Sonntag, 12. Juni 2011

[Rezension] Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten

Titel: Smaragdgrün

Autor: Kerstin Gier

Verlag: Arena

Seiten: 496

Preis: 18,95€ (Gebundene Ausgabe)

ISBN 978-3401063485






Kurzbeschreibung
Gwendolyn ist am Boden zerstört. War Gideons Liebesgeständnis nur eine Farce, um ihrem großen Gegenspieler, dem düsteren Graf von Saint Germain, in die Hände zu spielen? Fast sieht es für die junge Zeitreisende so aus. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Gwennys Weltbild einmal mehr auf den Kopf stellt. Für sie und Gideon beginnt eine atemberaubende Flucht in die Vergangenheit. Rauschende Ballnächte und wilde Verfolgungsjagden erwarten die Heldin wider Willen und über allem steht die Frage, ob man ein gebrochenes Herz wirklich heilen kann ...

Quelle: amazon.de

Der dritte Teil der Edelstein-Trilogie, "Smaragdgrün", gefällt mir, bis auf ein paar etwas weit hergeholte Kleinigkeiten, sehr gut. Der Schreibstil und die Story sind so fesselnd, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen habe.

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Cover
Das Cover von Smaragdgrün gefällt mir nicht ganz so gut wie das von Saphirblau. Die Farbe ist irgendwie nicht so wirklich grün, aber auch nicht ganz blau und türkis passt auch nicht so ganz. Ich finde sie sieht ein bisschen schlammig aus. Naja, eigentlich nicht, aber die Farbe ist halt nicht so mein Ding. Dafür ist aber der Spotlackdruck umso schöner.
Wie auch die anderen beiden Bände hat das Buch einen Schutzumschlag und ein Leseband. Der einzige Unterschied: Bei den anderen Büchern hatte das Buch die Farbe des Umschlags, bei Smaragdgrün ist das Buch aber eher weiß mit einem Grünstich. Die Farbe gefällt mir aber wesentlich besser als die des Umschlags, schade, dass der nicht genauso ist.

Charaktere
Mein Liebling ist nach wie vor Xemerius, auch wenn er mir jetzt eher wie der Poltergeist Peeves als wie Dobby vorkommt. Ohne ihn wäre das Buch nur halb so gut, er ist einfach göttlich.
Die anderen Charaktere sind ihrer Persönlichkeit treu geblieben, was mich sehr gefreut hat, da es häufig vorkommt, dass die Charakterzüge mit der Zeit nicht mehr so recht zu der Person passen, weil die Story sonst nicht funktioniert.
Die Charaktere haben sich dennoch weiterentwickelt, besonders Gwendolyn, die in den zwei Wochen, in denen sich die Handlung abspielt, wesentlich reifer geworden ist.

Handlung
Nach und nach lüften Gwendolyn, Gideon, Leslie und Raphael das Geheimnis hinter dem Geheimnis und stoßen dabei auf unerwartete Tatsachen. Sie setzen alles daran, aufzuhalten wofür jahrelang gearbeitet wurde. Es ist sehr schwer nicht zu viel zu verraten, aber die Story nimmt sehr spannende und unerwartete Wendungen, und bis zuletzt wäre ich nicht darauf gekommen, wie es letztendlich ausgeht.
Meinen Lieblingsteil im Buch muss ich aber noch erwähnen, ich denke aber, das wird niemandem den Spaß am Lesen nehmen. Ich sag nur: Häkelschweine ;) Eine sehr süße Idee, ich suche mir nachher gleich eine Anleitung und mach mir auch eins.

Schreibstil
Der Schreibstil hat mich diesmal noch mehr gefesselt als bei den Vorgängern, das bisschen Französisch versteh mittlerweile sogar ich, und auch die etwas komplizierten Einträge aus den Annalen der Wächter, werden mit etwas Übung verständlicher.




4,5 Punkte

Freitag, 10. Juni 2011

[Rezension] Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten


Titel: Saphirblau

Autor: Kerstin Gier

Verlag: Arena Verlag

Seiten: 400

Preis: 16,95 (Gebundene Ausgabe)

ISBN 978-3401063478





Kurzbeschreibung
Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Quellen:
amazon.de
buch.ch


Der zweite Teil der Edelsteintrilogie, Saphirblau, hat mir noch besser gefallen als der erste. Die Geschichte wird von Seite zu Seite spannender, die Charaktere immer tiefgängiger und realistischer. Ich kann es kaum erwarten den dritten Teil zu lesen und endlich zu wissen wie es ausgeht!

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Cover
Das Cover gefällt mir diesmal richtig gut, besonders der schöne Blauton. Beim ersten Band war ich von dem Cover noch nicht sonderlich begeistert, aber umso öfter ich es anschaue umso besser gefällt es mir.
Auch der zweite Teil der Trilogie hat einen Schutzumschlag mit Spotlack und ein Leseband.

