Dienstag, 3. Juni 2014

[Rezension] Geborgen - In unendlicher Weite

http://www.oetinger.de/fileadmin/verlagsgruppe-oetinger.de/vsg_images/cover/download/9783789146220.jpgTitel:Geborgen - In unendlicher Weite
Originaltitel: Into the Still Blue
Autor/in: Veronica Rossi
Reihe: Aria & Perry #3
Preis: 17,95€
Seiten: 432
Verlag: Oetinger
Erscheinungdatum: Mai 2014
ISBN-13: 978-3789146220
Leseprobe
Nachdem Reverie von einem Äthersturm ausgelöscht wurde, kehrt Aria schwerverletzt zum Stamm der Tiden zurück. Hier wartet Perry auf sie, dem in Arias Abwesenheit einmal mehr bewusst wurde, wie viel er für sie empfindet.
Mit ihrem Stamm wollen Perry und Aria nun zur Blauen Stille aufbrechen, um Zuflucht vor den Stürmen zu finden. Doch auch Sable, der Kriegsherrn der Hörner, und Kommandant Hess hegen ganz ähnliche Absichten. Als Perry und Aria versuchen, die Pläne ihrer Rivalen zu vereiteln, geraten sie schon bald selbst in Gefangenschaft. Nach einer blutigen Schlacht gelingt es ihnen schließlich zu entkommen, und bald scheint die Blaue Stille zum Greifen nah. Doch das Schicksal will es, dass Aria und Perry erneut voneinander getrennt werden ...

 

Ein Finale der Extraklasse! "Geborgen" toppt beide Vorgänger. Spannender und aufregender als je zuvor entführt die Autorin ihre Leser zum letzten Mal in die Welt der Ätherstürme. Ein Ende, das packender und emotionaler nicht sein könnte, und so viele herzzerreißende Momente bietet, das man schier überwältigt zurückbleibt.

Ich liebe jeden einzelnen Titel dieser Trilogie. So treffend und ausdrucksstark, ohne zu viel von der Story vorweg zu nehmen. Dass das Motiv lediglich farblich verändert wurde ist nicht ganz mein Fall, hier stört es jedoch nicht unbedingt, da sie trotzdem keinen Einheitsbrei bilden.

Die Entwicklung der Charaktere ist einfach unglaublich. Denkt man an Aria und Perry zurück, die beide im ersten Band noch recht blass und unstimmig wirkten und vergleicht sie mit den beiden in diesem Band... Hut ab. Voller Leben und Energie sind sowohl Aria als auch Perry zu zwei Figuren herangewachsen, die den Leser durch und durch überzeugen und mitreißen.
Ihre Liebe könnte authentischer nicht sein, sie kommt ohne große Liebesschwüre, schnulzige Dialoge und sonstigen Schnickschnack klar, sondern wird einzig und allein durch den Umgang der beiden miteinander klar. Und dennoch, oder gerade deswegen, ist diese Liebe so ergreifend. Sie ist nach wie vor nicht perfekt, es gibt Höhen und Tiefen und auch das lässt sie noch greifbarer werden. Aria und Perrys Beziehung entwickelt sich ebenso wie die beiden stetig weiter und es ist wunderschön, zu lesen, wie die beiden ein immer eingespielteres Team werden.
Auch bei den Nebenfiguren hat die Autorin noch einmal alles gegeben. Von den blassen Schaustellern des ersten Teiles ist nichts mehr übrig, Besonders mit Figuren wie Roar, Cinder, Talon, Reef, Soren, Kirra, aber auch vielen anderen hat die Autorin ihren Protagonisten Charaktere an die Seite gestellt, die locker mit ihnen mithalten können.
Die Erlebnisse der verschiedenen Figuren haben sie deutlich geprägt, keine Erfahrung wird vergessen, jede Auswirkung ist glaubhaft und authentisch. Zudem hält die Autorin nicht zwanghaft an den bisherigen Wegen ihrer Figuren fest, lässt sie neue Entscheidungen treffen, die alles verändern, ohne dass es konstruiert wirkt. Genau so muss es sein. So und nicht anders.


