Donnerstag, 17. August 2017

Rock my Soul - Jamie Shaw

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Er ist ein Rockstar und verdreht jeder den Kopf – doch um sie für sich zu gewinnen, muss er sich richtig ins Zeug legen …

Als Kit Larson Shawn Scarlett das erste Mal Gitarre spielen sieht, ist es um sie geschehen! Doch nach einer verhängnisvollen Party wird Kit klar, dass sie für den hinreißenden Typen mit den grünen Augen nie mehr sein wird als ein One-Night-Stand. Die Liebe zur Musik aber lässt sie nie wieder los, und als Kit Jahre später erfährt, dass Shawns inzwischen sehr erfolgreiche Band The Last Ones to Know einen neuen Gitarristen sucht, kann sie nicht widerstehen und spielt vor. Kurz darauf erhält sie die Zusage und ist überglücklich. Doch das heißt auch, dass sie Shawn, den sie nie vergessen konnte, von jetzt an jeden Tag sehen wird …

Nach dem durchwachsenen zweiten Band bin ich eher mit Vorsicht an diesen Teil der Reihe herangegangen. Und ja, ich habe wirklich etwas gebraucht, um mich in die Story und besonders in Hauptperson Kit hineinzufinden.
Im Vergleich zu Dee und Rowan ist Kit eher der draufgängerische Typ und dank ihrer vier Brüder (wie quasi ständig erwähnt wird) überhaupt nicht mädchenhaft. Was mir ehrlich gesagt eigentlich nicht so vorkommt, aber das nur am Rande.
Einmal in der Story angekommen entwickelt sich Kit allerdings nach und nach zu meiner persönlichen Favoritin, die in erster Linie durch ihre Entschlossenheit und besonders durch ihre Reife glänzt, die an Rowan und Dee ja eher vorbeigegangen ist.
Auch Shawn näher kennenzulernen ist toll, da er bisher ja leider sehr im Hintergrund geblieben ist.
Was direkt zu meinem eigentlich größten, wenn nicht gar einzigen Kritikpunkt führt: Die anderen Charaktere bleiben einfach zu blass und passiv. Selbst die Figuren, die man bereits aus den Vorgängern kennt, verlieren ihre markante Note und ihren Wiedererkennungswert und sind kaum mehr als dekoratives Beiwerk.
Ansonsten ist die Story wirklich top, wenn auch leichtere Kost als beispielsweise die Rockstarreihe von Nalini Singh, der man deutlich mehr Recherche anmerkt, und die dadurch wesentlich realistischer ist. Das Rockstarleben in dieser Reihe ist doch sehr von Klischees geprägt und kratzt nur an der Oberfläche der Realität.
Dennoch meinerseits wieder eine klare Leseempfehlung für alle Rocker-Bräute und die, die es einfach gerne wären.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Frühlingsglück und Mandelküsse & Fliedersommer

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Die junge Wienerin Charlotte Paul, genannt Charlie, hat einen Traumjob als Patissière im Hotel Elisabethhof und mit ihrem Freund Eddie einen Traumgatten in spe. Die Zukunft scheint süß wie Zuckerguss. Doch dann erhält Charlie einen neuen Chef, und gleich beim ersten Zusammentreffen gerät sie mit Daniel Eppensteiner aneinander. Auch privat kriselt es, nachdem sich der fesche Eddie immer mehr als Albtraummann entpuppt. Als Charlie dann noch gegen den Willen ihres Chefs eine Petit-Fours-Messe in ihrem Hotel ausrichten will, ist das Chaos perfekt. Das Leben hält aber nicht nur böse Überraschungen für Charlie bereit. Manchmal kommt auch das Glück ganz unverhofft …

Sieht doch nach einer wundervollen, süßen Lektüre zum Zeitvertreib während der Prüfungsphase aus, oder? (Ja, während. Lernvermeidungsstrategie und so.)
Dafür ist das Buch auch optimal geeignet, bei den ganzen süßen Leckereien schüttet man schon automatisch Glückshormone aus. Wäre nur die Hauptfigur nicht so endlos nervig, verbohrt, hilflos, und von Mr. Eddie geblendet. Aber gut, würde die gute Charlie sich nicht anstellen wie ein dümmliches kleines Huhn, wäre die Story ja auch nach den ersten 100 Seiten gegessen. (Essen. Da ist es wieder.)