Charaktere
Was ich im letzten Band noch bemängelt habe, kann ich nun nur noch loben. Die Charaktere sind wesentlich tiefgängiger, wirken echter.
Besonders angetan hat es mir Xemerius, der Dämon. Ich finde ihn so unglaublich süß! Hat was von Dobby in Harry Potter. Vom Charakter natürlich nicht zu vergleichen, aber eben so ein süßer Charakter bei dem sich freut, wenn er auch nur in einem Satz auftaucht.
Gwen und Gideon haben sich im Vergleich zum letzten Teil auch gesteigert. Man hat jetzt das Gefühl, dass es wirklich Charaktere sind, und nicht irgendwelche Persönlichkeiten, die halt gerade passend waren.
Auch die Nebenfiguren wirken in Saphirblau nicht mehr oberflächlich, sondern sehr realistisch.

Handlung
Die ganze Geschichte streckt sich wieder nur über einige Tage, wodurch man etwas den Überblick verliert. Das Buch schließt nahtlos an den letzten Teil an, beginnt also mit dem Kuss in der Kirche. So findet man sich sehr schnell zurück in die Story und kann das Buch von Anfang bis Ende genießen.
In diesem Teil geht es hauptsächlich darum, dass Gwendolyn sich auf zwei Treffen in der Vergangenheit mit dem Grafen von Saint Germain vorbereiten muss. Diese Treffen laufen anders als geplant, und zu allem Überfluss verhält sich Gideon mehr als merkwürdig, denn er macht nicht selten Gwens Cousine Charlotte schöne Augen, weshalb Gwen sehr mit ihrer Eifersucht zu kämpfen hat. Auch was Gwendolyn vom Grafen erfährt ist für sie ein schwerer Schlag.

Schreibstil
Am Schreibstil gibt es wieder nichts zu meckern, außer vielleicht das immer wieder auftauchende Latein und Französisch, wovon ich nichts verstehe. Lässt sich ja aber schnell googeln und ist meistens auch nicht sonderlich wichtig für die Story, weshalb es nicht schlimm ist, wenn man mal ein Wort nicht weiß.


4,5 Punkte

Sonntag, 5. Juni 2011

[Rezension] Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten

Titel: Rubinrot

Autor: Kerstin Gier

Verlag: Arena

Seiten: 345

Preis: 15,95 (Gebundene Ausgabe)


ISBN 978-3401063348






Kurzbeschreibung
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Quelle:
amazon.de
hierschreibenwir.de

"Rubinrot" ist der erste Teil der Edelsteintrilogie. Das Buch war zunächst nicht sehr spannend, was sich gegen Ende jedoch geändert hat. Die Liebesgeschichte kam, meiner Meinung nach, etwas zu kurz. Auch die Geschichte war nicht so, wie ich es aufgrund des Klappentextes erwartet habe. Trotzdem hat mir das Buch recht gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Cover
Das Cover fand ich auf den ersten Blick nicht sonderlich ansprechend. auf den zweiten Blick erkennt man aber sehr süße Details, wie zum Beispiel die beiden Fledermäuse ganz oben auf dem Cover. Es ist nicht das beste, aber auch nicht das schlechteste Cover das es gibt.
Das Cover ist auf einen Schutzumschlag gedruckt, Buchdeckel und -rücken sind zartrosa, wie der Hintergrund des Covers.
Das Cover ist mit Spotlack versehen, und das Buch hat ein Leseband.

Charaktere
Die Charaktere fand ich, wie schon in meinem letzten Buch von Kerstin Gier, etwas zu oberflächlich. Die Hauptfiguren wurden aber mit der Zeit etwas vielschichtiger.
Die Personen haben Ecken und Kanten, was mir sehr gut gefällt.
Die Familie der Hauptperson, sowie die anderen Figuren, sind zunächst etwas verwirrend, da es sehr viele sind. Man findet sich aber mit der Zeit gut zurecht und wenn man große Probleme hat, hilft eine Personenbeschreibung hinten im Buch.

Handlung
Gwendylon hat das Zeitreisegen ihrer Familie geerbt, obwohl zunächst alle ihre Cousine Charlotte für die Genträgerin halten. Überraschend springt Gwendylon in die Vergangenheit, woraufhin sie in eine geheime Mission verstrickt wird. Völlig unvorbereitet wird sie in das Geschehen geworfen, wovon man bis zum Schluss eigentlich nicht weiß, worum es geht.
Am Anfang zieht die Geschichte sich ziemlich, bis Gwendolyn ihren ersten Zeitsprung hinter sich hat. Die Geschichte ist leicht zu verstehen und gut zu lesen, allerdings waren die eingeschobenen Infos am Ende jedes Kapitels am Anfang recht verwirrend, weil man nicht so genau weiß, was das ist.

Schreibstil
Der Schreibstil ist genial. Man taucht vollkommen in die Geschichte ein, die Sätze klingen flüssig und sind einfach zu verstehen. Auch die Wortwahl ist recht einfach, wirkt aber nicht unbeholfen oder langweilig.

