlich), oder weinen (weil schlichtweg lächerlich) sollte. Ich habe ja schon so manche grausame erotische Szene über mich ergehen lassen. Aber das war wirklich. Einfach. Nur. Schlecht. Man soll ja nicht böse sein... Aber ich stelle mir doch die Frage, was die Autorin da a) für komische Fantasien hat und b) für ein trauriges Sexleben.

Sonntag, 26. März 2017

[Rezension] Caraval - Stephanie Garber


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Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...

Lust auf eine Mischung aus "Das Kabinett des Doktor Parnassus" mit einem Schuss "Alice im Wunderland"? Dann nichts wie ab nach Caraval!
Die Geschichte ist deutlich düsterer als man anhand des Klappentextes erwarten würde. Und um ein Vielfaches spannender! Alle Spieler werden deutlich gewarnt: Lasst euch nicht zu weit davontragen. Denn Caraval vermischt Magie mit der Wirklichkeit und niemand weiß: was ist echt? Wer spielt nur eine Rolle? Ist das Spiel realer, als einem lieb ist? Und eines kann ich euch versprechen: Auch als Leser hat man keinen blassen Schimmer. Wir begleiten Scarlett auf ihrem Abenteuer. Hoffen und bangen mit ihr und sind der Verzweiflung ebenso nahe, wie sie selbst. Begründet? Welches Spiel spielt Legend, der Gründer von Caraval? Bis zum Ende wissen wir es nicht. Und selbst dann lichten sich die Geheimnisse nicht völlig.
Ich bin absolut von den Socken, wie gekonnt die Autorin ihre Leser an der Nase herumführt. Man ist Protagonistin Scarlett nie auch nur einen winzigen Schritt voraus.
Zum Glück ist nicht nur der Handlungsverlauf restlos genial, auch die Figuren sind unheimlich interessant und nur schwer zu durchschauen. Dennoch wachsen sie einem ans Herz, obwohl sie so schwer zu fassen sind. Teilweise wirkt es extrem überzogen. Ob kitschig oder zu einseitig böse.. Aber auch hier stellt sich erneut die Frage: Was davon ist echt und was nur gespielt?
Hinzu kommt das durch und durch zauberhafte Setting, das durch die vielen liebevollen Details zum Spielplatz der Fantasie wird. Ein super Buch in jeder Hinsicht, dass nur durch einige wenige zähe Kapitel ein wenig die Begeisterung trübt. Trotzdem eine klare Empfehlung meinerseits und ich hoffe, wir werden uns nicht lange mit diesem Ende begnügen müssen!

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Freitag, 10. März 2017

[Rezension] Abendsonne - Die Wiedererwählte der Jahreszeiten, Jennifer Wolf

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Als eine gewöhnliche Tochter der letzten bewohnbaren Stadt auf Erden gehört Daliah eigentlich aufs Feld. Dort pflückt sie von klein auf Lavendelblüten und unterstützt ihre Familie. Doch dann wird sie von Göttin Gaia dazu auserkoren, ihre vier Söhne kennenzulernen. Für einen von ihnen muss sie sich entscheiden und sich hundert Jahre an ihn binden. Auf wen wird ihre Wahl fallen? Den verspielten Frühling, den selbstsicheren Sommer, den tiefgründigen Herbst oder den verschlossenen Winter?

Bei dem mageren Klappentext darf man ja nicht zu viel verraten, was zugegebenermaßen nicht ganz einfach ist, ohne zu spoilern. Also begnüge ich mich brav mit ein paar wenigen Andeutungen. Der Winter ist ja schon versorgt, also ist der gute Nevis schon einmal raus. Bleiben noch drei übrig. Für einen von ihnen hat die Göttin Gaia die Bauerntochter Daliah erwählt. Ein absoluter Einzelfall, denn bisher kamen die Mädchen immer und ausschließlich aus dem Orden. Warum also das Ganze? Tja, das wurde in Band 1 schon angedeutet und an dieser Stelle muss man dann auch schon die Klappe halten.
Jedenfalls ist auch "Abendsonne" ein wundervolles Buch und ebenso lesenswert wie "Morgentau", wenn auch nicht ganz so dramatisch rührend. Obwohl es prinzipiell der gleiche Handlungsverlauf ist, ist die Geschichte trotzdem völlig anders und auf ihre ganz eigene Art herzerweichend schön.
Daliah ist ganz anders als Maya. Ein richtiger Wirbelwind mit jeder Menge Feuer im Hintern. Aber genauso liebenswert. Natürlich treffen wir auch bereits liebgewonnene Figuren aus dem ersten Band wieder, die ihrer Linie treu bleiben und für viel Freude sorgen.