Der schreckliche (Ironie) neue Chef ist selbstverständlich der lang vermisste Traummann. Auch wenn den beiden natürlich tausend Steine in den Weg gelegt werden, damit irgendwie eine Story daraus wird. Dazu ist Eddie nicht nur einfach nicht der Richtige... Er ist schlichtweg ein Arschloch vom Feinsten. Traurig, wenn man Ende 20 nicht in der Lage ist, so einem Vollidioten den Laufpass zu geben.

Alles in allem: Schönes Buch, tolle Atmosphäre, yummi Futter, aber einfach nur eine schrecklich unnötig dramatische Lovestory.


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Holly Swifts größter Traum wird wahr, als ihr eine Stelle auf Wickham Hall angeboten wird. Gemeinsam mit Ben, der Hollys Herz auf Anhieb höherschlagen lässt, organisiert sie die schillernden Sommerfeste und Hochzeiten auf dem prächtigen Anwesen, das Zeit ihres Lebens ein besonderer Ort für sie war. Bereits als Kind ist sie durch die Gärten und Gänge des Schlosses gewandert. Doch welche Geheimnisse das Gemäuer wirklich für sie bereithält, muss Holly erst noch erfahren ...

Nachdem "Frühlingsglück und Mandelküsse" so eine endlose Enttäuschung war, habe ich parallel zu diesem wunderschönen Exemplar gegriffen. (Das war auch das Einzige, was mich motiviert hat, mich weiter mit Charlie rumzuschlagen.)

Hier haben wir es mit einer völlig anderen Hauptfigur zu tun. Holly ist zielstrebig, talentiert, ambitioniert, hat ein gesundes Selbstbewusstsein und ein großes Herz. Und das gepaart mit einem so natürlichen Touch, dass man sich einfach wünscht, sie selbst einmal kennenlernen zu dürfen.

Auch hier gibt es natürlich einen männlichen Gegenpart, denn wozu würde frau denn auch sonst nach diesen Büchern greifen. Im Gegensatz zu unserem Negativbeispiel (ich sollte aufhören, ständig darauf zurückzukommen) ist zwar auch hier von Anfang an klar, dass die beiden zusammenkommen... Aber der Weg dorthin ist einfach viel schöner, voller zart aufkeimender Gefühle, realistischen Umwegen und jeder Menge Herzblut.

Eingebettet ist die Romanze in eine unheimlich schöne und detailreiche Familiengeschichte (beziehungsweise gleich mehrere). Ich liebe es, wenn mehrere Handlungen ihren Platz in der Geschichte finden, besonders, wenn sie so schön zusammenfließen wie hier.

Hinzu kommt noch das malerische und schon fast magische Setting, das direkt zum Träumen einlädt. Hollys Liebe zu dem Anwesen ist auf jeder einzelnen Seite spürbar.

Einziges Manko hier: Die total verkitschte Schlussszene, die mir etwas zu viel des Guten war. Aber gut, mit einem schwachen Kapitel kann man durchaus leben.

Samstag, 10. Juni 2017

[Rezension] Im Land der Orangenblüten, Linda Belago

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Rotterdam 1850: Die junge Julie Vandenberg verliert bei einem tragischen Unfall ihre Eltern. Ihr Onkel übernimmt die Vormundschaft - jedoch nur, um Julies große Erbschaft im Blick zu behalten. Als sie achtzehn Jahre alt ist, verheiratet er sie mit seinem Geschäftspartner Karl Leevken, bei dem er Schulden hat und der durch Julies Mitgift besänftigt werden soll. Julie ist nun an einen Mann gebunden, den sie kaum kennt. Wenige Tage nach der rasch arrangierten Hochzeit folgt sie ihm in die niederländische Kolonie Surinam in Südamerika, wo Karl sehr erfolgreich eine Zuckerrohrplantage betreibt. Welches Schicksal wird sie in jenem fernen tropischen Land erwarten?

