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Freitag, 10. April 2015

[Rezension] Die Buchspringer

http://www.loewe-verlag.de/_cover_media/titel/648h/7327.jpgTitel: Die Buchspringer
Originaltitel: /
Autor/in:
Mechthild Gläser
Reihe: /
Preis: 17,95€
Seiten: 384
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 16. 02. 2015
ISBN-13:978-3785574973
Leseprobe
Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste … Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen? Die mit dem Seraph-Phantastikpreis ausgezeichnete Autorin Mechthild Gläser schafft in „Die Buchspringer" spannende, fantasievolle Unterhaltung mit viel Atmosphäre, einem Hauch Romantik und witzigen Wiedererkennungseffekten. Ein fesselnder Schmöker mit viel Humor!



Ein Traum für jeden Bücherwurm!
Bei diesem Buch kann man nur vor Begeisterung durch die Gegend hüpfen und verrückt in die Hände klatschen, wie nach einer Überdosis Cola plus zehn Tafeln Schokolade. Hier passt einfach alles. Die Kulisse ist ein Traum, die Charaktere wachsen einem schneller ans Herz, als man "Buch" sagen kann, und die Story selbst ist einfach nur überragend.
Spannend, witzig, romantisch, das komplette Paket. Der Handlungsverlauf ist ein Meisterwerk. Nachdem man langsam an das Thema herangeführt wird, steckt man auch schon mittendrin, ohne es zu merken. Das Buch saugt einen regelrecht in sich auf und man wird schon selbst zum Buchspringer und landet mitten in der Story.
Was die Kurzbeschreibung vermittelt wird dem Inhalte bei Weitem nicht gerecht. Denn es geht noch wesentlich spannender und düsterer zu, als die eigentlich recht lockere Inhaltsangabe vermuten lässt. Was in der Bücherwelt vor sich geht ist nicht einfach nur ein bisschen Wirbel, nein, es wird wirklich richtig spannend und gruselig und sorgt für ordentlich Nervenkitzel.
Dass allseits bekannte Figuren wie Schir Khan, Oliver Twist, Peter Pan oder Sherlock Holmes einem über den Weg laufen macht das Ganze voll restlos genial. Es ist das wahre Paradies für jeden Buchliebhaber. Noch besser, sofern das geht, ist natürlich, dass auch die eigentlichen Charaktere des Buches all den Klassikern in nichts nachstehen.
Mit Amy hat Mechthild Gläser eine absolut würdige Protagonistin für ihre Geschichte erschaffen, die von nicht minder grandiosen Figuren umgeben wird. Die einzelnen Elemente fügen sich perfekt zusammen und erschaffen ein Gesamtbild, dass einen umhaut.
Wer beim Lesen nicht schon vor Begeisterung Purzelbäume schlägt, kann sich spätestens nach dem letzten Kapitel nicht mehr halten. Das war mit Abstand eines der besten Enden, die mir je untergekommen sind. Ich liebe dieses Buch. Wirklich, ich würde es am liebsten fressen. Oder zumindest ablecken.



4,9 Punkte

Mechthild Gläser
© Dennis aus der Wieschen
Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren und hat Politik, Geschichte und Wirtschaft studiert. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie außerdem ab und an unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie liebt es, sich abstruse Geschichten auszudenken, und hat früh damit begonnen, sie aufzuschreiben. Inspiration dafür findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee.

Sonntag, 2. Dezember 2012

[Rezension] Frostzauber - Magische Liebesgeschichten

Titel: Frostzauber
Originaltitel: /
Autor/in: Tanja Heitmann HG
Reihe: Magische Liebesgeschichten #2
Preis: 8,99€ 
Seiten: 192
Verlag: rororo
Erscheinungdatum: 1. Dezember 2012
ISBN 3499216647
Wertung: 3,1/5
Tanja Heitmann, Antonia Michaelis, Gesa Schwartz und andere Autorinnen verzaubern und verführen mit magischen Liebesgeschichten! Eine Nymphe, die in einem zugefrorenen Fluss auf den Liebsten wartet, der sie befreit; ein junger Mann ohne Gestern und Morgen, der nur durch die Tränen einer Liebenden in der Silvesternacht von seinem tragischen Schicksal erlöst werden kann; eine Elfe, zart und zerbrechlich, die die Kraft der Ewigkeit in sich trägt – diese und viele weitere Geschichten laden ein zu einer spannenden Reise voll großer Gefühle!




 




"Frostzauber" behandelt 6 Kurzgeschichten von verschiedenen Autorinnen.
Natürlich haben mir manche Geschichten besser gefallen als andere, im Großen und Ganzen war das Buch aber recht gut. Die "großen Gefühle" die angepriesen werden, bleiben aber leider aus. Nur eine der sechs Geschichten hat mich wirklich gerührt, die anderen waren zwar schön zu lesen, aber bleiben nicht lange im Gedächtnis.