 
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Dienstag, 7. März 2017

[Rezension] Spellcaster - Düstere Träume, Claudia Grey

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Das Böse kommt – in Captive's Sound ist es ganz nah …

Ein Junge, der von dunklen Visionen gequält wird. Ein Mädchen mit der magischen Gabe, ihn zu retten. Das Böse, das sie beide vernichten will.

Mateos Visionen bringen ihn fast an den Rand des Wahnsinns. Es ist ein dunkler Familienfluch, der seine Mutter in den Tod getrieben hat und nun auch ihm zum Verhängnis werden könnte. Immer wieder sieht er in seinen Träumen ein schönes, sterbendes Mädchen … und jetzt ist dieses Mädchen wirklich da! Mit ihrem Vater und ihrem Bruder ist Nadia nach Captive’s Sound gezogen. Mateo ahnt, was kommen wird: Auf magische Weise sind er und Nadia füreinander bestimmt. Doch ihr Ende ist ungewiss …

Der Anfang des Buches wirkt wie Twilight 2.0. Auch mal wieder. Was "Spellcaster" allerdings im Vergleich zu so vielen anderen Büchern schafft, ist die Entwicklung einer doch ganz eigenen und neuen Geschichte. Fans von Evermore werden hier auf jeden Fall auf ihre kosten kommen!
Magie, jede Menge Boshaftigkeit, Spannung und dunkle Mächte tummeln sich auf den Seiten dieses Buches. Spannende Wendungen sorgen für die Extraportion Nervenkitzel. Zudem streut die Autorin jede Menge Hinweise auf größere Zusammenhänge ein, an denen auch der Leser herumknobeln kann, denn man ist den Figuren nur selten einen Schritt voraus.
Mateo, dessen Familienfluch in jeder Generation ein Opfer gefordert hat, traut seinen Augen kaum, als das Mädchen, von dem er schon seit Ewigkeiten träumt, plötzlich wirklich auftaucht. Doch sie steht nicht einfach nur vor ihm: Sie befindet sich in tödlicher Gefahr, wie in jedem seiner Träume. Sollte er sich von ihr fernhalten, um sie zu schützen? Oder ist er der Einzige, der sie vor ihrem Schicksal retten kann?
Und wer ist Nadia, das Mädchen, dessen Mutter plötzlich scheinbar ohne Grund verschwindet? Hat sie etwa Verlaines Auto schweben lassen?
Die Figuren überzeugen durch ihre Authentizität und ihre so unterschiedlichen Charaktere. Sie alle bergen ihre Geheimnisse und Überraschungen, die für mich das Highlight an dem Buch waren. Man weiß nie was passiert, wer noch welche Rolle spielen wird und ob das Böse Captive´s Sound doch noch zerstören wird. Ich bin super gespannt auf die Fortsetzung!

 
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Freitag, 3. März 2017

[Rezension] Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten, Jennifer Wolf


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Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?

Das Buch hat mich wirklich zu Tränen gerührt und das gleich mehrmals! Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, dass sich auf diesen paar Seiten eine so wunderschöne und romantische Geschichte versteckt. Schnell die Tränchen verdrückt und den zweiten Band bestellt :D
In nicht allzu fernen Zukunft schaffen es die Menschen endgültig, die Welt zu zerstören. Nur noch ein kleiner Teil, das ehemalige Schweden, wurde von der Göttin Gaia gerettet und ist nach wie vor bewohnbar. Alle hundert Jahre wählt sie aus den Menschen dort, genauer gesagt aus den Töchtern der Hüterinnen des Ordens, ein Mädchen aus, dass die neue Frau eines ihrer Söhne wird.
Denn der Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind mehr als nur vier Jahreszeiten. Vier grundverschiedene aber durchweg atemberaubend attraktive Götter, die in jedem Jahrhundert aufs neue um die Gunst der Auserwählten kämpfen. Maya kommt in den Genuss, sie alle kennenzulernen, doch für wen wird sie sich entscheiden? Und was, wenn ihr Herz und ihr Kopf ihr völlig verschiedene Dinge sagen?
Ich kann nur eines sagen: Diese Liebesgeschichte ist unglaublich. Die komplette Atmosphäre ist einfach atemberaubend schön und auch die Figuren sind zum Greifen echt.
Zugegeben, einiges hätte ich persönlich anders gemacht. Angefangen bei der Tatsache, dass die Geschichte in der Zukunft spielt. Um das alles wirklich zu untermauern und zu erklären wären wohl ein paar Seiten mehr nötig. Warum also nicht einfach eine reine, an die Menschheit angelehnte, Fantasy-Geschichte daraus machen?
Zudem bin ich immer über den Namen "Maya" gestolpert. Er passt einfach nicht zum Rest. Aviv, Sol, Jesien, Nevis, Gaia,... und dann Maya. Das ist, als würde Kevins, Serafinas und Jacquelines kleiner Bruder plötzlich Karl-Heinz heißen.
Aber bis auf diese Kleinigkeiten (die mich dafür wirklich gestört haben) ist dieses Buch einfach traumhaft und ich muss sofort wissen, wie es weitergeht! Und das, obwohl die Geschichte in sich abgeschlossen ist!