Lust auf eine Reise nach Südamerika in die tropische Wildnis von Surinam? In ein Land voller exotischer Tiere, verheißungsvoller Träume und prächtiger Plantagen? "Im Land der Orangenblüten" ist ein wundervolles Buch für den Sommer und lädt durch die zahlreichen Handlungsstränge und die atemberaubende Kulisse zu vielen entspannten Stunden in der Sonne ein.

Ganz so heiter und fröhlich geht es in der Geschichte selbst allerdings nicht zu. Der Schicksalsschlag, der der kleinen Julie die Eltern genommen hat, bleibt bei Weitem nicht die einzige dramatische Szene in diesem Buch. Vielmehr wird man mit den fürchterlichen Zuständen in Surinam konfrontiert. Mit dem menschenverachtenden Verhalten den Sklaven gegenüber, mit dem skrupellosen Umgang von Männern ihren Frauen gegenüber und mit den weitreichenden Problemen, die das schwierige Klima mit sich bringt.

Nein, "Im Land der Orangenblüten" ist kein Friede, Freude, Eierkuchen Roman. Doch er schafft es, den Leser in die Welt von Julie und vielen weiteren Figuren zu entführen. Wir erhalten, wie bei vielen Romanen dieser Art üblich, Einblicke in das Leben und die Gedanken der verschiedensten Charaktere und können Surinam somit mit all seinen Facetten, Tücken, aber auch in all seiner Schönheit erleben.

Für Fans von historischen Romanen mit exotischem Flair definitiv eine wundervolle Lektüre.

Dienstag, 6. Juni 2017

[Rezension] Blutrosen - Monika Feth

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Sie kann ihm nicht entkommen. Er liebt sie.


Romy ist leidenschaftlich verliebt, als eine Recherche ihr vor Augen führt, was aus Liebe werden kann: Sie begegnet der neunzehnjährigen Fleur, die sich vor ihrem Freund Mikael und seiner gefährlichen Eifersucht in ein Kölner Frauenhaus geflüchtet hat. Gerade als Fleur beginnt, sich dort sicher zu fühlen, geschieht ein Mord, und sie weiß, dass Mikael sie gefunden hat. Für Romy beginnt ein Wettlauf mit der Zeit ...

...
Ehrlich gesagt ist es alles andere als einfach, die Gedanken zu einem solchen Buch in Worte zu fassen. So vieles könnte man dazu sagen. "Eines der besten Bücher von Monika Feth!", "Brillant, wie all die Vorgänger!", "Nervenkitzel von Anfang bis Ende!"...

Aber nichts davon würde dem gerecht werden, was dieses Buch in einem lostritt. Und genau darin liegt die Stärke von Monika Feths Thrillern im Allgemeinem und "Blutrosen" im Besonderen. Sie treffen einfach mitten in die Seele. Obwohl ich hier ganz klar sagen muss: Dieser Band hat mich von allen wirklich am tiefsten berührt. Selten ist mir eine Geschichte so nahe gegangen. Durch Mark und Bein und direkt ins Herz.

Monika Feth ist schlicht und ergreifend eine einzigartig talentierte Autorin, die ihre Figuren in Fleisch und Blut aufs Papier bringt. Sie fühlen sich nicht nur real an. Und so klischeehaft das auch klingen mag: Sie erwachen wirklich zum Leben.

Fleurs Geschichte geht zu tief, um sie einfach platt zu beschreiben und die Handlung zusammenzufassen. Es ist nicht einfach ein "Wettlauf mit der Zeit", ein netter kleiner Mord am Rande in einem spannenden Thriller. Fleurs Geschichte ist einfach zu echt, um sie so einfach abzukanzeln. Ich kann jedem Einzelnen von denen, die das hier lesen nur wärmstens ans Herz legen: Lest bitte dieses Buch. Es ist schlichtweg unbeschreiblich.

