Samstag, 5. Januar 2013

[Rezension] Rosendorn

Titel: Rosendorn
Originaltitel: Glimmerglass
Autor/in: Jenna Black
Reihe: Avalon #1
Preis: 14,99€ 
Seiten: 400
Verlag: PAN
Erscheinungdatum: 3. Februar 2012
ISBN 3426283506
Wertung: 2,3/5
Leseprobe
"Ich heiße Dana, und bevor ich nach Avalon gekommen bin, wusste ich nicht mehr über diese Stadt, als dass sie der einzige Ort auf der Erde ist, an dem sich die Feen- und die Menschenwelt überschneiden. Na ja, okay, den ganzen langweiligen Kram zur Geschichte habe ich in meinem Reiseführer auch überblättert. Aber inzwischen könnte ich selbst einen Reiseführer mit ein paar verdammt nützlichen Tipps schreiben: 1. Richtet euch darauf ein, dass ihr ein paar besondere Fähigkeiten entwickeln könntet und deshalb plötzlich zur meistgesuchten Person in Avalon werdet. 2. Packt unbedingt fluchttaugliches Schuhwerk ein. Und besonders wichtig: 3. Verliebt euch ja nicht in einen atemberaubend gutaussehenden Feenjungen! Denn wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch …"


 


"Rosendorn" hat mir ehrlich gesagt nicht so gut gefallen.
Die Story selbst ist sehr vielversprechend und es hätte wesentlich mehr aus der Idee herausgeholt werden können. Was das Ganze am meisten trübt, ist Protagonistin Dana, die sich überhaupt nicht ihrem Alter entsprechend verhält und absolut nervig ist.
Das Cover ist sehr schön und passt auch gut zum Inhalt. Auch der Titel ist gut gewählt und stimmig. Durch Spotlack werden die Blütenblätter wunderschön hervorgehoben.

Wie schon angesprochen ist Dana alles andere als sympathisch.
Ihre Mutter ist Alkoholikerin und so ist Dana schon früh auf sich allein gestellt und muss sich zudem noch um die kranke Mutter kümmern. Sie ist verantwortlich für alle Geldangelegenheiten und was sonst noch anfällt, weshalb man vermuten würde, dass Dana schon sehr reif und selbstständig für ihr Alter ist.
Aber nix da! Dana ist ein quängeliges kleines Kind und verhält sich definitiv nicht wie eine fast 17-jährige. Sie ist naiv und handelt unüberlegt, liegt dazu jedem männlichen Wesen zu Füßen, das auch nur im Entferntesten gut aussieht und jammert ständig sie wäre zu jung, wenn es um Sex oder Alkohol geht.
Hiiilfe, ich bin doch noch ein Kind *jammer, jammer*. Also bitte, welche 16-jährige will denn noch wie ein Kind behandelt werden?!
Die anderen Charaktere waren da schon deutlich besser, wenn auch nicht umwerfend.
Dazu bleiben sie zu blass und einseitig, aber sie haben durchaus Potenzial.
Dana hält es einfach nicht mehr Zuhause aus. Sie hat keine Lust mehr, sich um ihre Mutter zu kümmern und beschließt kurzer Hand, ihren Vater in Avalon aufzusuchen.
Avalon ist die einzige Stadt der Welt, in der sich die Menschen- und die Feenwelt überschneiden. Dies macht Avalon zu einem Touristenmagnet und auch Dana ist schon ganz aufgeregt.
Ihre Ankunft in Avalon läuft jedoch anders als geplant, denn sie wird von ihrer Tante Grace eingesperrt. Zu ihrem eigenen Schutz, wie diese behauptet.
Denn Dana ist etwas ganz besonderes und die einflussreichsten Personen Avalons wollen sie in ihre Hände bekommen, um die Macht zu übernehmen.
Dana weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann.
Erster Kritikpunkt ist schon einmal die Stadt Avalon selbst. Was macht die Stadt zur Touristenattraktion? Dort steppt nicht gerade der Bär, um es einmal freundlich auszudrücken. Und von der Feenwelt bekommen die Menschen, die dort hingehen auch nichts zu sehen, lediglich die Feen selbst.
Der Rest der Story ist wirklich vielversprechend, geht aber im Gejammer von Dana vollkommen unter. So bleiben die interessanten Details über die Macht in Avalon und die Verbindung zum Feenreich "Faerie" durchgehend im Hintergrund.
Schade!

Den Schreibstil habe ich als angenehm, aber durchschnittlich empfunden.
Vorallem beim Charakter von Dana frage ich mich aber, was die Autorin sich dabei gedacht hat, ihre Protagonistin so unsympathisch und unrealistisch zu gestalten.


2,3 Punkte

Jenna Black studierte Anthropologie und Französisch an der Duke University in North Carolina. Sie arbeitete in unterschiedlichen Berufen, bevor sie als Autorin erfolgreich wurde. »Rosendorn« ist ihr erster Jugendroman. Mehr erfahren Sie im Internet unter: www.jennablack.com

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch toll und es traf genau das Genre, das ich gerne lese :3 Ich fand es zugegeben von der Schreibweise her etwas seltsam, aber als schlecht würde ich das Buch nicht bezeichnen ^^

    LG, funne

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  2. Das Buch habe ich vor gut einem Jahr gelesen und war nicht besonders begeister, zudem ist es mir wirklich schwer gefallen mir eine Meinung dazu zu bilden, aber im Großen und Ganzen stimme ich dir zu. Mich hat das Buch enttäuscht -.-

    Liebe Grüße
    Rubin:)

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