 
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Dienstag, 28. Februar 2017

[Rezension] Feuer und Feder, Kathy MacMillan

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Als die Sklavin Raisa zur Tutorin ausgebildet werden soll, kann sie es kaum fassen, denn Lesen und Schreiben ist im Königreich Qilara nur der Oberschicht vorbehalten. Gemeinsam mit Kronprinz Mati lernt sie nun die schwierigen Zeichen der Hohen Schrift, mit der man in Kontakt zu den Göttern treten kann. Die beiden kommen sich dabei näher als erlaubt und verlieben sich ineinander. Aber dann fordern Rebellen Raisas Unterstützung. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Treue zu Mati und dem Wunsch, ihrem unterdrückten Volk zu helfen. Schon der kleinste Fehltritt könnte ihren Tod bedeuten.

Nach den ersten 100 Seiten war ich versucht, das Buch abzubrechen. Zu verwirrend war die Geschichte der Götter, die parallel zum normalen Handlungsverlauf erzählt wird und zu langatmig der Einstieg. Die Geschichte hat sich gezogen wie Kaugummi und auch mit den Charakteren bin ich einfach nicht warm geworden.
Warum genau ich dennoch weitergelesen habe, kann ich gar nicht sagen. Aber ich bin froh, dass ich es getan habe! Denn dann geht die Story erst richtig los und mit jedem Kapitel wird es spannender. Zwar bleibt die ganze Götter-Sache echt schwer zu verfolgen, weil ich bei jedem Kapitel wieder nachschlagen musste, wer denn nun wer ist und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen, aber davon abgesehen kommt endlich ein angenehmer Lesefluss zustande.
Raisa und Mati wachsen zu jungen Erwachsenen heran und ihre Entwicklung ist sehr authentisch dargestellt und macht sie zunehmend greifbarer. Ihre Gefühle füreinander kommen großteils ohne unnötigen Kitsch sehr gut zur Geltung und sind weit entfernt davon, klischeehaft perfekt zu sein. Genau das macht sie in meinen Augen noch perfekter.
Neben der wirklich tollen Liebesgeschichte kommt auch der spannende Part der Geschichte nicht zu kurz. Der Aufstand der Rebellen ist gut strukturiert und mit Fakten untermauert. Raisas Zerrissenheit zwischen ihrem Volk und ihrer Liebe ist sehr emotional gestaltet und kann durchweg überzeugen.
Zum Ende hin geht alles etwas schnell und man hat zeitweise schon leichte Schwierigkeiten, überhaupt mitzukommen, aber alles in allem ist "Feuer und Feder" ein Buch, bei dem es sich definitiv lohnt, auch nach einem etwas holprigen Einstieg dranzubleiben.


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Sonntag, 26. Februar 2017

[Kurzmeinung] Days of Blood and Starlight - Rosenblütenträume


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Karous Welt ist zusammengebrochen: Ihre große Liebe, der Seraph Akiva, ist für den Tod ihrer Familie verantwortlich. Jetzt hat sie nur noch ein Ziel: den jahrtausendealten Krieg zwischen den Chimären, zu denen sie selbst gehört, und den Seraphim zu beenden. Gemeinsam mit ihrem einstigen Feind Thiago -dem Weißen Wolf- zieht Karou sich in die Wüste Marokkos zurück, um dort eine neue Armee zu bilden. Eine Armee aus Monstern. Akiva dagegen will sich unbedingt von seiner Schuld befreien. Er hatte nur im Irrtum gehandelt, dachte Karou wäre tot, und wollte sie rächen. Um seine Tat zu sühnen, plant er deshalb einen gefährlichen Verrat an seinen eigenen Leuten.
Aber wird Akivas Plan aufgehen? Und kann Karou ihre Trauer überwinden, und Akiva jemals verzeihen?