Sonntag, 7. Mai 2017

Rock my Body, Jamie Shaw

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Er ist ein Rockstar und erobert alle Herzen – doch an ihr könnte er sich die Finger verbrennen …


Als Dee Dawson das erste Mal auf den sexy Gitarristen Joel der Band The Last Ones To Know trifft, weiß sie eines ganz genau: Auch ihn wird sie in kürzester Zeit um den Finger gewickelt haben! Schließlich konnte ihr noch nie ein Mann lange widerstehen. Aber in Joel hat sie ihr Gegenstück gefunden, denn auch er hat den Ruf, nichts anbrennen zu lassen. Zwischen ihnen sprühen sofort die Funken – in jeder Hinsicht, denn beide haben ihren ganz eigenen Kopf und klare Ansichten, was sie von festen Beziehungen halten. Und doch muss sich Dee bald eingestehen, dass sie mehr sein will, als nur Joels Affäre …

Erinnern wir uns an dieser Stelle doch bitte einmal an Adam und Rowan zurück und versinken in entzückten Seufzern. Diese Ausstrahlung mimi, dieser Look mimi, dieser sexy-süß-verruchte Touch yumyum...
Und vergleichen das dann mit Joel und Dee. Arschloch-Kerl pfui, Jammer-Huhn pfui, unnötiges Drama pfui.
Monatelang habe ich mir nach dem zweiten Band die Finger geleckt und jetzt sitze ich hier.. und weiß absolut nicht, was ich von der Story halten soll.
Dee und Joel sind verrückt nacheinander. Das sieht ein Blinder mit Krückstock. Aber anstatt über ihre verbohrten Schatten zu springen, bringen sie sich doch lieber ständig gegenseitig auf die Palme, machen sich mit anderen Typen/Weibern gegenseitig bis zum Zusammenbruch eifersüchtig und streiten jegliche Art von tieferen Gefühlen ab.
Dee verhält sich wie die komplette Bi**. Tut mir leid, aber es ist so. Nicht, dass mir mini-Stock-im-Arsch-Rowan mehr zusagt, einen leichten Hauch Baby-Bitch finde ich durchaus nett, aber Dee ist einfach nur billig.
Das bedenkend könnte man sagen, Joel passt echt perfekt zu ihr. Offensichtlich keine Ansprüche, nimmt jedes Groupie mit, das seinen Weg kreuzt und reibt Dee das schön unter die Nase. Da könnte ich ausrasten. Dee liegt regelmäßig auf dem Boden und heult. Aber nein, natürlich lassen wir die Sache nicht a) einfach bleiben oder b) sagen dem Trottel in sein dummes Gesicht, woran er ist. Wir leiden lieber wimmernd in unserer Höhle und graben im Gegenzug den letzten Depp an, den wir finden können.
Meine Güte, das Buch kostet Nerven.
Ich würde ja gern sagen, dass ich es scheiße finde. Aber das tue ich nicht. Ja, all die Sachen regen auf bis zum geht nicht mehr. Aber die Parts dazwischen? Die streicheln meine Rockstar-Sucht und mein Mimi-Liebe-Herz. Und irgendwie gefällt es mir doch. So unverbesserlich wie mein Männergeschmack.

Sonntag, 30. April 2017

Magonia - Maria D. Headley



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Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft ...


Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

Was. für. ein. sagenhaft. schönes. Cover.
Wenn das mal nicht Liebe auf den ersten Blick war...
Wie das aber leider des Öfteren so ist, verbirgt sich dahinter dann doch eher eine Mogelpackung. Wobei "Magonia" doch eher nur ein Mogelpäckchen ist. Es hat durchaus seinen Reiz, das kann man dem Buch nicht absprechen.
Aza ist als Protagonistin vor allem eines: anders. Kein schönes, starkes Mädchen. Und auch kein schwaches Mauerblümchen, das (oh wunder) plötzlich doch vom Aschenputtel zur Super-Prinzessin wird. Aza ist durch ihre Krankheit nicht nur körperlich in schlechter Verfassung. Sie ist blass, knochig, hat blaue, fast durchscheinende Haut... und dazu einen köstlichen Zynismus entwickelt. Ihre wundervoll bissige Art macht sie zu einer wirklich angenehmen Hauptperson, die nicht durch Perfektion glänzt.
Auch ihr bester (und einziger) Freund Jason ist weit weg vom Allerwelts-Durchschnitt. Der kleine Nerd schleicht sich mit seinem schier unendlichen Wissen und seinem einfach nur hinreißenden Tick, Pi bis auf die schlag-mich-todeste Zahl aufzuzählen, wenn er nervös ist, in das Leserherz.
Ansonsten sind die Figuren leider eher nur grob ausgearbeitet oder sehr einseitig, obwohl so unendlich viel Potenzial vorhanden ist. Gerade bei den Magoniern hätte ich mir neben dem schlichtweg magischen Auftreten auch noch etwas herausragender Charaktere gewünscht. So müssen wir uns leider mit... nein gut, ich gehe nicht weiter ins Detail. Aber die Magonier sind einfach nur unschlagbar! Was bestimmt nicht zuletzt an dem wundervollen Schreibstil liegt, der ganz automatisch die fantastische Szenerie ins Kopfkino zaubert.
Die Story selbst umfasst leider nicht sonderlich viel mehr Handlung, als schon im Klappentext angedeutet wurde und bleibt sehr diffus und ohne klare Richtung. Auch hier hätte ich mir mehr erhofft.
Aber auch so ist "Magonia" ein lesenswertes Buch, das einige neue Ideen bietet. Zum Weiterlesen der Reihe hat es mich allerdings nicht animiert.


Montag, 10. April 2017

Der Prinz der Elfen & Paper Princess

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Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …

Ein magisches Setting, ein sagenumwobener Glassarg mitten im Walt und einzigartige Charaktere. Leider gepaart mit einer eher schwachen Story, die zunehmend an Fahrt verliert und durch manche Formulierungen eher für hochgerollte Zehennägel, als für spannende Lesestunden sorgt.
Fairfold war noch nie normal. Es ist sogar alles andere als normal. Es liegt am Rand zur Elfenwelt und die scheuen nicht davor zurück, hin und wieder über die Grenze zu schlüpfen.
Schon als kleine Kinder haben Ben und Hazel Jagd auf die unheimlichen Wesen gemacht. Besonders Hazel ist mit dieser Aufgabe aufgeblüht und hat so manches Ungeheuer aus dem Weg geräumt. Doch der Umgang mit den Elfen birgt so manche Gefahr, die Hazel in ihrem jungen Alter vollkommen unterschätzt hat.
Als Fairfold vom Monster des Waldes heimgesucht wird, fühlt Hazel sich verpflichtet, ihre Stadt, und damit alle, die sie liebt, zu retten. Doch was hat der beste Freund ihres Bruders damit zu tun? Und warum ist der Elfenprinz plötzlich aus seinem Glassarg verschwunden?
Ein interessanter Plot, von dem ich mir deutlich mehr erhofft hatte. Allerdings ist das Buch recht kindlich und wohl eher für jüngere Leser geeignet (die allerdings, was Blut angeht, hart im Nehmen sein sollten!). Mich konnte die Story leider nicht vom Hocker reißen und ich muss gestehen: Wenn ich noch gefühlte 5000 Mal öfter hätte "Sir Hazel" lesen müssen, wäre das Buch in eine Ecke geflogen.


Da unten wirds eventuell nicht ganz jugendfrei. Hat ja seine Gründe, warum das Prinzlein über der Prinzessin platziert wurde.



