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Sonntag, 2. März 2014

[Rezension] Syrenka - Fluch der Tiefe

http://www.arsedition.de/_images_media/cover/600b/9783760787503.jpgTitel: Syrenka - Fluch der Tiefe
Originaltitel: Monstrous Beauty
Autor/in: Elizabeth Fama
Reihe: /
Preis: 18,99€
Seiten: 368
Verlag: arsEdition
Erscheinungdatum: 3. Juli 2012
ISBN-13: 978-3760787503
Leseprobe
1872: Die schöne Sirene Syrenka verliebt sich in den jungen Naturwissenschaftlicher Ezra und folgt ihm an Land. Doch diese Entscheidung, aus Liebe getroffen, zieht ungeahnte und tödliche Konsequenzen nach sich. 140 Jahre später trifft die 17jährige Halbwaise Hester am Strand einen mysteriösen Fremden und fühlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Je näher sie ihm jedoch kommt, desto mehr traurige Geheimnisse ihrer Familie werden ans Land gespült. Ist etwa ein Fluch schuld daran, dass jede Frau ihrer Familie drei Tage nach der Geburt ihrer ersten Tochter stirbt? Die Antworten warten auf dem Friedhof, der Krypta und auf dem Grund des Meeres auf das junge Mädchen. Dunkle Mächte lassen jedoch nichts unversucht, um Hesters Verbindung zu Syrenka und der furchtbaren Tragödie, die vor so vielen Jahren geschah, im Dunkel der Tiefe verborgen zu halten.


Ein absoluter Coverkauf, aber was soll schon schief gehen, wenn es um Meerjungfrauen, meine absoluten Lieblingswesen, geht. Leider so einiges, denn die Story ist verwirrend, um nicht zu sagen vollkommen verworren und erfordert so manche Gehirnakrobatik. Zudem geht es um einiges brutaler zur Sache, als man vielleicht annehmen mag. Sehr düster und mysteriös, die Stimmung sorgt wirklich für Gänsehaut.

Eines der schönsten Cover überhaupt. Nicht nur das Motiv ist der absolute Wahnsinn, auch der Umschlag begeistert durch seine tollen Regenbogeneffekte, die die Oberfläche schillern lassen wie das Meer in der Sonne. Auch der Name "Syrenka" zergeht einem förmlich auf der Zunge. Cover sowie Titel sind absolut perfekt.


Die Charaktere lassen mich hin- und hergerissen zurück. Kaum denkt man, sie haben endlich die Kurve gekriegt und werden etwas geradliniger, tanzen sie plötzlich wieder komplett aus der Reihe und handeln völlig unverständlich.
Hauptsächlich lernt man nur Hester kennen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, aber auch Syrenka in einigen Rückblicken. Hester wirkt für mich nicht ganz stimmig, einerseits ist sie ein eher zurückhaltendes Mädchen ohne viele soziale Kontakte und lebt recht abgeschottet. Dabei ist sie alles andere als schüchtern oder auf den Mund gefallen, sie ist frech, macht was will und geht stets aufs Ganze.
Aus Angst vor dem Fluch hat sie sich zwar geschworen, sich niemals zu verlieben, doch ihr Einzelgängerdasein erklärt das in meinen Augen trotzdem nicht, besonders da sie eigentlich nur einen wirklichen Freund hat und zwar Peter. Was ja wiederum dagegen spricht, dass sie ihren Vorsatz wirklich durchzieht.
Auch sonst wiederspricht sich ihr Charakter in mancherlei Hinsicht, wodurch man keine rechte Verbindung zu Hester aufbauen kann, da man schlichtweg nicht vorhersehen kann, was sie als nächstes tun wird, oder wie sie auf etwas reagieren wird. Wenn eine Protagonistin zu 80% das Buch dominiert sollte sie schon perfekt sein, das ist hier leider nicht der Fall. Besonders ihre Begegnung mit dem mysteriösen Unbekannten am Strand bringt Chaos in das Bild, das man von Hester hat. Reagiert sie anfangs noch pampig auf seine Worte, ist sie in der nächsten Sekunde unsterblich verliebt und wirft sich ihm an den Hals. Diese Entwicklung ist nicht nur unverhältnismäßig schnell, es gibt sie gar nicht! Plötzlich ist es einfach so.
Nebenfiguren gibt es einige, die recht blass bleiben, aber sie nehmen auch keine wichtigen oder gar großen Rollen ein. Lediglich ein paar Geister sowie Meermenschen befinden sich in relevanteren Rollen und sind gut und überzeugend umgesetzt. Sie haben im Gesamtpaket besser gefallen als Hauptfigur Hester.
Auffallend ist hierbei vor allem, dass besonders die Figuren aus den Rückblicken mehr Tiefe aufweisen, obwohl die eigentliche Story sich in der Gegenwart abspielt.
 