Nach Band zwei dachte ich schon, mehr geht nicht. Aber damit lag ich so weit daneben...
Erneut hat man ein Buch vor sich, das vor Handlung nur so strotzt. Auf den fast 450 Seiten tummeln sich so viele Ereignisse, das man kaum zu Atem kommt. Im positivsten Sinne!
Nach der Flucht aus Reverie leben die Tiden gemeinsam mit den überlebenden Sidlern in der Höhle nahe Perrys Dorf. Die Ätherstürme werden immer heftiger, der Himmel beginnt sich rot zu färben und das Ende der Welt scheint bald einzutreten. Mehr denn je müssen Perry und Aria einen Weg finden, zur Blauen Stille zu gelangen, dem sagenumwobenen Ort, an dem keine Stürme toben. Doch Hess und Sable haben alles, und sie haben nichts. Die Hovercrafts, die Koordinaten und Cinder, der Junge, der den Äther kontrollieren kann, befinden sich in der Gewalt des Feindes.
Gemeinsam mit Roar, Soren, Brooke und Jupiter brechen Aria und Perry auf, um sich zu holen, was sie brauchen. Doch der Plan läuft schief und sie geraten in Gefangenschaft und schon bald müssen sie eine folgenschwere Entscheidung treffen, die alles verändern wird...
Spannung von Anfang bis Ende. Jede. einzelne. Sekunde. Ich hatte so viel Herzklopfen bei diesem Buch! Hier ist wirklich alles vorhanden, was man sich nur wünschen kann. Emotionen, Spannung, Action, Kämpfe, Liebe, Freundschaft,... Die Dichte der Story ist unbeschreiblich, das Finale einfach grandios!
Immer wieder denkt man, die Lösung der Probleme ist zum Greifen nah, doch dann nimmt das Ganze wieder völlig ungeahnte Wendungen. Ein überwältigendes Ende, das mich vollkommen begeistert!

Veronica Rossi weiß wirklich, wie sie ihre Leser in den Bann ziehen kann. Ihr Setting ist wie immer atemberaubend, ihr Fingerspitzengefühl beim Spielen mit Figuren und Gefühlen ist schlichtweg perfekt. Mit ihrer Wortwahl fesselt sie den Leser vollkommen, lenkt ihn alle möglichen Richtungen, nur um direkt wieder eine 180° Wendung hinzulegen. Ich bin sprachlos. Perfekt!

4,8 Punkte
Veronica Rossi
© Sherman Chu
Veronica Rossi, in Rio de Janeiro/Brasilien geboren, zog in ihrer Kindheit oft um und lebte in Mexiko, Venezuela, an der Ostküste der USA und schließlich in Kalifornien. Hier besuchte sie die Universität und studierte Schöne Künste am Californian College of the Arts in San Francisco. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Norden Kaliforniens und arbeitet als freie Autorin. Sie schreibt vor allem futuristische Romane für junge Erwachsene. Erste Ehren erwarb sie mit bisher unveröffentlichten Manuskripten auf amerikanischen Autoren-Wettbewerben, wo sie in der Kategorie Fantasy und Science Fiction auf den vordersten Plätzen rangierte. Die erfolgreiche "Aria und Perry"-Trilogie, eine Liebesgeschichte in postapokalyptischen Zeiten, ist ihre erste Buchveröffentlichung.

Kommentare:

  1. Guck, so begeistert trotz Roars "Veränderung" ;-)
    Freut mich, dass wir hier wieder einer Meinung sind :-)

    liebe Grüße

    Steffi

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  2. Ich hab es auch schon gelesen und war genauso begeistert wie du. Eigentlich fast schade, dass es nun zu Ende ist. Übrigens habe ich es auch so empfunden, dass die Figuren sich richtig stark entwickelt haben. Insbesondere Aria fand ich anfangs fast nervig und am Ende richtig cool.

    LG Michaela

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