4,0 Punkte

Donnerstag, 2. Juni 2011

[Rezension] House Of Night - Versucht

Titel: Versucht

Autor: PC  & Kristin Cast

Verlag: Fischer Fjb

Seiten: 597

Preis: 16,95€ (Gebundene Ausgabe)

ISBN 978-3841420060





Kurzbeschreibung
Nachdem Zoey und ihre Freunde Kalona und Neferet aus Tulsa vertrieben haben, hätten sie eigentlich eine Pause verdient. Aber obwohl Zoey und ihr sexy Krieger Stark sich erst einmal von ihrer Begegnung mit dem Tod erholen müssten und auch die Jungvampyre die Nachwirkungen von Neferets Terrorherrschaft zu verarbeiten hätten, ist ihnen allen keine Ruhe vergönnt.
Stevie Rae glaubt mit ihren außergewöhnlichen Kräften gut allein all das regeln zu können, was sie vor ihren Freunden verheimlicht. Doch eine mysteriöse und beängstigende Macht breitet sich in den Tunneln unter Tulsa aus. Aber Stevie Rae will nicht sagen, was dort vor sich geht und was sie dort gemacht hat. Allmählich beginnt Zoey sich zu fragen, wie sehr sie ihr noch vertrauen kann.
Werden sie die richtigen Entscheidungen treffen oder werden dunkle Mächte das House of Night zerstören?

Quelle: amazon.de

Der 6. Teil der House of Night Reihe, war bisher, meiner Meinung nach, der Schlechteste. Es wurde und wurde einfach nicht spannend, die Handlung war vorhersehbar und völlig reizlos, bis alles schließlich mit einem etwas lieblosen Ende und einem miesen Cliffhanger endet.

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Cover
Wie bei allen Bänden der HoN-Reihe ist das Cover wieder sehr dunkel gehalten. Es wirkt wieder ausgesprochen schön, wozu besonders der wundervolle Spotlack beiträgt. Wie auch die anderen Bände, ist das Buch mit einem Schutzumschlag versehen, welcher auf der Innenseite bedruckt ist.

Charaktere
Was die Charaktere angeht, gibt es in diesem Band keine großen Änderungen. Eine überraschende Figur, spielt in diesem Band eine wichtige Rolle.
Kalona wirkt noch anziehender als im Vorgänger, aber sonst bleibt alles beim Alten.
Was mir allerdings aufgefallen ist: Zoeys Freunde kommen etwas zu kurz, besonders die Zwillinge fehlen mir in diesem Band. Ihre (manchmal etwas dümmlichen) Kommentare waren immer sehr amüsant.
Aphrodite ist, wie schon im letzten Band, ein ausgesprochen toller Charakter.

Handlung
Das größte Manko dieses Buches ist die Handlung. Die ganzen ca. 500 Seiten wird es einfach nicht wirklich spannend. Manchmal erfährt man etwas, das einen kurz stutzen lässt, aber es passiert einfach nicht wirklich etwas. Es ist zäh und langatmig und nur eine Aneinanderreihung unwichtiger Ereignisse. Auch auf den letzen 100 Seiten kommt nicht so recht Spannung auf. Es wirkt sehr lieblos und undurchdacht. Das Ende kommt plötzlich und überraschend mit dem unspektakulären Tod einer Hauptfigur. Einzig und allen beim Cliffhanger am Ende kommt etwas Spannung auf.
Ich hoffe der nächste Band wird wieder etwas besser.

Schreibstil
Der Schreibstil hat sich, besonders im Vergleich mit dem ersten Band, sehr verbessert. Von der anfänglichen Gossensprache ist nichts mehr zu spüren, die Sätze wirken flüssiger und fesselnder, wodurch man auch die etwas zähe Geschichte recht schnell durch hat.



2,2 Punkte

Freitag, 27. Mai 2011

[Rezension] Lucian

Titel: Lucian

Autor: Isabel Abedi

Verlag: Arena Verlag

Seiten: 553

Preis: 18,95€ (Gebundene Asugabe)

ISBN 978-3401062037








Kurzbeschreibung
Becky, hast du dir eigentlich mal überlegt, dass Lucian vielleicht ... kein ... Mensch ist?
Ich senkte den Kopf.
Nein, flüsterte ich.
Aber was ich dachte, war: Ja.

Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.
Der neue Roman von Bestsellerautorin Isabel Abedi. MAGISCH.

Quelle: amazon.de


"Lucian" habe ich in nur zwei Tagen verschlungen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich weiß nicht wie viele Stunden ich nichts gemacht habe außer dazusitzen und zu lesen, bis ich halb am verdursten war und wir der Eile fast noch das Glas fallen lassen hab. Das Buch lässt sich wirklich prima mit diesem einen Wort beschreien: MAGISCH.

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Cover
Das Cover ist ähnlich gestaltet wie auch die anderen Bücher von Isabel Abedi. Es ist, meiner Meinung nach, nicht das stärkste Cover, aber lässt den Inhalt erahnen und strahlt schon die Magie der Geschichte aus, sodass man sich fühlt, als würde das Buch einem zuflüstern wie in Cornelia Funkes "Tintenherz".