Hester hat sich eines geschworen: Sie will sich niemals verlieben, um die Gefahr schwanger zu werden von Anfang an auszuschließen. Auf ihrer Familie lastet ein Fluch, durch den alle Frauen nach der Geburt einer Tochter innerhalb von drei Tagen sterben. Hester will diesem Schicksal um jeden Preis entgehen und zieht ihren Entschluss eisern durch... bis sie am Strand einem unheimlich gutaussehenden Fremden begegnet zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt.
Immer öfter führt ihr Weg sie zu ihm an den Strand, denn es scheint nicht nur eine starke Verbindung zwischen ihnen zu bestehen, er scheint auch etwas über den Fluch zu wissen. Doch nicht alle sind von ihrem Zusammensein begeistert, ein Pastor warnt Hester ausdrücklich vor dem Mann und auch Linnie, eine Freundin aus Kindertagen, rät ihr, sich von ihm fernzuhalten. Doch auch mit ihnen scheint etwas nicht zu stimmen. Der Pastor verlässt niemals die Krypta und Linnie scheint seit 10 Jahren um keinen einzigen Tag gealtert zu sein. Was stimmt nicht mit Hester? Und warum trifft sie ihren Geliebten stets nur am Strand? Wie hängen all diese Dinge zusammen?
Eine sehr vielversprechende Idee mit genialen Zusammenhängen, die leider nur sehr verwirrend rübergebracht werden. Oftmals werden sie einem erst einige Seiten oder gar Kapitel später klar, oder bleiben komplett schleierhaft. Hat man am Ende jedoch das Gesamtbild zusammengefügt ist es umso überwältigender, wie weitreichend die Verstrickungen tatsächlich sind. Doch der Weg dahin ist schwer, lang und oft zäh, eben weil vieles so verworren ist.
Trotzdem bietet das Buch auch einige schöne Passagen, sowie ein tolles Setting und eine geniale Grundidee, sodass ich Meerjungfrauen-Fans mit einer Vorliebe für blutige und düstere Geschichten dennoch dazu raten kann.

Der Schreibstil der Autorin ist düster, drückend, und erschafft somit eine tolle Atmosphäre. Famas Idee der Geschichte ist genial, allerdings hat sie sich mit den Verstrickungen wohl etwas übernommen, sodass man hin und wieder das Gefühl hat, dass eine neue Richtung eingeschlagen werden muss, um das Ganze zu einem halbwegs logischen Ende zu führen. Ansonsten sehr angenehm und nicht so anspruchslos wie manch andere Jugendbücher, sodass auch ältere Leser ihre Freude haben dürften.

3,0 Punkte

Mittwoch, 1. Januar 2014

[Rezension] Grumpy Cat - Das einzige Buch mit Schlechte-Laune-Garantie

http://www.arsedition.de/_images_media/cover/600b/9783845804156.jpgTitel: Das einzige Buch mit Schlechte-Laune-Garantie
Originaltitel: Grumpy Cat
Autor/in: Grumpy Cat
Reihe: /
Preis: 9,99€
Seiten: 96
Verlag: arsEdition
Erscheinungdatum: 14. Oktober 2013
ISBN-13: 978-3845804156
Erhalten von Blogg dein Buch
Leseprobe
Grimmig ist das neue Süß: Im September 2012 wurde das erste Foto dieser mies gelaunten Katze im Netz gepostet – seitdem hat "Grumpy Cat" mit unvergleichlichem Charme ein Millionenpublikum erobert, auch jenseits des Webs. Ihre besonderen Stärken: ungnädige Urteile fällen, Pläne durchkreuzen und miese Stimmung verbreiten. "Grumpy Cat" enthält einige Klassiker aus dem Web, aber auch viele neue schlecht gelaunte Fotos, Tipps, Infos und Beschäftigungsideen, die selbst den größten Miesepeter zum Lachen bringen.