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Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …


Na, was haben wir denn da? Mal wieder ein Hype, den ich absolut nicht nachvollziehen kann? Yup. Genau das.
Zugegeben, ich habe dem Buch wirklich krampfhaft eine Chance gegeben und die ersten 6 Stunden tapfer angehört (ich habe die Hörbuch-Ausgabe), auch wenn ich in der Story noch nicht so recht einen Sinn erkennen konnte. Ich meine hey, das kann ja noch werden, so bei der Hälfte. Ich bin schließlich ein positiver Mensch.
Aber dann. Ohja, dann kommt der möchtegern-erotische Teil. Und bei der Szene, wo der ach so heiße Royal Ella anbietet, ihr Sexsklave zu sein, sich aus seinen Klamotten schält und mit gewissen Körperteilen wedelt und Ella daraufhin total begeistert vor sich hin stolpert... Ja, da war es bei mir dann vorbei. Ich wusste nur nicht, ob ich lachen (weil schlichtweg lächerlich), oder weinen (weil schlichtweg lächerlich) sollte. Ich habe ja schon so manche grausame erotische Szene über mich ergehen lassen. Aber das war wirklich. Einfach. Nur. Schlecht. Man soll ja nicht böse sein... Aber ich stelle mir doch die Frage, was die Autorin da a) für komische Fantasien hat und b) für ein trauriges Sexleben.

Samstag, 8. April 2017

Neu im Mai 2017

Bildergebnis für das leben fällt wohin es willDas Leben fällt, wohin es Will, Petra Hülsmann
Oft liegt das Glück ganz nahe - man muss nur genau hinschauen ...

Party, Spaß und Freiheit - das ist für Marie das Allerwichtigste, und sie liebt ihr sorgenfreies Dasein. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihre Schwester Christine schwer erkrankt und sie darum bittet, sich während der Behandlung um ihre Kinder zu kümmern. Und nicht nur das - Marie soll auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft für Segelboote übernehmen. Da hat sie ja mal so überhaupt keinen Bock drauf, und auf ihren neuen »Chef«, den oberspießigen Daniel, erst recht nicht. Während Marie von einem Chaos ins nächste stolpert, wird ihr jedoch klar, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und dass manches einen ausgerechnet dann erwischt, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann - zum Beispiel die Liebe.


Pearl - Liebe macht sterblich, Julie Heiland
Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben.
„Zweihundert Jahre habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere – nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt.“
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln


Der kleine Laden der einsamen Herzen, Annie Darling
Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben ...


Mein Herz sucht Liebe, Susan Mallery
„Und rosa Schwäne, die auf dem Pool schwimmen …“ Courtney ist entschlossen, ihrer Mutter eine Traumhochzeit in Pink zu organisieren. Auch wenn sie selbst, die rosarote Brille schon lange abgesetzt hat. Ihre beiden Schwestern, Rachel und Sienna, sind ihr keine große Hilfe, da diese ebenfalls nach Enttäuschungen dem „schönsten Tag im Leben“ mehr als kritisch gegenüberstehen. Oder kann das neue Glück ihrer Mom den drei Schwestern beweisen, dass es nie zu spät ist, sein Herz zu öffnen?


Apfelkuchen am Meer, Anne Barns
Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.


Das Herz des Verräters (Band 2), Mary E. Pearson
Lia wird in den Palast von Venda verschleppt und muss um ihr Leben fürchten. Eine Flucht wäre der einzige Ausweg, scheint jedoch unmöglich. Stattdessen setzt sie alles daran, sich im Palastleben zurechtzufinden. Sie hat längst ihr Herz verloren und auch erfahren, wer der Mann, den sie liebt, wirklich ist. Doch Gut und Böse sind nicht eindeutig verteilt. Denn auch der Mann, der eigentlich ihr Feind sein müsste, stellt sich plötzlich ein ums andere Mal auf ihre Seite. Warum?

Sonntag, 26. März 2017

[Rezension] Caraval - Stephanie Garber


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Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...