Charaktere
Wie bei allen Büchern von Isabel Abedi, sind die Figuren so lebensecht, dass man sie für lebendig hält. Sie haben Ecken und Kanten, gute sowie schlechte Seiten, und Isabel Abedi schafft es, ihre Figuren mit nur ein paar wenigen Wörtern zum Atmen zu bringen.
Mit den Hauptfiguren Rebecca und Lucian kann man so mitfühlen, dass man sehr häufig vergisst, dass diese Beiden nicht wirklich existieren.
Besonders angetan hat es mir auch Suse, Rebeccas beste Freundin. Auch sie hat ihre Fehler, aber Rebecca kann sich glücklich schätzen, eine Freundin wie sie zu haben.
Wen ich auch ganz toll fand, waren die Wellensittiche John Boy und Jim Bob. Ich konnte sie praktisch vor mir sehen und ich weiß noch, an einer Stelle des Buches habe uch kurzzeitig wirklich gedacht ich würde sie zwitschern hören. Bis mir wieder aufgefallen ist, dass ich immernoch in meinem Zimmer sitze, mit meinen eigenen zwei Wellensittichen direkt neben mir.
Auch der unwichtigste Nebencharakter bekommt von Isabel Abedi eine so unverwechselbare Persönlichkeite, wie man es in keinem anderen Buch findet. Die Personen scheinen nicht nur als würden sie atmen. Sie atmen wirklich!

Handlung
Auch in "Lucian" erzählt Isabel Abedi alle Geschehnisse bis ins kleinste Detail. Das liegt dem Leser, oder eben nicht, aber ich kann davon nicht genug bekommen. Auch "unwichtige" Dinge, wie Rebeccas Zeit in der Schule werden nicht außer Acht gelassen, wodurch man ihr Leben mit ihr leben kann.
Die Handlung ist spannend und immer wenn man denkt, man weiß wie es weitergeht, kommt es doch ganz anders.
Die Geschichte entwickelt sich in eine völlig andere Richtung als ich erwartet habe und ich bin so unglaublich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es ist endlich wieder etwas völlig anderes, nach dem Haufen Vampirromane, die man im Moment um die Ohren geworfen bekommt. Ich kenne zumindest kein vergleichbares Buch.

Schreibstil
Isabel Abedi ist eine der wenigen Autorinnen, die es schafft, mit ihren Sätzen wirklich Bilder zu malen. Ihre Worte haben einen so wundervollen Klang, dass man praktisch nur so durch die Seiten fliegt.
Ich habe vielleicht noch nicht so viele Bücher gelesen, wie viele Menschen hier, die wesentlich älter sind als ich, aber ich bin mir sicher, dass dieser lebhafte Erzählstil von Isabel Abedi etwas ganz besonderes ist.
4,8 Punkte

Mittwoch, 25. Mai 2011

[Rezension] Für jede Lösung ein Problem

Titel: Für jede Lösung ein Problem

Autor: Kerstin Gier

Verlag: Bastei Lübbe

Seiten: 304

Preis: 7,99€ (Taschenbuch)

ISBN 978-3404156146






Kurzbeschreibung
Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka ? und Gerris Leben wird von einem Tag auf denanderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!

Quelle: amazon.de

Das Buch hat mich etwas enttäuscht. Der Plot ist sehr ansprechend und ich habe gespannt und erwartungsvoll angefangen zu lesen, aber irgendwie hat es mich gar nicht überzeugt. Die Personen waren mir zu unglaubwürdig, die Story zu flach und zu vorhersehbar. Eines der wenigen Bücher, das ich nur ausgeliehen habe. Zum Glück.

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Cover
Das Cover fand ich recht vielversprechend. Es wirkt sehr fröhlich und einladend und ich finde es wirklich sehr schade, dass es nicht gehalten hat was ich mir davon versprochen habe. Mal wieder ein Beweis dafür, dass man ein Buch NICHT nach dem Cover aussuchen sollte.

Charaktere
Wie schon gesagt, fand ich die Charaktere durchgehend unglaubwürdig. Sie waren alle ser klischeehaft. Der blonde, gutaussehende Zahnarzt mit dem Porsche, der sexy, schnuckelige neue Chef mit dem Knackarsch, die Horror-Mum und die etwas verrückte beste Freundin... Durchweg sehr konstruiert und nicht im geringsten glaubwürdig.
Auch mit der Hauptperson Gerri hatte ich so meine Probleme. Ihre Selbstmordgedanken habe ich ihr nie wirklich abgenommen. Auch ihre ständigen Erwähnungen "Hey, ich bin neurotisch depressiv" haben mich irgendwann genervt. Aber es passt eindeutig zu ihrem Sternzeichen Jungfrau, ne Freundin von mir ist auch immer so korrekt und durchdenkt alles, und am Ende kommt nur Müll raus xD Okay das war gemein.
Alles in allem gab es in diesem Buch eigentlich keinen Charakter, der mir wirklich gefallen hat. Am unterhaltsamsten war noch hammerhart31, was echt peinlich ist.