Das Cover passt perfekt zum Winter und der frostigen Stimmung, die in den Geschichten herrscht. Mit gefällt es sehr gut, besonders der Farbverlauf der Schrift.
Unter dem Frosthauch, Tanja Heitmann
Der Junge Mato zieht zu seinen Großeltern in den Wald, da er den Leistungsdruck der Privatschule und die hohen Erwartungen seines Vaters nicht mehr ertragen kann. Schon als er klein war, wurden ihm die Geschichten über das Frostmädchen erzählt, das unter dem Eis lauert. Mato hielt diese Geschichten für Märchen, bis er der geheimnisvollen Leira selbst begegnet.
Fazit: Sehr schön geschrieben, anfangs sehr interessant, aber das Ende kommt sehr plötzlich und war für mich nicht wirklich zufriedenstellend.

Cirque Indigo, Lilach Mer
Marja ist ein Flüchtling aus Russland und verbringt Silvester in Paris. Sie hat ihre beste Freundin und auch alles andere, was ihr etwas bedeutet hat verloren. Sie sieht keinen Sinn mehr in ihrem Leben und ist kurz davor, Selbstmord zu begehen. Doch dann wird ihr eine Einladung zu einer Zirkusvorstellung überreicht. Der Zirkus ist voller Magie und nichts ist, wie es scheint.
Fazit: Diese Geschichte hat mir am wenigsten gefallen. Die Story war merkwürdig, aber auch vorhersehbar. Die Emotionen konnten mich überhaupt nicht erreichen.

Die gefrorene Zeit, Mechthild Gläser
Aus der langjährigen Freundschaft von Hanna und Tom ist nun endlich mehr geworden. Vollkommen vernarrt ineinander treffen die beiden sich und schweben auf Wolke sieben. Doch Tom ist nicht wie andere Menschen... Er verändert sich nicht, denn er stammt aus einer anderen Zeit. Ohne Vergangenheit und Zukunft steckt er in der Gegenwart fest und sieht keinen Ausweg mehr.
Fazit: Super! Mit Abstand die beste Geschichte, die von Beginn an berührt und fesselt und mich zu Tränen gerührt hat.

Jenseits des Lichts, Gesa Schwartz
Thordis hat sich schon immer von der Finsternis angezogen gefühlt. Eines nachts macht sie einen Spaziergang durch den Wald, wo sie auf einen geheimnisvollen Jungen trifft, der von einem Raben schwer verwundet wird. Etwas dunkles geht von ihm aus, doch Thordis spürt eine starke Verbindung zu ihm.
Fazit: Eine eher schwächere Geschichte, die am Anfang sehr vielversprechend ist und deren Ende wirklich schön ist, allerdings hat der Mittelteil mich eher gelangweilt und teilweise auch verwirrt.

Preußischblau, Antonia Michaelis
Zurückgezogen und einsam lebt ein junger Mann abgeschottet von der Außenwelt in einem kleinen Haus im Nichts. Er verdient sein Geld mit dem Erfinden von Spielen und ist eigentlich zufrieden mit seinem Leben. Nur eines fehlt ihm: Jemand, mit dem er sein Leben teilen kann.
Als er im Winter eine Sternschnuppe erblickt, hat er nur einen Wunsch: Geliebt zu werden. Dann steht plötzlich ein Mädchen mit preußischblauen Augen vor seiner Tür...
Fazit: Die Geschichte erschien mir anfangs sehr merkwürdig, die Auflösung hat meine Meinung aber komplett geändert. Zwar bleibt die Geschichte merkwürdig, aber sie ist auch sehr schön und wirklich berührend.

Das Lied des Eiswolfs, Jennifer Benkau
Alle Bewohner des Tales haben eine besondere Gabe: Sie können das Eis wirken. Nur eine nicht: Lesla. Deswegen ist sie oft neidisch auf ihre äußerst begabten Schwestern und hält sich selbst für wertlos.
Als sie auf den attraktiven Fynn trifft läuft zunächst alles super, doch bald wird Lesla von dem Gedanken verfolgt, nicht gut genug zu sein, schließlich ist sie nicht normal.
Dann taucht auch noch ein Eiswolf auf, der versucht, Lesla zu töten. Doch wer hat ihn gewirkt? Und warum?
Fazit: Die Aussage der Geschichte hat mir gut gefallen, allerdings konnte ich mit Lesla wirklich gar nichts anfangen, da ihre Gedanken und Gefühle für mich vollkommen unverständlich blieben.



3,1 Punkte

Tanja Heitmann
© Stefan Kröger
Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren, studierte Politikwissenschaften und Germanistik und arbeitet in einer Literaturagentur. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Land.