Dienstag, 25. Dezember 2012

[Rezension] Sturm im Elfenland

http://1.bp.blogspot.com/-UEUGhyXaNMs/T04aDFi1uMI/AAAAAAAABgg/oTPrmsi_S6Y/s1600/sturm_im_elfenland.jpgTitel: Sturm im Elfenland
Originaltitel: /
Autor/in: Frances G. Hill
Reihe: ?
Preis: 19,95€ 
Seiten: 464
Verlag: arsEdition
Erscheinungdatum: 16. Februar 2011
ISBN 3760763731
Wertung: 3,4/5
Leseprobe
Im Elfenland herrscht Unruhe. Seit König Auberon die Ausübung von Magie verboten hat, regt sich im ganzen Reich Widerstand. Das Leben der jungen Elfe Alana verläuft jedoch unbeschwert - bis eines Tages unerwarteter Besuch auf das Gut ihres Vaters kommt. Die Eltern ihres Cousins Ivaylo wurden als Aufrührer verurteilt und verbannt, darum soll der junge Elf nun in Alanas Familie eine neue Heimat finden. Ivaylo ist still und verschlossen; doch bald erkennt nicht nur Alana, dass der geheimnisvolle Junge in den alten magischen Künsten sehr bewandert ist. Was ist das Geheimnis des Sternensteins, den Ivaylo bei sich trägt? Und warum öffnen sich plötzlich überall im Elfenland gefährliche Dämonentore? Tiefer und tiefer gerät Alana in einen Strudel mysteriöser Ereignisse doch wie kann sie ihren Gefühlen trauen, wenn sie dabei ist, sich in einen Verräter zu verlieben?


 


"Sturm im Elfenland" hat mir aufgrund der ständig düsteren Stimmung nicht ganz so gut gefallen, wie erwartet. Mir haben die lockeren, leichten Momente gefehlt. Die Stimmung ist doch sehr drückend und einengend, wodurch das Buch auch teilweise etwas zäh wurde.
Das Cover gefällt mir richtig gut, besonders die Schrift hat es mir angetan. Auch die Farben sind sehr ansprechend und das Mädchen passt vom Aussehen her gut zur Beschreibung der Protagonistin Alana.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und vielschichtig, allerdings auch sehr leicht zu durchschauen.
So wird schon relativ zu Anfang klar, wer hinter all dem Unheil steckt.
Alana war mir als Protagonistin nicht unbedingt sympathisch, hat mir aber dennoch gut gefallen.
Sie ist eine sehr temperamentvolle junge Elfe, manchmal aber auch sehr zickig und ungerecht ihren Mitmenschen gegenüber.
Überhaupt nicht gefallen hat mir hingegen die zweite Hauptperson Ivaylo. Ihm gegenüber war ich von Anfang an skeptisch und stand ihm bis zum Ende mit einer großen Portion Misstrauen gegenüber. Er ist eine der wenigen Figuren,bei denen man nicht weiß, woran man ist und auf welcher Seite sie stehen.
Angetan haben es mir in diesem Buch hingegen die Nebenfiguren, die mir deutlich besser gefallen haben, als die Protagonisten. Durch sie wurde die Geschichte erst lebendig und auch die klangvollen Namen tragen einen großen Teil zum magischen Feeling bei.
Gerne hätte ich noch mehr über Alanas älteren Bruder erfahren, der mir von der ersten Sekunde an sehr sympathisch war und die düstere Stimmung häufig aufgelockert hat.

Die Geschichte beginnt sehr verwirrend und so habe ich recht lange gebraucht, um mich in die Story einzufinden.
Durch die Sichtwechsel wird das ganze noch verwirrender und oft weiß man nicht einmal mehr, in welcher Zeit man sich gerade befindet.
Der junge Ivaylo wird auf den Hof seiner Tante und seines Onkels gebracht, nachdem seine Eltern gefangen genommen wurden. Sie stehen unter Verdacht, sich gegen den König verschworen zu haben.
Im Elfenland herrscht große Unruhe, denn immer wieder werden Dämonentore geöffnet, die das Land ins Unheil zu stürzen drohen.
Auf dem Hof seiner Tante lernt Ivaylo Alana kennen, seine Cousine. Der rebellische Ivaylo macht sich darüber lustig, dass Alana keine magische Begabung hat, wohingegen er selbst sehr talentiert ist. Doch Magie auszuüben ist verboten...
Dennoch verhilft er Alana zu einem so genannten Sternenstein, der Alanas Magie verstärkt.
Doch hat er ihr damit wirklich einen Gefallen getan oder verbirgt er dunklere Absichten?
Über der gesamten Geschichte lastet eine sehr düstere und angespannte Atmosphäre, die mich das Buch teilweise sehr widerwillig lesen lies.
Ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem Ganzen steckt und bin nur so durch die Geschichte geflogen, Spaß gemacht hat das Lesen aber eher weniger.
Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen. Sie war schlüssig, spannend und nicht zu oberflächlich. Es lag wirklich lediglich an der Stimmung, dass mir das Buch nicht so gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist sehr schön und bildhaft, passend zur Elfenwelt wird viel mit Metaphern und Vergleichen gearbeitet.
Zunächst verwirrend fand ich die Sichtwechsel und die fehlenden Erklärungen zu gewissen Dingen, man gewöhnt sich aber daran.


3,4 Punkte



Frances G. HillFrances G. Hill wurde als Susanne Gerdom 1958 in Düsseldorf geboren. Sie wuchs in Rheinhausen am Niederrhein auf und ging dort auch zur Schule. Nachdem sie ihre Lehre als Buchhändlerin abgeschlossen hatte, begann Sie als Schauspielerin und Regisseurin zu arbeiten, erst danach begann Sie mit dem Schreiben. Sie lebt in Düsseldorf.

1 Kommentar:

  1. Hey! :)
    Bei mir ist es ja schon ein Weilchen her, dass ich das Buch gelesen habe, deswegen erinnere ich mich nicht mehr genau an alles, aber ich weiß noch, dass mir das düstere ganz gut gefallen hat. Für mich hat das die ganze Geschichte spannender gemacht! :) Aber ich kann verstehen, dass du enttäuscht bist, wenn du dir etwas anderes erhofft hast. Geht mir auch oft bei Büchern so! ;)
    Liebe Grüße!

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