Diese Reihe lohnt sich wirklich! Endlich habe ich es auch geschafft, Band 2 zu lesen, nachdem ich vom ersten Teil vollkommen begeistert war und nach einem etwas zähen Einstieg kann auch "Days of Blood and Starlight" begeistern. Für einen zweiten Teil ist dieses Buch wirklich überraschend gut gelungen. Es mangelt nicht an Handlung, man wird nicht mit langweiligen Kapiteln überschüttet, nur um den Showdown noch etwas hinauszuzögern und es werden auch nicht endlos wichtige Grundsteine für den letzten Band gelegt.
Wie schon der erste Teil ist auch dieses Buch spannend und abwechslungsreich, motiviert zum Weiterlesen und macht Lust auf den letzten Band.
Einziges Manko war für mich die Naivität von Karous Freunden, die manchmal doch etwas anstrengend war. Ansonsten eine sehr gelungene Fortsetzung!



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Glückliche Ehe, perfekte Karriere – Bianca Bailey hat alles richtig gemacht. Charmant, aber unbeugsam bringt sie Firmen, die in Schieflage geraten sind, wieder auf Kurs. Ihr neuester Auftrag: das altehrwürdige „House of Farrell“, eine exklusive Kosmetikmarke. Bianca soll hart durchgreifen und die ehemalige Chefin Athina Farrell ins Abseits manövrieren. Doch bei Athina beißt Bianca auf Granit. Was sie zuerst für ein kleines Scharmützel zwischen Blütenduft und Rosenpuder hielt, entwickelt sich zum leidenschaftlichen Kampf zweier großer Frauen und derer Familien um Macht, Privilegien und Geheimnisse. Ein Kampf, der auch Biancas Privatleben heftig erschüttert ...


Liebe, Drama, Wahnsinn. "Rosenblütenträume" beinhaltet das alles zu Genüge. Entgegen der Erwartungen wird der Leser nicht nur mit dem Machtkampf zwischen Bianca und Lady Farrell konfrontiert, sondern mit zahlreichen parallel verlaufenden Handlungssträngen, die alle ihren ganz eigenen Reiz versprühen.
Das Buch spricht sehr viele Themen an, von Ehebruch, oder Familiendrama bis hin zu Mobbing in der Schule. Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Figuren nicht schwarz/weiß dargestellt werden. Niemand ist perfekt, alle machen Fehler, jeder hat so seine Macken. Das macht die Charaktere unheimlich realistisch und greifbar.
Von der Story her macht es Spaß, Biancas Arbeit zu begleiten und die Verstrickungen der Figuren zu entwirren. Trotzdem rieselt die Geschichte so vor sich hin und einen wirklichen Spannungsbogen sucht man auch eher vergeblich. Dennoch ein nettes Buch, dass einem zeigt, dass das Leben nie perfekt ist und trotzdem nicht weniger lebenswert.

Dienstag, 7. Februar 2017

[Rezension] Der Rat der Neun: Gezeichnet - Veronica Roth

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In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …

Lust auf eine Reise durch die Galaxie voller Spannung, Nervenkitzel und tiefen Gefühlen? Dann nichts wie ab in die Buchhandlung und geradewegs zum neuen Buch von "Die Bestimmung"-Autorin Veronica Roth.
Ein absolut brillanter Auftakt zu ihrem neuen Zweiteiler und mein erstes persönliches Highlight
2017. Mit ihrer neuen Galaxie hat Veronica Roth eine absolut magische Welt kreiert, die merklich durchdacht und somit vollkommen authentisch ist. "Der Rat der Neun" gehört zu der Sorte Bücher, die einen komplett gefangen nimmt und einen so hautnah mitfiebern lässt, dass man vollkommen darin versinkt.
Bereits zu Beginn treffen wir auf die beiden Protagonisten Akos und Cyra, die in völlig verschiedenen Welten und unter vollkommen unterschiedlichen Bedingungen aufwachsen. Durch zahlreiche Rückblicke und Erinnerungen erhält der Leser einen tiefen Einblick in das Wesen der zwei Hauptcharaktere und kann ihre Entwicklung und die Hintergründe ihrer Eigenschaften dadurch perfekt nachvollziehen. Beide vollziehen in diesem Buch eine gewaltig Veränderung. Sie leben in einer alles andere als heilen Welt und müssen beide schneller erwachsen werden, als man es einem Menschen wünscht.
Hier liegt die große Stärke dieses Buches. Man entwickelt eine tiefe Verbindung zu den Figuren, was durch die Sichtwechsel noch verstärkt wird. Man fühlt sowohl mit Akos, als auch mit Cyra mit und kann auch die Beziehung zwischen den beiden perfekt nachvollziehen und den zarten Wandel von Misstrauen zu Zuneigung Schritt für Schritt mitverfolgen.
Ebenso gewaltig und herausragend gestaltet sich auch die Story, die genial konstruiert und mit viel Liebe fürs Detail ausgearbeitet ist. Gefühlvoll und emotional liefert Veronica Roth uns in "Der Rat der Neun" jede Menge Grausamkeiten durch die Tyrannei von Cyras Bruder Ryzek, aber auch die tiefe Verbundenheit von Familie und Freundschaft. Man darf nach einem wirklich nervenaufreibenden Ende gespannt sein, wie es mit dem Planeten Thuve weitergeht und wie die Schicksale unserer Charaktere sich entwickeln werden. Ich bin restlos begeistert und schaue Band 2 sehnsüchtig entgegen!

