Mittwoch, 1. August 2012

[Rezension] Angel Eyes - Im Bann der Dunkelheit

http://www.fantasy-fans.eu/images/content/buecher/2012_angeleyes2.jpgTitel: Im Bann der Dunkelheit
Originaltitel: Original Sin
Autor/in: Lisa Desrochers
Reihe: Angel Eyes #2
Preis: 15,95€  
Seiten: 416
Verlag: Rowohlt Polaris
Erscheinungdatum: 1. August 2012
ISBN 3862520072
Wertung: 1,9/5
Engel sind auch nur Männer 
Nichts wünscht Frannie sich sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Stattdessen sind ihr die höllischen Mächte auf den Fersen, denn Frannie hat eine ganz besondere Gabe. Eine Gabe, die den uralten Kampf zwischen Licht und Dunkel ein für alle Mal entscheiden könnte. Dass es Frannie gelungen ist, ihre große Liebe, den Dämon Luc, in einen Menschen zu verwandeln, hat sie nur noch interessanter gemacht. Seitdem Luc seine magischen Kräfte verloren hat, kann er sie nicht mehr beschützen. Diese Aufgabe muss nun ihr Schutzengel Matt übernehmen, Frannies verstorbener Zwillingsbruder. Doch Engel sind auch nur Männer, und als die schöne Lili nebenan einzieht, gerät Matt ganz schön durcheinander. Damit bringt er seine Schwester in höchste Gefahr …


Von "Angel Eyes - Im Bann der Dunkelheit" habe ich mir wesentlich mehr erhofft.
Der erste Teil der Trilogie hat mir gut gefallen und ich habe mit einer Steigerung gerechnet, was jedoch nicht der Fall war. Besonders die erste Hälfte des Buches war sehr enttäuschend.
 
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Das Cover ist nicht unbedingt mein Fall.
Die Farben passen nicht zusammen und es ist nicht sonderlich aussagekräftig.
Besonders im Vergleich zum Originalcover finde ich es recht schwach.
Die Charaktere sind der große Schwachpunkt des Buches.
Schon im Vorgänger war Frannie mir nicht unbedingt sympathisch, aber was sie in diesem Band alles anstellt..
Ständig denkt sie, sie kann alles alleine schaffen, weshalb sie immer wieder versucht, es im Alleingang mit den Dämonen aufzunehmen. Es ist von Anfang an klar, dass sie das nie im Leben schafft. Die Aktionen laufen also immer darauf hinaus, dass irgendjemand ihr zur Hilfe eilen muss, sei es nun Luc, Gabe oder Matt. 
Wenn dann jemandem etwas passiert jammert Frannie die ganze Zeit, es wäre ihre Schuld. Und ja, es ist auch ihre Schuld. Die anderen versuchen natürlich ihr das auszureden.
Luc ist was das angeht nicht viel besser. Auch er nimmt ständig die Schuld auf sich und badet sich in Selbstmitleid. Ich mochte Luc im ersten Band wirklich sehr, aber er hat ganz schön nachgelassen. Mittlerweile wirkt er nur noch wie eine männliche Ausgabe von Frannie.
Anders als erwartet kommt Gabe sehr wenig vor, was ich sehr schade finde, denn er ist mir als einziger noch sympathisch.
Matt, Frannies Bruder und Schutzengel, ist mir vom ersten Kapitel an auf die Nerven gegangen. Er ist kindisch, egoistisch und auch nicht gerade der Hellste.
Ebenso die neue Figur Lili. Man könnte ihr genauso gut ein Schild umhängen "Hey, ich bin gefährlich". Leider sehr vorhersehbar.
Wer mir auch nicht gefallen hat, war Frannies Freundin Taylor. Taylor ist eine arrogante Ziege und durch und durch selbstsüchtig. Mit solchen Leuten kann ich wirklich gar nichts anfangen, und ich verstehe wirklich nicht, warum Frannie sich mit ihr abgibt.
Leider ist auch die Ausarbeitung der Nebenfiguren nicht besser geworden. Sie bleiben genauso blass und unscheinbar, wie schon im Vorgänger.

Die Story ist sehr zäh und schleppend.
Besonders die erste Hälfte des Buches hat mich persönlich gelangweilt und genervt.
Jedes Kapitel endet damit, dass Frannie und Luc im Bett landen. Streit. Fummeln. Streit. Fummeln. Immer das Gleiche. Nur unterbrochen von der gleichen Geschichte nur mit Matt und Lili.
Zwar sind unzählige Dämonen auf Frannie und Luc angesetzt worden, doch ihre Versuche, einen der beiden zu schnappen, wirken ziemlich jämmerlich. Warum sind sie hinter ihnen her, wenn sie sie bei jeder Gelegenheit doch wieder in Ruhe lassen?
Ab dem letzten Drittel des Buches macht die Story eine krasse Wendung durch. Es ist, als hätte man plötzlich ein ganz anderes Buch vor sich! Alles geht Schlag auf Schlag, die Spannung nimmt rasant zu und man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und nicht nur das, auch die Charaktere sind plötzlich wie ausgewechselt und lange nicht mehr so nervig und dumm.
Wirklich sehr, sehr schade, dass nicht das ganze Buch so genial ist wie das letzte Drittel.



Besonders gefallen hat mir der witzige Schreibstil der Autorin im ersten Band. Davon ist leider nicht mehr viel übrig geblieben. Sie legt ihr Augenmerk eher auf die gefühlvollen und spannenden Szenen, was ihr aber nicht immer gut gelingt.
Gefühle kann sie meiner Meinung nach nicht gut rüberbringen. Spannung dafür umso besser.
 
1,9 Punkte


Lisa Desrochers
Text & Bild via

  Vielen Dank an Rowohlt Polaris für das Rezensionsexemplar



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