Handlung
Die Idee ist ja ganz gut, aber meiner Meinung nach schlecht umgesetzt. Immer wieder kommen Abschiedsbriefe von Gerri, ziemlich oft einfach aus dem Zusammenhang gerissen.
Die Story ist vorhersehbar und schon beim ersten Treffen ist klar, wen sich Gerri später angelt.
Was ich auch etwas lästig fand, waren die ganzen Leute. Jeder Verwandte wird erwähnt, es sind so unglaublich viele Namen... Man kann sie unmöglich auseinanderhalten. Schon bei den 3 Schwestern von Gerri hatte ich meine Probleme, und wenn man mich jetzt fragen würde, welche der Schwestern die 3 Kinder hat... Ich könnte es echt nicht sagen.

Schreibstil
Der Schreibstil hingegen war sehr angenehm, was das lesen ungemein erleichtert hat, so hat man das Buch schneller durch und muss sich nicht länger als nötig damit herumquälen. Nur die vielen Fremdwörter haben mich gestört, aber das liegt wohl daran, dass ich mir die noch nie merken konnte, was man also nicht als negativ sehen sollte.
1,1 Punkte

Samstag, 21. Mai 2011

[Rezension] Mein Tag ist deine Nacht

Titel: Mein Tag ist deine Nacht

Autor: Melanie Rose

Verlag: Knaur TB

Seiten: 400

Preis: 8,95€ (Taschenbuch)

ISBN 978-3426503218






Kurzbeschreibung
Was wäre, wenn Sie plötzlich im Körper einer Fremden aufwachen würden? Vier entzückende Kinder hätten, eine luxuriöse Villa und einen liebenden Mann – aber nicht einmal Ihren Namen wüssten? Genau das passiert Jessica, in deren Singleleben doch gerade erst die Liebe wie der Blitz einschlug. Und das ist erst der Anfang: Sobald Jessica im einen Leben einschläft, wacht sie im anderen wieder auf! Diese Geschichte glaubt ihr natürlich niemand – bis auf einmal alles einen Sinn ergibt ...

Quelle: amazon.de

"Mein Tag ist deine Nacht" ist ein unglaublich schönes Buch. Am Anfang war ich etwas skeptisch, ich bin ja normalerweise eher der Fantasy-Typ, aber das Buch hat mich immer mehr in seinen Bann gezogen.


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Cover
Das Cover finde ich bis auf die gelbe Schrift ganz okay, aber eben auch nicht mehr als das. Hätte mir nicht eine Freundin das Buch empfohlen, wäre ich nie darauf aufmerksam geworden.
Die Farbe des Hintergrundes ist sehr schon und auch das Muster sagt mir zu, aber die Schrift zerstört, meiner Meinung nach, das ganze Cover total.

Charaktere
Jessica bzw. Lauren ist mir sehr sympatisch. am Anfang wirkt alles noch sehr oberflächlich, nach ein paar Kapiteln wird es dann aber vielschichtiger. Jessicas Art ist mir von Anfang an sympatisch gewesen. Ihr ganzes Wesen ist sehr liebenswert, manchmal fehlen mir aber die Ecken und Kanten.
Dan war mir etwas zu oberflächlich dargestellt, ihm fehlt der Tiefgang und man wird nicht richtig schlau aus ihm. Man kann keine Richtige Beziehung zu ihm aufbauen, was ich sehr schade finde.
Wen ich dafür besonders mochte war Teddy. Alle vier Kinder fand ich toll, was schon erstaunlich ist, weil ich mit Kindern eigentlich nicht viel anfangen kann, aber diese Rasselbande habe ich sofort ins Herz geschlossen. Auch Nicole fand ich richtig toll. Auch wenn es am Anfang etwas schwierig war Nicole und Sophie auseinander zu halten.
Grant hingegen war mir von Anfang an unsympatisch, weswegen mich das Ende in Bezug auf ihn nicht im geringsten stört.
Wen ich aber auch noch erwähnen muss: Karen, Laurens Schwester. Sie brachte Schwung ins Buch und hat mich oft an meine eigene Schwester erinnert. Es war schön zu lesen, wie sie mit ihrer direkten Art Grant in seine Schranken weist, aber auch Jessica als "neue" Schwester akzeptiert.