Neugierig geworden? Bei Random House findet ihr alle weiteren Infos zu dem Buch.

Freitag, 3. Februar 2017

[Rezension] Flames of Love - Erik & Olivia, Gina L. Maxwell


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SAFEWORD FIRE: DIE HEIßESTEN MÄNNER BOSTONS

Erik Grady ist am Tiefpunkt seines Lebens angekommen! Gerade wurde er von seinem Chef suspendiert. Er darf seine Einheit beim Boston Fire Department erst wieder anführen, wenn er das Trauma aus seinem letzten Einsatz als Soldat im Irak verarbeitet hat - mit Hilfe einer Psychotherapie! In dieser Stimmung lässt er sich auf den heißesten One-Night-Stand seines Lebens ein und staunt nicht schlecht, als er der geheimnisvollen Frau kurz darauf wieder gegenübersteht: Olivia ist seine Therapeutin -

Heiß wie Feuer. Das trifft es ziemlich auf den Punkt.
"Flames of Love" bietet vor allem eines: Erotik, Erotik, Erotik. Und zwar so richtig. Shades of Grey kann einpacken dagegen, denn Erik Grady ist einfach nur heiß, mächtig und löscht jeden klaren Gedanken aus. Ich würde dem Buch ohne zu zögern den Stempel "Heißeste Lovestory aller Zeiten" aufdrücken.
Auch die Story drumrum ist wirklich nicht schlecht, dafür, dass es sich eigentlich um ein reines Bums-Buch handelt.
Erik und Olivia haben beide ihre Päckchen zu trage. Erik durch seine traumatischen Erlebnisse im Irak und Olivia hält der Tod ihres Mannes fest im Griff.
Beide brauchen sich in dieser schicksalshaften Nacht, in der sie sich kennenlernen. Doch während Olivia alles daran setzt, anonym zu bleiben und die Sache auf einmaliger Basis zu halten, weiß Erik sofort: Er hat eine ganz besondere Frau vor sich.
Zwar respektiert er Olivias Wunsch nach Anonymität, doch er zögert nicht, seine Chance zu ergreifen, als sich ihm die Gelegenheit bietet, herauszufinden, wer die geheimnisvolle Schönheit ist, die ihn so in ihren Bann gezogen hat. Und er staunt nicht schlecht, denn die Frau, mit der er die heißeste Nacht seines Lebens hatte, ist keine geringere als seine Therapeutin.
So kreuzen sich die Wege der beiden erneut und Erik wirft sich ins Zeug, um das Herz seiner Angebeteten zu erobern. Doch er hat die Rechnung ohne seine PTBS gemacht...

Neugierig geworden? Bei LYX findet ihr alle weiteren Infos zu dem Buch.

Mittwoch, 25. Januar 2017

[Rezension] Eis wie Feuer - Sara Raasch



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Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