Zum Brüllen! Wenn man bei diesem Buch nicht vor Lachen platzt, ist definitiv etwas schiefgelaufen.
Auf 96 Seiten ballen sich Grumpy Cats schönste Fotos, Zitate und Sprüche, zusammengestellt von dem grummeligen Kater höchstpersönlich. Abwechslungsreich und farbenfroh bietet sich dem Leser ein Knüller nach dem anderen und man kommt aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.
Das Buch bietet nützliche Tipps, um schlechte Laune zu garantieren und die besten Ratschläge von Grumpy Cat, wie man zum ultimativen Grummler wird. Mit Checklisten, Anleitungen zur perfekten Grummel-Mimik und Demotivationspostern versetzt Grumpy Cat einen in die richtige Stimmung, um so richtig miesepetrig zu werden.
Gewürzt wird die trockene Theorie mit zahlreichen Weisheiten des Meisters, wie "Du lebst nur einmal. Einmal zu oft" oder "Was dich nicht umbringt... ist nicht stark genug", um die ausgesprochen negative Stimmung aufrecht zu erhalten.
Doch grummlig sein will gelernt sein und die Ansprüche von Grumpy sind sehr hoch angesetzt. Um das beste aus seinen Schülern herauszuholen, stellt Grumpy einige knifflige Aufgaben, um das bereits einverleibte Wissen zu überprüfen.
Zur Auflockerung der Lektionen gibt es dafür wiederum zahlreiche Einblicke in Grumpys Privatleben, mit Anmerkungen, was doch alles für schlechte Laune sorgt.
Auch die ach so schrecklichen Hunde und nervigen Baby-Kätzchen bekommen hier ihr Fett weg. Nicht zuletzt natürlich auch die aufdringlichen Zweibeiner, die den armen Grumpy einfach nicht in Ruhe lassen wollen.
Das ultimative Buch, um zum grantigen Dauerschmoller zu werden. Immer wieder für einen Lacher gut und bei allen Freunden und Bekannten das absolute Highlight. Somit auch optimal als Geschenk geeignet ;)



4,7 Punkte

Dienstag, 25. Dezember 2012

[Rezension] Sturm im Elfenland

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgqcDxJy2ixURVNgWJI4dzdrHUyl8ueoIxjT5N-uSp4rTIQJ7Is8pWHzve2YrHZcivK-d3SbFVWqEKvMMjSX2KKwHzJ7HfHNmZvyhEebnHSV-E6Lj1_URQJ8i0jUQcINM5L4c84ZTMEoXzA/s1600/sturm_im_elfenland.jpgTitel: Sturm im Elfenland
Originaltitel: /
Autor/in: Frances G. Hill
Reihe: ?
Preis: 19,95€ 
Seiten: 464
Verlag: arsEdition
Erscheinungdatum: 16. Februar 2011
ISBN 3760763731
Wertung: 3,4/5
Leseprobe
Im Elfenland herrscht Unruhe. Seit König Auberon die Ausübung von Magie verboten hat, regt sich im ganzen Reich Widerstand. Das Leben der jungen Elfe Alana verläuft jedoch unbeschwert - bis eines Tages unerwarteter Besuch auf das Gut ihres Vaters kommt. Die Eltern ihres Cousins Ivaylo wurden als Aufrührer verurteilt und verbannt, darum soll der junge Elf nun in Alanas Familie eine neue Heimat finden. Ivaylo ist still und verschlossen; doch bald erkennt nicht nur Alana, dass der geheimnisvolle Junge in den alten magischen Künsten sehr bewandert ist. Was ist das Geheimnis des Sternensteins, den Ivaylo bei sich trägt? Und warum öffnen sich plötzlich überall im Elfenland gefährliche Dämonentore? Tiefer und tiefer gerät Alana in einen Strudel mysteriöser Ereignisse doch wie kann sie ihren Gefühlen trauen, wenn sie dabei ist, sich in einen Verräter zu verlieben?