Handlung
Die Handlung hat mir zu Beginn nicht sonderlich zugesagt, nach Beenden des Buches find ich sie aber einfach toll.
Jessica wird bei einem Spaziergang vom Blitz getroffen und wacht als Lauren wieder auf. Jedesmal wenn sie einschläft und wieder aufwacht, wechselt sie von nun an die Körper. Nach und nach versteht sie, was mit ihr passiert und freundet sich mit ihrem zweiten, neuen Leben an.
Wie schon gesagt gefällt mir Laurens Leben eigentlich besser als Jessicas, was eindeutig an den Kindern liegt. In diesem Punkt kann ich also vielen Kritikern, die bemängeln die sicht wird zu sehr auf Lauren gelenkt, nicht zustimmen, da ich finde, dass das durchaus einen Sinn hat.
Das einzige was ich bei der Handlung zu bemängeln habe, ist die Liebe zwischen Jessica und Dan. Ich finde es ziemlich unrealistisch, wenn einfach mal kurz der Traumptyp vor einem steht und schon sind sie unsterblich ineinander verliebt. Vieleicht gibt es das ja, aber ich kennen niemanden, bei dem das so war. Da sagt mir die "Jäger-Beute-Theorie" aus Evermore schon eher zu.

Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu lesen. Es klingt nicht holprig und ist auch nicht sonderlich anspruchsvoll, also das perfekte Buch für nervige Gewittertage.



4,2 Punkte

Montag, 16. Mai 2011

[Rezension] Vampire Academy - Schattenträume

Titel: Schattenträume

Autor: Richelle Mead

Verlag: Lyx

Seiten: 384

Preis: 12,95€ (Broschiert)

ISBN 978-3802582035






Kurzbeschreibung
Es ist Frühling an der Vampirakademie, und Rose Hathaway steht kurz davor, ihren Abschluss zu machen. Doch seit sie zum ersten Mal einen Strigoi im Kampf getötet hat, wird Rose von düsteren Gedanken und merkwürdigen Visionen geplagt. Währenddessen zieht neues Unheil herauf: Lissa hat wieder begonnen, mit ihrer Magie zu experimentieren, und ihr einstiger Widersacher Victor Dashkov ist möglicherweise auf freiem Fuß. Rose und Dimitri kommen sich wieder näher, die verbotene Leidenschaft zwischen beiden flammt unvermindert auf. Bis eine tödliche Bedrohung Rose vor die wohl schwerste Wahl ihres Lebens stellt.

Quelle: amazon.de

"Schattenträume" ist der 3. Teil der Vampire Academy Reihe und, ob mans glaubt oder nicht, sogar noch besser als der 2. Teil, den ich schon unglaublich gut fand. Am Anfang wusste ich noch nicht, was ich von der Reihe halten soll, aber ich kann nur eins sagen: Ich bin so verdammt froh, dass ich sie gekauft habe und kanns kaum erwarten endlich den 4. Teil zu kaufen!

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Cover
Das Cover gefällt mir nicht so gut wie das des zweiten Teils, es hat wieder starke Ähnlichkeit mit dem Cover des ersten Teils, das mir auch schon nicht so sehr gefallen hat. Trotzdem passt es sehr gut zum Inhalt des Buches, es wirkt bedrückend, geheimnisvoll und bedrohlich.

Charaktere
Wer mir bei diesem Teil besonders positiv aufgefallen ist, ist Christian. Man erfährt mehr über ihn und er nimmt eine größere Rolle ein, als in den Vorgängern. Er wirkt zunehmen sympatischer und ist für mich definitiv einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe.
Auch Dimitri hat sich, (sofern das möglich ist) noch weiter gesteigert. Ich fand ihn im ersten Teil nicht sonderlich toll, aber im zweiten dacht ich schon "wow" und jetzt nur noch"OhMeinGoooott" :D Umso mehr fand ich das Ende...schrecklich.
Roses Entwicklung wird in diesem Teil noch deutlicher. Man spürt ihre steigende Wut, ihre Zerissenheit und ihre ständige Anspannung. Man kann mit ihr mitfühlen und ihre Reaktionen vollkommen nachvollziehen.
Wer sich, in meinen Augen, definitiv nicht gesteigert hat, ist Lissa. Im ersten Teil war sie mir total unsympatisch, im zweiten fand ich sie toll und jetzt geht sie gewaltige Schritte rückwärts, was aber nicht damit zusammenhängt, dass sie farblos oder schlecht beschrieben wäre. Es liegt einzig und allein an ihrer Art, mit der ich mich einfach nicht anfreunden kann.

Handlung
Nach Masons Tod fühlt Rose sich schuldig. Sie fängt an Geister, meistens Mason, zu sehen. Sie besucht eine Therapeutin und veruscht, mit den Geschenissen umzugehen. An der Akademie findet ein Praktikum statt, bei dem die Novizen einem Moroi zugeteilt werden und bei dem ihr späteres Leben als Wächter simoliert wird. Die Geschichte zieht sich hier zu Beginn sehr in die Länge, wohingegen man am Ende kaum noch mitkommt. Die Schule wird angegriffen, woraufhin Rose und viele andere sich in den Kampf stürzen. Die Kämpfe fordern einige Opfer, woraufhin Rose vor einer schweren Entscheidung steht.

Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin hat sich merklich verbessert, er ist nun viel flüssiger zu lesen. Auch die Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, die ich in den Vorgängern bemängelt habe, ist in "schattenträume" nicht mehr anzutreffen.