Wie vielversprechend kann ein Buch schon sein, in dem selbst die Autorin vom allseits beliebten "Mittelkind-Syndrom" spricht? Richtig. Nicht sehr.
Zum Glück habe ich diesen Abschnitt der Danksagung erst gelesen, nachdem ich selber bereits feststellen durfte, dass der Mittelpart einer Trilogie leider oft nicht ganz das Wahre ist.... Sonst wäre mir wohl schon vorher die Lust aufs Lesen vergangen. So aber stürzte ich mich hoffnungsvoll und vorfreudig auf das Buch, das ich so lange sehnlichst erwartet habe. Und habe gewartet und gewartet und gewartet und brav weitergelesen... Bis es endlich spannend wird... Und dann waren die über 500 Seiten auch schon rum und von Spannung keine Spur. Ein bisschen Blut hier, ein bisschen Aufregung dort, ein paar gebrochene Herzchen zum Abrunden... Aber so wirklich fesselnd wird dieses Buch leider nicht. Meira zieht durch die Lande, um das Unheil, dass ihrem gerade erst zurückgewonnen Land droht, abzuwenden. Doch ausgerechnet Theron scheint sich gegen sie und auf die Seite seines Vaters zu stellen. Dabei braucht Meira ihn gerade jetzt so sehr, denn ihre Magie scheint verrückt zu spielen und jagt ihr mehr Angst ein, als je zuvor.
Auf der Suche nach Verbündeten kommt jedoch immer mehr ans Tageslicht, wie ausweglos die Situation scheint und wie tief das Unheil tatsächlich reicht.
Wohlwollend könnte man es noch als Ruhe vor dem Sturm bezeichnen. Ich weigere mich schlichtweg zu glauben, dass auch Band drei so eine Enttäuschung wird. Schließlich hat die Autorin im ersten Teil mehr als bewiesen, dass sie durchaus in der Lage ist, ihre Leser zu begeistern.
Nach wie vor ungewöhnlich, aber in meinen Augen unschlagbar gut, ist der Schreibstil. Zugegeben, man braucht eine Weile, um sich daran zu gewöhnen, aber eine Abwechslung zu dem ewig gleichen Geleier der All-Age-Romane ist mir jederzeit eine Freude.

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Freitag, 13. Januar 2017

[Rezension] Kein Tag ohne dich - Marie Force

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›Kein Tag ohne dich‹ von Marie Force ist der zweite Band der Bestseller-Reihe ›Lost in Love – Die Green-Mountain-Serie‹ und zugleich ein in sich abgeschlossener Liebesroman.
Für Nolan Roberts ist ein Traum wahr geworden – Hannah hat ihn geküsst! Schon lange ist Nolan heimlich in sie verliebt, doch noch nie war er dem großen Glück so nahe. Aber der Tod ihres Ehemanns vor sieben Jahren hat Hannah in ein tiefes Loch gerissen – sie weiß nicht, ob sie noch an die Liebe glauben kann …

Bereits im ersten Band "Alles, was du suchst" hat sich diese Liebesgeschichte angebahnt: Hannah und Nolan.
Schon lange ist Nolan in Hannah Abbott verliebt, doch die wehrt all seine Annäherungsversuche ab. Nach wie vor in tiefer Trauer um ihren verstorbenen Mann Caleb ist Hannah nicht bereit gewesen, sich auf einen anderen Mann einzulassen. Doch nach und nach lernt sie mit ihrem Verlust umzugehen und ist bereit, wieder zu leben. Nolan hat all die Zeit auf sie gewartet und scheut keine Mühen, um Hannah die Welt zu Füßen zu legen.
Ich habe mich unheimlich auf diesen Teil der Reihe gefreut und aufgrund der dramatischen Thematik mit noch mehr Emotionen und Gefühlen gerechnet, als bei Will und Cameron. Leider liegt der Fokus dieses Buches woanders: Sex.
Während Band 1 eine ausgewogene Mischung aus heißer Erotik und tiefen Gefühlen war, besteht Band 2 zu gefühlt 80% nur aus Sex. Das hemmungslose Rumgevögel passt in meinen Augen einfach nicht zu Hannah und der Situation und auch Nolan wirkt auf mich eigentlich nicht wie ein Mann, der sich nicht kontrollieren kann. Aber ich erinnere mich ehrlich gesagt nicht an einen einzigen Tag, an dem die beiden nicht in der Kiste landen. (Brauchen die nicht mal ne Pause?!)
Diese Entwicklung finde ich wirklich schade, da die Story mehr als genug anderes Material bietet, dass dazwischen leider etwas untergeht und bei weitem nicht so ergreifenden ist, wie ich es mir gewünscht hätte.
Dennoch ist das Buch das Lesen wert, denn davon abgesehen, dass ich mir einen anderen Schwerpunkt gewünscht hätte, ist auch dieser Band hervorragend geschrieben und mit realistischen und vielschichtigen Figuren gespickt. Band 3 wird also wohl auch den Weg in mein Regal finden, wenn auch mit der Hoffnung auf ein wenig mehr Tiefe.

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Samstag, 7. Januar 2017

[Rezension] Vom ersten Tag an und für immer

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Eine bittersüße Geschichte über Liebe, Loslassen und die Kunst sich selbst zu vertrauen.


