Samstag, 11. August 2012

[Rezension] Fateful

http://2.bp.blogspot.com/-DJRKVTvxOWk/TppIINGNpeI/AAAAAAAACLs/zWJDRNmy3iQ/s1600/Fateful.jpgTitel: Fateful
Originaltitel: /
Autor/in: Claudia Gray
Reihe: / (?)
Preis: 9,99€ 
Seiten: 327
Verlag: Harpercollins Children's Book
Erscheinungdatum: 29. März 2012
ISBN 000742826X
Wertung: 2,2/5
A tragic tale of falling in love aboard the Titanic as heroine, Tess, discovers darker secrets lying beneath the doomed crossing! and a hidden brotherhood threatens to tear her lover from her forever. The RMS Titanic is the most luxurious ship ever built, but for eighteen-year-old Tess Davies it's a prison. Travelling as a maid for the family she has served for years, Tess is trapped in their employ amid painful memories and family secrets. When she meets Alec, a handsome upper class passenger, Tess falls helplessly in love. But Alec has secrets of his own! and soon Tess is entangled in a dangerous game. A sinister brotherhood that will do anything to induct Alec into their mystical order has followed him onboard. And Tess is now their most powerful pawn. Tess and Alec fight the dark forces threatening to tear them apart, never realising that they will have to face an even greater peril before the journey is over! New York Times best-selling author Claudia Gray delivers adventure, dark paranormal suspense, alluring romance, and a truly surprise ending, set against the opulent backdrop of the Titanic's first -- and last -- voyage.

"Fateful" hat mich mehr als enttäuscht. Mich hat besonders die Kombination aus Titanic und Fantasy gereizt. Fakt ist aber, dass die Geschichte auf jedem beliebigen Schiff und in der heutigen Zeit spielen könnte. Man merkt nicht, dass man sich im Jahr 1912 befindet, die Personen denken und handeln nicht dem entsprechend.
Die Geschichte der Titanic wird meiner Meinung nach genutzt, damit das Buch sich verkauft, was ja leider auch funktioniert. 
 
Das Cover ist wunderschön und mit ein Grund, weshalb ich dieses Buch gekauft habe. Es passt gut zum Inhalt, denn das Mädchen könnte der Beschreibung nach sehr gut Tess darstellen. Auch den Titel "Fateful" finde ich sehr gut gewählt.

Die Charaktere finde ich weder authentisch, noch sympathisch.
Schon mit der Protagonistin Tess hatte ich von Anfang an Probleme. Ständig denkt sie das gleiche, nur um ihre Gedanken dann wieder zu verwerfen. Für eine Kammerzofe ist sie viel zu frech und aufmüpfig. Sie wirkt, als wäre sie aus der Gegenwart in die Vergangenheit gereist und in die Rolle von Tess Davies geschlüpft. Zum anderen hat mich ihre "Liebe" zu Alec mehr als genervt. Sie sieht ihn eine Sekunde lang und schon ist sie unsterblich verliebt und würde alles für ihn tun. Alec ebenso. 
Alec ist außerdem der größte männliche Jammerlappen, der mir je begegnet ist. Wenn er sich nicht gerade in Selbstmitleid badet, macht er sich Vorwürfe und schwingt dramatische Reden.
Die Nebenfiguren sind sehr blass und absolut klischeehaft, wie zum Beispiel die Mitglieder der Familie, für die Tess arbeitet, oder der "Bösewicht" Mikhail. 
Einen positiven Punkt gibt es aber: Tess Charakter wird ab der Mitte des Buches um einiges erträglicher und wenn man einmal davon absieht, dass die Liebesgeschichte eine typische "Wir-sind-füreinander-bestimmt"-Schnulze ist, ist diese auch recht schön.

 
Die dramatische Geschichte der Titanic kombiniert mit Werwölfen und einer unheimlichen Bruderschaft? Klingt nach einem klasse Plot!
An der Umsetzung mangelt es aber gewaltig, denn diese ist einfach nur grauenhaft. Der Name der Titanic wird ausgenutzt, um das Buch an die Leser zu bekommen.
Was man bekommt ist nichts anderes als eine Werwolfstory, die auf jedem beliebigen Schiff, zu jeder beliebigen Zeit spielen könnte.
Als ich das gemerkt habe, war ich oft versucht das Buch wegzulegen, denn es hat mir wirklich nicht gefallen. Ich habe meine ganze Hoffnung in einen dramatischen Untergang und ein ergreifendes Ende gesetzt, aber was habe ich bekommen? Der Untergang wird innerhalb eines Kapitels abgehandelt, das Ende ist lächerlich und überhaupt nicht zufriedenstellend.
Die Autorin hat sich mit dem Setting wirklich keinen Gefallen getan, denn die Werwolfstory ansich ist nicht schlecht. Im Gegenteil, die Idee der Bruderschaft, die alle Werwölfe unterwerfen will, hat mir super gefallen, aber durch das Titanic-Drumherum wurde alles ins Lächerliche gezogen. Wieso? Ganz einfach: Alle Stellen, an denen man merkt, dass man sich tatsächlich auf der Titanic befindet sind einfach nur vom Kinofilm abgekupfert.
Doch auch die Handlung hat etwas Positives: Dadurch, dass das Buch teilweise wirklich lächerlich war, habe ich mich doch bestens amüsiert und mir so manches Lachen nicht verkneifen können.


Das Englisch ist nicht sehr schwer, aber auch defintiv nicht einfach. 
Wer gut Englisch kann, wird mit dem Buch wenige Probleme haben, wer jedoch nicht gut, sondern nur durchschnittlich in Englisch ist, sollte die Finger von dem Buch lassen.
Außerdem sind mir häufige Wortwiderholungen aufgefallen.

2,2 Punkte

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