4,8 Punkte

Freitag, 6. Mai 2011

[Rezension] Vampire Academy - Blaues Blut

Titel: Blaues Blut

Autor: Richelle Mead

Verlag: Lyx

Seiten: 298

Preis: 12,95€ (Broschiert)

ISBN 978-3802582028






Kurzbeschreibung
Rose Hathaways Liebesleben steht völlig Kopf. Während ihr bester Freund Mason hoffnungslos in sie verliebt ist, wirft ihr hinreißend gut aussehender Nachhilfelehrer Dimitri offenbar ein Auge auf eine andere Frau. Da versetzt ein Großangriff der Strigoi die Akademie der Vampire in höchste Alarmbereitschaft, und es wimmelt an der Schule nur so von Wächtern, darunter auch die legendäre Janine Hathaway ... Roses Mutter! Um dem Gefühlchaos die Krone aufzusetzen, muss sich Rose mit Christian, dem Ex-Freund ihrer Freundin Lissa, verbünden, um die Akademie vor drohendem Unheil zu bewahren ... Zweiter Band der Vampir-Erfolgsserie von Richelle Mead. Romantik, Action und Intrigen Vampire Academy lässt keine Wünsche offen.

Quelle: amazon.de

Blaues Blut ist der zweite Teil der Vampire Academy Reihe. Den ersten Teil fand ich recht gut, von diesem Teil bin ich absolut begeistert! Ich war anfangs etwas skeptisch was die Reihe angeht, aber ich bin so froh, dass ich sie gekauft habe. Ich kanns kaum erwarten, den nächsten Teil zu lesen. Zum Glück steht der schon im Regal.

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Cover
Das Cover von diesem Band sagt mir wesentlich mehr zu als das Cover des ersten Teils. Es wirkt nicht so düster... Ich weiß nicht wie ich es richtig beschreiben soll... Es hat nicht so eine "les mich nicht, ich bin bööööse" Wirkung ;-)
Es strahlt zwar die drückende Stimmung aus, aber es...ist einfach nich so gruselig sag ich jetzt mal.

Charaktere
Die Charaktere haben sich im Vergleich zum ersten Teil erheblich gesteigert. Rose wird mir zunehmend sympatischer, ihre Art wirkt nicht mehr so gestellt, sondern gehört einfach zu ihr. Man versteht einfach warum sie etwas tut, es passt zu ihr.
Lissa fand ich im ersten Band ja nicht so toll, sie ist mir jetzt wesentlich sympatischer! Ihr Charakter hat eine riesige Entwicklung durchgemacht. Ich hoffe nur, dass es auch so bleibt, denn steigern kann sich ihr Charakter im Vergleich zu diesem Teil nicht mehr. (Und wenn doch, liebe ich diese Autorin)
Roses Zuneigung zu Dimitri habe ich nicht wirklich verstanden, er war mir nicht wirklich sympatisch, im ersten Teil, aber wie auch Lissa hat er sich unglaublich weiterentwickelt. Seine Anziehungskraft ist fast körperlich spürbar. Der Kerl ist toll!
Auch Christian hat sich gesteigert, er hat seine nervigen Anwandlungen verloren und kommt jetzt so rüber, wie es ursprünglich sein sollte.
Wer mich allerdings auch in diesem Teil genervt hat, war Mason, aber das hat sich ja erledigt xD (makaber sorry)
Und wen ich auch noch erwähnen muss, weil er mir so gut gefallen hat: Adrian! Ein hammer Charakter, ich hoffe noch viel von ihm zu lesen.

Handlung
Die Handlung ist noch spannender als schon im Vorgänger. Strigoi und Menschen haben sich zusammengeschlossen, es gibt angenehm Mord und blutig wirds auch, wie man es von nem ordentlichen Vampirbuch erwartet. Spannungsfaktor ist definitiv noch höher!
Auch in diesem Teil kommt aber die Romantik nicht zu kurz. Die Gefühle von Rose für Dimitri verstärken sich noch, werden noch verzwickter. Trotzdem nimmt ihr Liebesleben nicht überhand, das Gleichgewicht passt einfach!

Schreibstil
Der Schreibstil hat sich auch gebessert, die Sätze sind nun wesentlich einfach zu verstehen, wodurch es einfacher wird in die Geschichte einzutauchen.
Auch die fehlenden Leerzeichen sind weniger geworden, mir ist nur eins aufgefallen. Ich kann leider nicht sagen ob das bei der Originalausgabe auch so ist, weil ich die Weltbild-Ausgabe habe.