Nell mag ihr Leben. Wie könnte es auch anders sein, wo sie seit zehn Jahren nichts daran verändert hat. Sie führt den Blumenladen, der schon ihrer Mutter gehörte, und hat seit dem ersten Tag ihrer Studienzeit dieselben Freunde - Alex, Maria und Jason. Ihre Angestellte Olive sagt, sie ist in der Vergangenheit hängen geblieben, doch Nell meint, sie ist glücklich. So lange, bis Alex verkündet, Maria heiraten zu wollen – und Nells Herz zerbricht. Sie war doch schon so lange in ihn verliebt ...

Unglaublich, wie sehr einen fiktive Personen doch aufregen können...
Nell bemerkt ganz plötzlich, dass sie in ihren besten Freund verliebt ist. Total überraschend. Dass es so überraschend war vergisst die Gute aber nach zwei Seiten wieder und von da an geht die ewige Leier "Ich lieeeebe ihn doch so sehr mimimi" los. Aber das ist noch bei weitem nicht der anstrengendste Part an ihr.
Um sich von Alex abzulenken datet Nell mutig andere Männer, die sie aber wegen jeder noch so kleinen Macke sofort abschreibt. Nicht nur das, sie rastet regelrecht aus, reagiert total kindisch und erwartet perfekte Personen, obwohl sie selbst weit davon entfernt ist. Typischer Fall von nicht-mit-sich-selbst-klarkommen-und-deswegen-anderen-das-Leben-vermiesen.
Ausgenommen natürlich Olive, die sich tatsächlich Aktionen leistet, bei denen jeder normale Mensch versucht wäre, gewalttätig zu werden. Oder sie zumindest zu feuern. Aber nein, hier ist die gute Nell dann wieder so ein verhuschtes Mäuschen, dass sie sich von Dummchen Olive wie der letzte Depp behandeln lässt.
Gespickt wird diese aggressionsauslösende Kombination mit einem Liebesviereck, dass sich ab der ersten Seite ankündigt, und dessen Zusammenhänge auf den ersten Blick ersichtlich sind. Von Spannung also keine Spur. Nur jede Menge nervige Figuren an jeder Ecke und hier und da ein bisschen Dramatik mit Sommernachtstraum-Zitaten garniert. Gibt definitiv besseres in dieser Richtung.

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Montag, 2. Januar 2017

[Rezension] Die Wolfselbin - Susanne Ferolla

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Auf den Wolfselben lastet große Schuld: Einst ließen sie, dass Kriegsherr Xeres ihre Magie missbraucht und die toten Schatten erschafft. Längst sind die dunklen Zeiten vorbei. Doch im Fundament der Wasserfallstadt Thoran hat einer von Xeres’ Seelenfressern überlebt …
Die Wolfselbin Jerelin wächst als Außenseiterin zusammen mit ihrem Menschenbruder Florin auf, dessen Leben ohne die temperamentvolle Wolfselbin trostlos und ohne Träume wäre. Aber ausgerechnet Florin kommt hinter Jerelins Geheimnis ihrer Herkunft. Aus Angst, Jerelin würde das verhasste Dorf verlassen, verschweigt er ihr die Wahrheit. Doch Jerelin schwebt in großer Gefahr — der tote Schatten ist hinter ihr her! Als sich herausstellt, was Xeres’ einstiger Diener in Wirklichkeit ist, muss Florin seine Ängste überwinden. Oder Jerelin und die Welt, wie er sie kennt, sind verloren.

Diese Reihe ist vor allem eins: verwirrend.
Bereits zu Beginn fällt es sehr schwer, einen Zugang zu der Geschichte zu finden, da kaum Erklärungen und Hintergründe vorhanden sind. Vieles bleibt sehr vage, der Rahmen der Story unklar und Fragen offen. Prinzipiell nicht schlimm, würden sich diese Dinge im Laufe der Geschichte nach und nach von selbst erklären. Tun sie aber nicht.
Wir springen weiter von einer Szene zur nächsten, zwischen unzähligen Figuren, Zeiträumen und Geschehnissen hin und her, sodass man vollkommen den Überblick verliert. Man muss sehr konzentriert dabei bleiben, um der Geschichte auch nur ansatzweise folgen zu können, was das Lesen leider recht anstrengend macht und man schweift ohne es zu wollen häufiger ab.
Das ist vor allem deswegen schade, weil einem die Figuren sehr schnell doch ans Herz wachsen und die Geschichte in ihren Grundzügen wirklich super spannend und vielfältig ist. Mir fehlt es einfach an etwas mehr Struktur, klaren Erzählsträngen und Logik. Gerade auch das Ende muss ich ehrlich sagen, leidet unter mangelnden Erklärungen.Ich bin definitiv kein unaufmerksamer Leser und mit meinem Gehirn ist auch alles in Ordnung, aber ich habe beim besten Willen nicht mehr durchgeblickt, wer, wie, wo, was, wieso, weshalb, warum... Ich war komplett raus. Während also die gesamte Geschichte aufgrund der erwähnten Punkte schon nicht überzeugen konnte, wird sie mit einem wirklich unmöglichen Ende abgerundet, dass den Leser mit noch mehr Fragen zurücklässt, als er ohnehin schon von Beginn an hat.
Was mir auch etwas fehlt, ist die Beschreibung der Umgebung. Allein beim Blick aufs Cover wird klar, dass die Wasserfallstadt atemberaubend schön sein muss. Davon merkt man beim Lesen leider wenig. Die Konturen der Welt bleiben leider sehr unklar, worunter gerade Fantasy-Romane, die in einer ganz eigenen Welt spielen, sehr leiden.
Alles in allem eine unfassbar geniale Idee in den Grundzügen, die mich aber in der Umsetzung nicht überzeugen konnte. Davon abgesehen wirklich super Figuren, sehr vielschichtig und facettenreich.

