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Freitag, 24. Januar 2014

[Rezension] Hüter der Dämmerung

http://www.loewe-verlag.de/_cover_media/titel/648h/4319.jpgTitel: Hüter der Dämmerung
Originaltitel: Angel Fire
Autor/in: L.A. Weatherly
Reihe: #2
Preis: 9,95€
Seiten: 620
Verlag: Loewe
Erscheinungdatum: 18. März 2013
ISBN-13: 978-3785574546
Leseprobe
Willow ist beim Kampf gegen die Engel nur knapp dem Tod entronnen. Nun wird sie im ganzen Land gejagt. Mit ihrer großen Liebe Alex flieht sie nach Mexiko, wo die beiden ein neues Trainingscamp für Engeljäger aufbauen wollen. Gemeinsam planen sie einen Anschlag auf das Seraphische Konzil. Niemand ahnt, dass die Engel über jeden ihrer Schritte informiert sind. Es liegt in Willows Hand, die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren. Und dann ist da auch noch der Halbengel Seb, der ihre Gefühle ganz schön durcheinanderbringt. Willow steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.




Zunächst einmal: Die ursprünglich auf zwei Bände ausgelegte Story wird nun doch eine Trilogie! Das ist auf amazon und einigen anderen Seiten noch falsch vermerkt.
Nun zum Buch selbst; nachdem mich der erste Band wirklich vollends überzeugen konnte, bin ich von der Fortsetzung sehr enttäuscht. Wo sind die liebenswerten Charaktere hin? Die magische Stimmung?
Man hat leider ein typisches Übergangsbuch vor sich, nichts Halbes und nichts Ganzes.

Das Cover passt gut zum ersten Teil, gefällt mir optisch aber wesentlich besser, da das Motiv deutlich besser bearbeitet ist und hochwertiger aussieht. Lediglich der Titel trifft meinen Geschmack nicht wirklich, er wurde eher passend zu "Dämonen des Lichts" gewählt, als wirklich im Bezug auf das Buch.


Die beiden Protagonisten Willow und Alex haben mich in "Dämonen des Lichts" vollkommen begeistert. Leider hat sich das geändert, denn obwohl sie nach wie vor sehr authentisch sind, haben sie deutlich an Sympathie verloren. Beide haben mit Extremsituationen zu kämpfen, beide werden vor schier unmögliche Herausforderungen gestellt, ja, ihr Stress und ihre Anspannung ist vollkommen nachvollziehbar, aber die Verbundenheit mit den Figuren bleibt einfach auf der Strecke.
Die Stimmung ist viel zu gedrückt, um sie wirklich genießen zu können, aber ich finde, egal wie düster eine Geschichte auch ist, besonders die Charaktere sollten doch kleine Lichtblicke bilden. Und das war bei Willow und Alex eben nicht der Fall.
Der Hoffnungsschimmer taucht jedoch in Form von Seb auf, dem einzig anderen Halbengel, von man (bisher) weiß. Seb weiß schon seit er ein kleines Kind war, dass er ein Halbengel ist. Und auch, dass er nicht der einzige ist! Er hat Willow schon immer "spüren" können und war sein Leben lang auf der Suche nach ihr. Obwohl er sie nie leibhaftig getroffen hat, ist er unsterblich in sie verliebt und als er schon fast die Hoffnung aufgegeben hat, sie jemals zu finden, kreuzen sich ihre Wege.
Mit einem hat Seb allerdings nicht gerechnet: Alex. Eine komplizierte Dreiecksgeschichte entsteht, die jedoch nicht in das völlig abgedroschene Raster fällt, sondern zur Abwechslung mal mehr als überzeugend daherkommt.
Ohne Sebs Humor und Charme wäre das Buch eine trostlose Einöde an endlos langen Dramen, doch so wird zum Glück auch ein bisschen lockere Stimmung eingebracht.
Ebenfalls gut gelungen sind die weiteren neuen Figuren, die sich um Alex und Willow scharen, schwächer hingegen wird besonders Raziel, Willows Vater, der mich leider gar nicht überzeugen konnte.
Sehr durchwachsen also, teils sehr gut, teils wirklich schlecht.
 
Auch die Handlung ist leider nicht das umwerfende Highlight, das ich mir erhofft hatte. Die Stärke liegt definitiv wieder auf der Liebesgeschichte, die als solche gar nicht wirklich vorhanden ist. Zumindest nicht im romantischen Sinne. Viel mehr kämpft man hier mit einem ausgewachsenen Beziehungsdrama, inklusive Eifersucht, Streit, Misstrauen und jede Menge Zweifel.
Nicht nur Seb kommt hier ins Spiel, auch Alex erste Flamme erscheint plötzlich auf der Bildfläche und verkompliziert das Ganze noch. Nicht nur, dass sie plötzlich Interesse an Alex zeigt, sie verhält sich Willow gegenüber herablassend und überheblich, wie die anderen angehenden Engeljäger auch. Obwohl Willow sie rettet, ist sie für sie der Feind, denn nicht jeder nimmt die Tatsache, dass sie ein Halbengel ist, so locker hin wie Alex. Emotional auf höchstem Niveau!
Der eigentliche Kern der Story hingegen ist bei Weitem nicht so überzeugend. Willow und Alex gehen nach Mexiko City, nachdem Willow in einem Traum gesehen hat, dass sie unbedingt dorthin müssen. Dort stoßen sie auf eine Gruppe von ehemaligen CIA-Mitgliedern, die Alex zu Engeljägern ausbilden will. Doch dazu bleibt nicht viel Zeit, denn nur wenige Wochen nach ihrer Ankunft, wird das Seraphische Konzil in der Stadt erwartet. Es heißt, wenn man alle zwölf Engel des Konzils tötet, sterben alle Engel mit ihnen.
Die Ausbildung zieht sich schier endlos in die Länge, bei 620 Seiten ist das eine wirkliche Herausforderung für das Durchhaltevermögen. Die Geschichte plätschert langsam vor sich hin, ab und zu kommt etwas Spannung auf, aber richtig an Fahrt gewinnt die Story erst auf der Zielgeraden.
Hätte das Buch nicht so viele Seiten, wäre diese Spannungskurve durchaus angebracht, aber so gestaltet sich eben mehr als die Hälfte des Buches als sehr zähe Angelegenheit, was auch durch die ganze Beziehungskiste nicht mehr gerettet werden kann.