4,6 Punkte

Dienstag, 26. April 2011

[Rezension] Weggesperrt


Titel: Weggesperrt

Autor: Grit Poppe

Verlag: Dressler

Seiten: 330

Preis: 9,95€ (Broschiert)



ISBN 978-3791516325




Kurzbeschreibung
Niemals aufgeben! Flucht aus dem Erziehungsheim
DDR 1988: Anjas Mutter stellt einen Ausreiseantrag aus der DDR und wird von der Stasi verhaftet. Die 14-jährige kommt in einen Jugendwerkhof, eine Einrichtung der Jugendhilfe. Geschockt von der Willkür der Erzieher, der Gewalt und dem Drill, will Anja bald nur noch fliehen. Tatsächlich gelingt ihr die Flucht, aber nur für kurze Zeit. Anja fragt sich immer wieder, was sie eigentlich verbrochen hat. Als sie eines Tages ausrastet, bringt man sie nach Torgau, in eine geschlossene Einrichtung. Dort lernt sie Tom kennen, der wie sie nicht aufgeben will.
Ein spannender Roman über Willkür und Gewalt im Jugendwerkhof in der DDR. Sorgfältig recherchiert von der Autorin, die selbst in der Bürgerrechtsbewegung engagiert war. Mit Glossar und Wende-Chronik im Anhang.

Quelle: amazon.de

Weggesperrt ist unsere Prüfungslektüre. Und dafür ist es ein echt gutes Buch! Es zeigt wie es hinter der Fassette der DDR zuging, was sich in Jugendwerkhöfen zuträgt, und wie wichtig es ist, gegen den Strom zu schwimmen, wenn man es für richtig hält.

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Cover
Das Cover von "Weggesperrt" hat mich persönlich nicht sehr angesprochen. Ich habe die broschierte Ausgabe. Das Cover passt gut zum Buch, spiegelt sehr gut den Inhalt wieder. Es ist dezent gehalten und bringt die Stimmung der Story sehr gut rüber.
Mir gefällt es hauptsächlich deshalb nicht, weil ich hauptsächlich auf Fantasy stehe und deshalb auch vorallem Bücher liebe, von denen mich schon die Feen und Vampire anlächeln =).

Charaktere
Die Hauptperson in "Weggesperrt" ist Anja Sander. Ich fand sie zuerst sehr sympatisch, manchmal wirkt ihr Charakter aber nicht ganz stimmig. Einerseits ist sie das kleine naive Mädchen, das sich nicht vorstellen kann, dass es etwas grausames in der Welt gibt, dann prügelt sie sich mit anderen Mädchen und hat so einige Schimpfwörter drauf. Ich finde das passt nicht wirklich zusammen, was es bei der Prüfung ziemlich schwer macht aus ihrer Sicht zu schreiben.
Desweiteren gibt es noch Gonzo, die Anja im Durchgangsheim kennenlernt. Sie wirkt zunächst etwas pampig, entwickelt sich aber gegen Ende zu einer guten und treuen Freundin für Anja. Sie ist besonders gegen Ende des Buches sehr sympatisch.
Kilian ist Anjas Cousin. Er taucht nicht lange auf, aber was man erfährt gefällt mir sehr gut. Er ist ein sehr stiller Junge, schreibt Gedichte und sitzt laut seiner Schwester Sylvi die meiste Zeit in seinem Zimmer. Er macht auf mich einen sehr netten Eindruck, wirkt wie jemand, der erst nachdenkt und dann redet.
Der letzte, meiner Meinung nach, wichtige Charakter ist Tom. Wie auch Gonzo trifft Anja ihn im D-Heim. Die beiden verlieben sich inneinander, werden getrennt und finden am Ende doch wieder zueinander. Tom ist ein verwegener Junge, der von den Erziehern in den Heimen "der  Zigeuner" genannt wird. Er kämpft für das was er will, auch wenn er sich selbst in Gefahr bringt und ist damit ein gutes Gegenstück zu Anja. Letztendlich steckt er sie sogar mit seinem Freiheitswillen an.

Handlung
Anjas Mutter stellt einen Ausreiseantrag, woraufhin sie und Anja von der Stasi abgeholt werden. Ihre Mutter sitzt in U-Haft, Anja wird in ein Durchgangsheim gebracht. Dort fragt sie sich, wann sie endlich nach Hause darf. Von dort wie sie dann zu einem Jugendwerkhof gebracht, in dem sie es nicht lange aushält und die erste Gelegenheit zur Flucht nutzt.
Ihre Freiheit dauert jedoch nicht lange an, und bald wird sie wieder dorthin zurückgebracht. Nachdem Anja eine Erzieherin attackiert, wird sie in den geschlossenen Jugendwerkhof Torgau gebracht, wo sie die schlimmste Zeit ihres Lebens verbringt. Was dort passiert, und wie es weitergeht möchte ich jedoch nicht verraten ;)

Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, was besonders bei einer Prüfungslektüre natürlich ein großer Pluspunkt ist. Der Text lässt sich leicht lesen, Fremdwörter werden hinten im Buch erklärt. Das einzige was mir aufgefallen ist, oder worrüber ich mich viel mehr gwundert habe ist, dass Anja Wörter wie "dito" kennt. Gab´s das in der DDR schon?
Wie dem auch sei, Weggesperrt ist ein recht gutes Buch, und für alle, die gerne Romane mit geschichtlichen Hintergründen lesen, sehr gut geeignet, aber auch für Fantasy-Fans wie mich kein Beinbruch =)


4,5 Punkte