Neugierig geworden? Mehr Infos gibt´s bei Digital Publishers.

Dienstag, 27. Dezember 2016

[Rezension] Rock my Heart - Jamie Shaw



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Feiern, tanzen – einfach Spaß haben! Das ist der Plan von Rowan Michaels und ihrer Freundin Dee, als sie zu einem Konzert der Band "The Last Ones To Know" gehen. Dort trifft sie auf Adam Everest, den absolut heißen Sänger der Band. Sie lässt sich zu einem Kuss hinreißen – doch der wird ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen …

Kommt da doch einfach dieses Buch daher und bringt kurz vor Jahresende meine ganze Bestenliste durcheinander. Stürmt mit Karacho an die Spitze, wirft Harry Potter zu Boden und erklimmt mit wehenden Haaren das Siegertreppchen der besten Bücher aller Zeiten!
Ich will mehr!!! So viel mehr, dass ich am liebsten in Tränen ausgebrochen wäre, als ich gesehen habe, wie lange es noch bis Band 2 ist :O Wie könnt ihr mir das antun?! WIE? Und dann geht es nicht mal mehr um Adam? Bitte? Nein! *tatsächlich in Tränen ausbrech*
Ich. Brauche. Mehr. Adam. Jetzt. Sofort.
Adam ist einfach alles. Er ist ein Weiberheld, ein unverschämt heißer Rockstar, macht was er will und hat "Herzensbrecher" quasi auf die Stirn tätowiert. Kurz gesagt: Ich bin ihm restlos verfallen. Man lernt ja nicht dazu.
Zugegeben, teilweise kam ich mir vor, als würde ich meine alten Tagebücher lesen, was für meinen Gemütszustand mitunter etwas kontraproduktiv war und mein Hirn (und Herz) nur noch "scheiße, du fehlst mir Arschloch" rufen lassen hat, aber hey, besser Adam, als keinen kleinen Rockstar mehr in meinem Leben zu haben.
Denn hier trifft Rowan den Nagel auf den Punkt. Männer wie Adam gehören zu der Sorte, die ihren Verflossenen so zusetzen, dass kein Mann danach ihnen je das Wasser reichen könnte. Doch Rowan ist wenigstens auch nicht schlauer (oder resistenter) als ich und so sehr sie ihr kleines Herzlein auch versucht zu beschützen, Adam bringt es mit einem einzigen Blick zum Schmelzen. (Kommt uns bekannt vor, nicht?)
Jedenfalls, wer glaubt, er ist über die Phase hinaus, in der man sich unsterblich in einen Buchcharakter verliebt, hat Adam Everest noch nicht kennengelernt. Dieses Buch ist mehr, als sich in Worte fassen lässt und keineswegs das oberflächliche und wuschig-machende Standardwerk, das man dahinter vermuten könnte. Es birgt so viel mehr, so viele Emotionen, Liebe, Leidenschaft, Freundschaft, Zweifel und Schmerz, dass Ron Weasleys emotionaler Teelöffel dem Untergang geweiht wäre.
Ich würde sterben, um nur einmal total hysterisch vor Adam Everest in der ersten Reihe stehen zu können und ihn anzukreischen, bis ich vor Sauerstoffmangel zusammenbreche.
Oh Gott, ich bin restlos verrückt. Ich gestehe. Schuldig im Sinne der Anklage.

Ihr wollt euch auch von Adam bezaubern lassen? Bei Random House findet ihr alle weiteren Infos zu dem Buch.