 


"Sturm im Elfenland" hat mir aufgrund der ständig düsteren Stimmung nicht ganz so gut gefallen, wie erwartet. Mir haben die lockeren, leichten Momente gefehlt. Die Stimmung ist doch sehr drückend und einengend, wodurch das Buch auch teilweise etwas zäh wurde.
Das Cover gefällt mir richtig gut, besonders die Schrift hat es mir angetan. Auch die Farben sind sehr ansprechend und das Mädchen passt vom Aussehen her gut zur Beschreibung der Protagonistin Alana.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und vielschichtig, allerdings auch sehr leicht zu durchschauen.
So wird schon relativ zu Anfang klar, wer hinter all dem Unheil steckt.
Alana war mir als Protagonistin nicht unbedingt sympathisch, hat mir aber dennoch gut gefallen.
Sie ist eine sehr temperamentvolle junge Elfe, manchmal aber auch sehr zickig und ungerecht ihren Mitmenschen gegenüber.
Überhaupt nicht gefallen hat mir hingegen die zweite Hauptperson Ivaylo. Ihm gegenüber war ich von Anfang an skeptisch und stand ihm bis zum Ende mit einer großen Portion Misstrauen gegenüber. Er ist eine der wenigen Figuren,bei denen man nicht weiß, woran man ist und auf welcher Seite sie stehen.
Angetan haben es mir in diesem Buch hingegen die Nebenfiguren, die mir deutlich besser gefallen haben, als die Protagonisten. Durch sie wurde die Geschichte erst lebendig und auch die klangvollen Namen tragen einen großen Teil zum magischen Feeling bei.
Gerne hätte ich noch mehr über Alanas älteren Bruder erfahren, der mir von der ersten Sekunde an sehr sympathisch war und die düstere Stimmung häufig aufgelockert hat.

Die Geschichte beginnt sehr verwirrend und so habe ich recht lange gebraucht, um mich in die Story einzufinden.
Durch die Sichtwechsel wird das ganze noch verwirrender und oft weiß man nicht einmal mehr, in welcher Zeit man sich gerade befindet.
Der junge Ivaylo wird auf den Hof seiner Tante und seines Onkels gebracht, nachdem seine Eltern gefangen genommen wurden. Sie stehen unter Verdacht, sich gegen den König verschworen zu haben.
Im Elfenland herrscht große Unruhe, denn immer wieder werden Dämonentore geöffnet, die das Land ins Unheil zu stürzen drohen.
Auf dem Hof seiner Tante lernt Ivaylo Alana kennen, seine Cousine. Der rebellische Ivaylo macht sich darüber lustig, dass Alana keine magische Begabung hat, wohingegen er selbst sehr talentiert ist. Doch Magie auszuüben ist verboten...
Dennoch verhilft er Alana zu einem so genannten Sternenstein, der Alanas Magie verstärkt.
Doch hat er ihr damit wirklich einen Gefallen getan oder verbirgt er dunklere Absichten?
Über der gesamten Geschichte lastet eine sehr düstere und angespannte Atmosphäre, die mich das Buch teilweise sehr widerwillig lesen lies.
Ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem Ganzen steckt und bin nur so durch die Geschichte geflogen, Spaß gemacht hat das Lesen aber eher weniger.
Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen. Sie war schlüssig, spannend und nicht zu oberflächlich. Es lag wirklich lediglich an der Stimmung, dass mir das Buch nicht so gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist sehr schön und bildhaft, passend zur Elfenwelt wird viel mit Metaphern und Vergleichen gearbeitet.
Zunächst verwirrend fand ich die Sichtwechsel und die fehlenden Erklärungen zu gewissen Dingen, man gewöhnt sich aber daran.


3,4 Punkte



Frances G. HillFrances G. Hill wurde als Susanne Gerdom 1958 in Düsseldorf geboren. Sie wuchs in Rheinhausen am Niederrhein auf und ging dort auch zur Schule. Nachdem sie ihre Lehre als Buchhändlerin abgeschlossen hatte, begann Sie als Schauspielerin und Regisseurin zu arbeiten, erst danach begann Sie mit dem Schreiben. Sie lebt in Düsseldorf.