Donnerstag, 8. September 2011

[Rezension] Falsches Spiel am Canal Grande

Falsches Spiel am Canal Grande

Autor: Sophie Masson

Verlag: dtv (1. Mai 2011)

Seiten: 304

Preis: 9,95€ (Taschenbuch)

ISBN 978-3423714549




Kurzbeschreibung
Venedig, 1602: Celia ist fasziniert von dieser Stadt, in die sie ihren Vater und dessen jungen Assistenten Ned begleiten darf. Offiziell sollen die drei Piratenüberfälle auf Handelsschiffe aufklären, doch es gibt auch noch den geheimen Auftrag, nach einem verschwundenen Mädchen zu forschen. Neugierig wie Celia ist, stößt sie bald auf eine heiße Spur – und die führt mitten in das Herz der Macht von Venedig.

Quelle: amazon.de

"Falsches Spiel am Canal Grande" hat mir recht gut gefallen. Am Anfang ist es etwas schwer, sich in die Geschichte einzufinden, und die vielen Namen und die komplizierten Zusammenhänge sind manchmal etwas verworren, aber die tollen Charaktere und die schöne Beschreibung von Venedig haben mich vollkommen überzeugt.

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Cover
Oben der Canal Grande, unten eine venezianische Maske. Endlich mal wieder ein wenig Abwechslung vom zur Zeit üblichen Mädchengesicht!
Das Cover passt sehr zu den zwei Seiten des Buches: Einerseits der Zauber von der tollen Stadt Venedig und andererseits die seltsamen Vorkommnisse, die niemand so recht durchschauen kann.

Charaktere
Die vielen verschiedenen Charaktere in diesem Buch, haben mir unglaublich gut gefallen. Sie sind sehr gut beschrieben, sodass man sich von jedem ein Bild machen kann, und sie wirken alle sehr real und authentisch.
Die Hauptperson Ned ist ein 18-jähriger Junge. Er ist oft sehr schüchtern, und weiß nicht so recht, was er sagen soll, besonders wenn es um seine geliebte Celia geht.
Celia ist die Tochter von Neds Dienstherren und ein Jahr jünger als er. Sie ist das genaue Gegenteil von Ned, denn sie hat immer einen frechen Spruch auf den Lippen und nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Sie ist sehr mutig und abenteuerlustig, und sie weiß, wie man andere um den kleinen Finger wickeln kann.

Handlung
Mit seinem Dienstherren, dessen Tochter Celia und deren Tante, reist Ned nach Venedig, um die Piraten, die die Handelsschiffe überfallen, aufzuspüren.
Vor ihrer Abreise, werden sie gebeten, sich auf die Suche nach einem Mädchen namens Sarah zu machen, das in Venedig verschwunden ist.
Sie wurde von einer mächtigen Gräfin der Hexerei beschuldigt, und ist von zu Hause weggelaufen, um sich zu verstecken.
Gemeinsam mit Matthew Ashbys altem Freund, machen sie sich daran, die beiden Fälle aufzuklären. Dabei stoßen sie auf Hinweise, dass beides irgendwie zusammenhängt. Aber wie?

Die Story gefällt mir sehr gut, man braucht eine Weile, bis man sich in die Geschichte eingefunden hat, aber dann kann man das Buch nur schwer aus der Hand legen. Hin und wieder sind die Geschehnisse sehr verworren und man kommt nicht ganz mit, man sollte also auf jeden Fall aufmerksam lesen.
Die Geschichte ist spannend und nicht vorhersehbar, man erfährt immer nur so viel, wie die Charaktere im Buch auch.
Bis ca. 50 Seiten vor Ende des Buches, war mir noch nicht klar, wie es ausgehen könnte, und die Story nimmt bis dahin noch einige unerwartete Wendungen, was mir sehr gut gefallen hat.

Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin ist eine interessante Mischung aus schlicht und kompliziert. Manche Abschnitte waren sehr einfach zu verstehen, während ich mich bei anderen sehr konzentrieren musste, um mitzukommen.
Was mir besonders positiv aufgefallen ist: Die Autorin beschreibt wichtige und schöne Dinge sehr ausführlich, während sie unwichtige und langweilige Details zwar erwähnt, aber sich nicht lange damit aufhält.
Auch die altmodische Sprache wurde sehr gut umgesetzt. Man merkt, dass man sich in der Vergangenheit befindet, aber man findet sich schnell in die Sprache ein und kann alles gut verstehen.


4,3 Punkte


Vielen Dank an dtv für das Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. klingt jetzt nicht so überzeugend. würde ich nicht lesen!

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