Montag, 19. November 2012

[Rezension] Serafina - Das Königreich der Drachen

Titel: Das Königreich der Drachen
Originaltitel: Serafina
Autor/in: Rachel Hartman
Reihe: Serafina #1
Preis: 17,99€ 
Seiten: 512
Verlag: cbj
Erscheinungdatum: 19. November 2012
ISBN 3570152693
Wertung: 3,8/5
Leseprobe
Kann EIN Mädchen ZWEI Welten vereinen?

Die Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens zwischen beiden Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben auf immer zu zerstören.



 


"Serafina - Das Königreich der Drachen" bietet über 500 Seiten spannende Unterhaltung.
Die Welt, die die Autorin erschaffen hat ist faszinierend und begeisternd, ebenso, wie die Wesen, die in ihr Leben. Wer einen Eragon-Abklatsch befürchtet, braucht sich keine Sorgen zu machen.

Cover und Titel gefallen mir nicht ganz so gut, wie der Rest des Buches. Der Titel "Serafina" und dann auch noch ein blauer Drache im Hintergrund? Erinnert stark an Eragon und seine Drachendame Saphira. Die Geschichten haben aber kaum etwas gemeinsam.
Seit kurzem lebt Serafina am Königshof, wohin sie ihre Liebe zur Musik geführt hat.
Ihr ganzes Leben lang, war sie darauf bedacht, sich im Hintergrund zu halten und niemandem aufzufallen. Denn sie hütet ein schreckliches Geheimnis: Sie ist halb Mensch, halb Drache. Wesen wie sie, dürften gar nicht existieren!
Trotzdem nimmt sie das Leben wie es ist und versucht, das Beste daraus zu machen. Das Wissen um ihre Herkunft lastet jedoch schwer auf ihr. Sie verabscheut sich oft selbst, nicht nur wegen den Schuppen, die sich an manchen Stellen durch ihre Haut bohren, sondern auch wegen ihrer besonderen Fähigkeiten.
Serafina hat Visionen von seltsamen Personen, die sie immer wieder überkommen. In ihrem Kopf errichtet sie darum den "Garten der Grotesken" in den sie die merkwürdigen Leute einsperrt, um die verstörenden Bilder auszublenden.
Ihre ganze Leidenschaft gilt der Musik, der sie sich hingebungsvoll widmet. Als der Thronfolger Rufus getötet wird, zeigt sie sich von einer ganz neuen Seite, mutig, stark und zielstrebig. Besonders Prinz Lucian ist angetan von der jungen Frau und gemeinsam mit ihm versucht Serafina herauszufinden, wer Rufus wirklich ermordet hat.
Lucian Kiggs ist ein nicht ganz einfacher Charakter, aber seinem Charme ist nicht nur Serafina erlegen. Er wirkt sehr empfindlich und kratzbürstig und ist Serafina damit ähnlicher, als er denkt.
Die strahlende Sonne unter den Charakteren ist zweifelsohne Prinzessin Glisselda, die mit ihrer frischen und unschuldigen Art jede noch so düstere Stimmung zu durchbrechen vermag.
Gespickt ist das Buch mit zahlreichen weiteren Charakteren, die großteils sehr gut ausgearbeitet sind.

40 Jahre währt der Frieden zwischen Drachen und Menschen nun schon. In menschlicher Gestalt leben die Drachen sogar mitten unter den Bürgern. Doch dann wird der Thronfolger Prinz Rufus grausam ermordet und alles deutet auf die Tat von Drachen hin.
Eine verzwickte Geschichte rund um die Suche nach der Wahrheit beginnt.Um den Frieden steht es schlecht, doch wer steckt hinter alldem?
Das Buch weist sehr viele Handlungsstränge auf, die gekonnt von der Autorin verwoben wurden. So besteht ein ständiges Gleichgewicht der verschiedenen Komponenten. Trotz der vielen Seiten, weist die Geschichte kaum Durststrecken auf. Besonders gut gefällt mir, dass die Story von allen Seiten beleuchtet wird, auch wenn sie komplett aus Serafinas Sicht erzählt wird.
Man erhält unzählige Informationen, die man schnell einmal durcheinander bekommen kann, wenn man sich nicht konzentriert. Um nicht den Faden zu verlieren muss man sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen, was aber kein Problem darstellt, da der Spannungsbogen  sehr schön ausgearbeitet ist. Das Ende lässt einen zwar gespannt auf die Fortsetzung, aber durchaus zufrieden zurück.

Der Stil der Autorin ist sehr blumig und ausschweifend und nicht selten recht schwer zu verstehen. Sie benutzt zahlreiche Vergleiche und Metaphern, die nicht alle leicht zu durchschauen sind. Oft wird einem erst im Nachhinein klar, was die Autorin sagen wollte. Das und die inhaltliche Dichte machen das Buch recht anspruchsvoll und verleihen ihm eine ganz eigene Note, die bestimmt Geschmacksache ist, mir aber gut gefallen hat.

3,8 Punkte




Rachel Hartman
©Rachel Hartman
Rachel Hartman spielte bereits als Kind Cello und synchronisierte zusammen mit ihrer Schwester Mozartopern. Das berühmte Renaissancelied „Mille Regretz“ inspirierte sie zu ihrem Debutroman, in dem Musik eine große Rolle spielt. Während sie »Serafina« schrieb, hörte sie mittelalterliche italienische Polyphonien, bretonischen Dudelsack-Rock, progressive Metalmusik, lateinamerikanische Barockmusik und gälischen Sean-nós-Gesang. Rachel Hartman lebt mit ihrer Familie in Kanada.

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi!
    Das Buch interessiert mich auch. Werde ich wohl auch mal näher ansehen müssen und lesen :D

    LG
    Lilly

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  2. Die Handlung des Romans ist streckenweise sehr langatmig und teilweise sogar langweilig. Richtig spannend wird es nicht, denn der Autorin ist es nicht gelungen den Leser zu fesseln. Bleibt nur zu hoffen, dass es im nächsten Teil spannender wird.

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