Lust auf eine Mischung aus "Das Kabinett des Doktor Parnassus" mit einem Schuss "Alice im Wunderland"? Dann nichts wie ab nach Caraval!
Die Geschichte ist deutlich düsterer als man anhand des Klappentextes erwarten würde. Und um ein Vielfaches spannender! Alle Spieler werden deutlich gewarnt: Lasst euch nicht zu weit davontragen. Denn Caraval vermischt Magie mit der Wirklichkeit und niemand weiß: was ist echt? Wer spielt nur eine Rolle? Ist das Spiel realer, als einem lieb ist? Und eines kann ich euch versprechen: Auch als Leser hat man keinen blassen Schimmer. Wir begleiten Scarlett auf ihrem Abenteuer. Hoffen und bangen mit ihr und sind der Verzweiflung ebenso nahe, wie sie selbst. Begründet? Welches Spiel spielt Legend, der Gründer von Caraval? Bis zum Ende wissen wir es nicht. Und selbst dann lichten sich die Geheimnisse nicht völlig.
Ich bin absolut von den Socken, wie gekonnt die Autorin ihre Leser an der Nase herumführt. Man ist Protagonistin Scarlett nie auch nur einen winzigen Schritt voraus.
Zum Glück ist nicht nur der Handlungsverlauf restlos genial, auch die Figuren sind unheimlich interessant und nur schwer zu durchschauen. Dennoch wachsen sie einem ans Herz, obwohl sie so schwer zu fassen sind. Teilweise wirkt es extrem überzogen. Ob kitschig oder zu einseitig böse.. Aber auch hier stellt sich erneut die Frage: Was davon ist echt und was nur gespielt?
Hinzu kommt das durch und durch zauberhafte Setting, das durch die vielen liebevollen Details zum Spielplatz der Fantasie wird. Ein super Buch in jeder Hinsicht, dass nur durch einige wenige zähe Kapitel ein wenig die Begeisterung trübt. Trotzdem eine klare Empfehlung meinerseits und ich hoffe, wir werden uns nicht lange mit diesem Ende begnügen müssen!

Neugierig geworden? Bei Piper findet ihr alle weiteren Infos zu dem Buch. Oder auch direkt hier bestellbar ;)

Sonntag, 19. März 2017

[Kurzmeinung] Harry Potter & Perfect





Die Schmuckausgabe von »Harry Potter und der Stein der Weisen« hat Fans überall auf der Welt verzaubert und ist sofort zu einem internationalen Bestseller geworden. Ein Jahr später folgt nun die von Jim Kay illustrierte Ausgabe von »Harry Potter und die Kammer des Schreckens«. Atemberaubende Szenen und unvergessliche Figuren – darunter Dobby und Gilderoy Lockhart – erwachen zum Leben und werden sowohl Fans der Serie als auch neue Leser verzaubern.

Harry Potter aufzuschlagen ist doch immer wieder, wie nach Hause kommen. Auch wenn es in die Kammer des Schreckens geht.
Auch diese Schmuckausgabe ist wieder wundervoll gelungen, obwohl ich das Gefühl hatte, dass im ersten Teil deutlich mehr Illustrationen zu finden waren. Gewollt oder Zeitmangel? Ich für meinen Teil würde lieber zwei Jahre auf den Folgeband warten und hätte dafür noch mehr von den wundervollen Bildern von Jim Kay.
Und trotzdem kann ich es kaum erwarten, bis im Herbst der dritte Teil erscheint. Kleine Vorschauen sind ja schon online zu finden. Auch wenn Snape nicht Alan Rickman mithalten kann, so freue mich trotzdem auf Jim Kays neue Interpretationen unserer Kindheitshelden.


Bildergebnis für perfekt willst du die perfekte welt


Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.
Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?
Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft.


Ich habe "Perfect" als Hörbuch angehört und nicht gelesen, weswegen ich nicht sagen kann, ob mir die Printausgabe eventuell besser gefallen hätte. Jedenfalls konnte das Finale nicht mit dem ersten Band mithalten, auch wenn Cecelia Ahern auch hier nicht vor Grausamkeiten und schaurigen Szenen zurückschreckt.
Die Handlung zieht sich besonders im Mittelteil extrem und ich habe über einen Monat gebraucht, um das Hörbuch zu beenden. Außerdem finde ich vieles doch recht problemlos gelöst. Celestine scheint immer genau zu wissen, was sie sagen oder tun muss. Sie krempelt einfach kurz das ganze System um. Ich hätte mit deutlich mehr Gegenwind und Intrigen gerechnet. So blieb doch alles ein wenig langweilig.