Wie im Vorgänger wird auch hier aus verschiedenen Sichten erzählt. Hauptsächlich wieder von Willow und Alex, aber auch Seb bekommt viel Raum, um die Geschichte aus seiner Sicht zu erzählen, ebenso Raziel.
Auch hier sind die Sprünge zwischen den Figuren gut gelungen und auch durch den Schreibstil unterstrichen, sodass man problemlos folgen kann.
Noch etwas mehr Tempo in der Story und nicht so viele unnötige Passagen, dann würde der schöne Schreibstil noch wesentlich besser zur Geltung kommen.

3,0 Punkte
L.A. Weatherly
© L.A. Weatherly
L.A. Weatherly wurde in Little Rock, Arkansas, USA, geboren. Heute wohnt sie mit ihrem Ehemann und ihrer Katze, Bernard, in Hampshire, England, wo sie ihre Tage – und Nächte! – damit verbringt, zu schreiben.

Mittwoch, 21. März 2012

[Rezension] Dämonen des Lichts

Dämonen des Lichts

Autor: L. A. Weatherly

Verlag: Loewe (Januar 2012)

Seiten: 461

Preis: 9,95€ - Broschiert

ISBN 978-3785574041

Lesedauer: 6h 24min

Leseprobe


Kurzbeschreibung
Engel sind wunderschön, strahlen Güte und Geborgenheit aus. Doch auf heimtückische Weise entziehen sie den Menschen die Lebensenergie.
Willow sieht die Schicksale anderer Menschen voraus aber dass sie selbst ein Halbengel ist und den Kampf zwischen Engeln und Menschen entscheiden wird, war ihr bis vor Kurzem noch völlig unbekannt.
Alex tötet Engel im Auftrag der CIA. Die Kreaturen haben seine Familie auf dem Gewissen doch damit, dass ein Halbengel seine Gefühle durcheinander bringt, hätte Alex nie gerechnet.
Gemeinsam nehmen die beiden den Kampf gegen die Himmelsdämonen auf und verlieben sich dabei unsterblich ineinander. Hat diese Liebe eine Chance?


Auf einen Blick
"Dämonen des Lichts" ist bisher auf jeden Fall ein Highlight des Jahres. Die Story, die Figuren, der Stil... alles super.
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen! Also seid bereit: Die Engel kommen!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Cover
Das Cover passt toll zur Story und gefällt mir sehr gut. Das deutsche gefällt mir hier sogar besser als das Originalcover, was so gut wie nie vorkommt. Einige haben sich aufgeregt, dass der Originaltitel "Angel" in "Dämonen des Lichts" übersetzt wurde. Ich finde, dass der Titel super passt, sogar noch besser. "Angel" finde ich fast etwas langweilig.

Charaktere
Hauptsächlich sind in diesem Buch die beiden Protagonisten Willow und Alex präsent. Beide sind super umgesetzt und authentisch, besonders Willow. Sie hebt sich stark von den anderen aktuellen weiblichen Protagonisten ab. Sie ist zwar sehr mutig, aber nur, weil sie keine andere Wahl hat. Sie musste früh erwachsen werden, da ihre Mutter krank ist und hat schon als kleines Kind die Verantwortung für sie beide übernommen.
Sie hat aber auch eine sehr sensible und verletzliche Seite, was bei anderen Büchern oft zu kurz kommt.
Alex ist endlich auch mal ein Junge, mit dem ich komplett zufrieden bin. Er wirkt nicht überirdisch perfekt, sondern einfach durchweg interessant und sympathisch, auf eine sehr überzeugende Art.
Die zahlreichen Nebenfiguren wurden ebenfalls super umgesetzt und konnten mich überzeugen.

Handlung
Der Story gegenüber war ich zunächst skeptisch, da im Moment sehr viele Engel-Romane auf den Markt kommen.
Von Anfang an war die Story total interessant und nur selten gab es einige zähe Passagen. Die Idee hat mir auch super gefallen. Engel, Sekten, CIA,... Eine wirklich tolle Mischung, die mich immer mehr begeistert hat, umso mehr ich gelesen habe.
Was mich besonders überrascht hat, war die Liebesgeschichte. Da bin ich immer sehr kritisch, aber diese hier hat mir gut gefallen. Es ist nicht dieses oberschmalzige Liebesblabla, sondern entwickelt sich langsam und realistisch.
Das Buch hat auf jeden Fall das Potenzial, eines meiner Lieblingsbücher zu werden.

Schreibstil
Besonders gefallen hat mir, dass man auch am Schreibstil gemerkt hat, aus wessen Sicht gerade geschrieben wird.
Das ist besonders deswegen erstaunlich, da es sehr viele Sichtwechsel gibt, und aus der Sicht von sehr vielen Personen geschrieben wird.
So bekommt man einen Einblick in die Gedanken und Gefühle der "Guten" wie auch in die der "Bösen", was mir immer sehr gefällt.



4,4 Punkte


Buchtrailer



Zitat
Lächelnd hatte sie mir kurz in die Augen geblickt und gehaucht: "Er war ein Engel".
Seite 127


Vielen Dank an Loewe für das Rezensionsexemplar